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Brustzysten

Brustzysten Die Übersetzung des Begriffes „Zyste" heißt flüssigkeitsgefüllter Hohlraum. Eine Zyste ist ein verkapselter Hohlraum im Gewebe, der meist mit Flüssigkeit gefüllt ist.

Zysten können sich an verschiedensten Körperstellen bilden, können gut- oder bösartig sein und so groß werden, dass sie das umgebende Gewebe verdrängen.

Brustzysten können als Solitärzysten oder, wie zum Beispiel bei der Mastopathie, als Mehrfachzysten entstehen. Mit Hilfe von Druck oder Zug kann eine Brustzyste entleert und der Inhalt auf abnorme Keime untersucht werden.

Wenn die Zysten trotz Entleerung immer wieder kehren, sollte eine vollständige Entfernung in Erwägung gezogen werden.

Gerade bei Brustzysten muss bei einem ständigen Wiederauftreten auch an Brustkrebs gedacht werden.

In den meisten Fällen sind Zysten gutartige Gewebeveränderungen und eine Aggressivität entsteht nur in Einzelfällen oder im Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten. Eine weitere Variante ist die Bildung eines Papilloms (gutartiger Tumor) in der Zyste.

 

Die ganze Brust ist eine Drüse, die mit den Schweißdrüsen der Haut verwandt ist. Die Brust der Frau besteht aus Brustdrüsenkörper, Brustwarze und Warzenhof. Innerhalb der Brustdrüse befinden sich ca. 20 einzelne Drüsen, weitere Bestandteile sind Bindegewebe und Fettgewebe.

Die Einzeldrüsen sind aus den so genannten Lobuli oder Drüsenläppchen zusammengesetzt, jedes Drüsenläppchen hat einen eigenen Ausführungsgang, der in die Hauptmilchgänge mündet. Die ganze Brust wird von einem Gangsystem durchzogen, das die Milch von den Drüsenläppchen sammelt und sie zu den ca. 15 Milchgängen in der Brustwarze, die sogenannte Mamille, leitet.

 

 

Ursachen und Auslöser

Eine Brustzyste kann sich bilden, wenn die Ausgänge der Drüsenläppchen in der Brust verstopft sind. Die Drüsenläppchen sind durch Mantelgewebe (Epithel) voneinander getrennt und die Ausführungsgänge enden in den Hauptmilchgängen der Brust. Brustzysten als Solitärzysten können aber auch angeboren sein.

Hauptverursacher von Brustzysten ist jedoch die Mastopathie, die Frauen in den Wechseljahren betrifft. Diese Erkrankung, die auch Brustdrüsendysplasie genannt wird, führt zu Veränderungen des Brustgewebes.

Es kommt zu Schwellungen und Schmerzempfindlichkeit der Brust sowie zu Knotenbildungen. Auslöser der Mastopathie sind die Hormonschwankungen, denen Frauen in den Wechseljahren unterliegen. Neben den bereits erwähnten Symptomen können sich auch Brustzysten bilden.

 

Symptome und Diagnose

 


Oftmals sind Brustzysten komplett beschwerdefrei. Ihr Vorhandensein wird bei Tastbefunden oder bei Ultraschalluntersuchungen entdeckt. Auch eine Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze kann auf Brustzysten hinweisen.

Wenn ein Knoten in der Brust ertastet wird, was ab einer Größe von ca. einem Zentimeter möglich ist, kann durch eine Sonographie genaue Lage und Größe der Brustzyste erfasst werden.

Um eine bösartige Erkrankung, vor allem auch einen Tumor, auszuschließen, wird eine mammografische Untersuchung durchgeführt.

Ist bei dieser Untersuchung die Gewebewucherung als Brustzyste diagnostiziert worden, wird die Zyste punktiert und die entnommene Flüssigkeit unter dem Mikroskop untersucht.

Sollte der Befund unklar sein, kann eine Pneumozystographie durchgeführt werden, um die Zystenwand beurteilen zu können.

Bei dieser Untersuchung wird Kontrastmittel eingespritzt und die Zyste wird anschließend mit Luft befüllt, wodurch das Kontrastmittel an die Zystenwand gedrängt wird. Auf dem Röntgenbild wird so ein Abbild der inneren Zystenwandoberfläche sichtbar, das Schlüsse auf die Beschaffenheit der Brustzyste erlaubt.

 

Therapie und Verlauf

Zeigen sich bei den Untersuchungen Auffälligkeiten, ist es ratsam, die Brustzyste komplett zu entfernen. Vor Beginn der Operation wird die Brust mittels Mammografie auf weitere Zysten untersucht, um diese dann entsprechend mit behandeln zu können.

Wenn Zysten keine Auffälligkeiten zeigen, können sie in der Brust verbleiben, sollten jedoch im dreimonatlichen Rhythmus sonografisch überprüft werden.

Weiterhin ist eine operative Entfernung angezeigt, wenn die Brustzysten trotz mehrmaligen Punktierens immer wieder auftreten. Bei einer Punktion wird mittels einer Hohlnadel die Flüssigkeit in der Brustzyste entfernt. Im Falle von immer wiederkehrenden Zysten kann auch eine medikamentöse Behandlung erwägt werden.

Warum eine Frau an Brustzysten erkrankt, ist nicht bekannt.

Aus diesem Grund gibt es keine Möglichkeit, ihnen wirkungsvoll vorzubeugen. Wenn eine Frau bei einer eigenen Tastuntersuchung ungewöhnliche Knoten in der Brust entdeckt, sollten auf jeden Fall weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Bösartigkeit der Gewebewucherung auszuschließen.

 

© Forgiss - Fotolia.com


 

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