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Keuchhusten - Krankheit der Atemwege

Husten bei Kindern Unter Keuchhusten wird eine bakterielle Krankheit der Atemwege verstanden. Es handelt sich hierbei um eine Infektionskrankheit. Die verantwortlichen Bakterien werden auch Bordetalla pertussis genannt. Mittlerweile ist es möglich eine Impfung gegen diese Krankheiten vorzunehmen. Da auch Erwachsene noch erkranken können, sollte alle 12 Jahre eine Impfung gegen Keuchhusten vorgenommen werden.

 

Falls eine Keuchhusten Erkrankung vorliegt, muss diese nicht unbedingt vom Arzt an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Einige Bundesländer haben eine jedoch eine Meldepflicht bei Keuchhusten verordnet.

 

Ursachen und Symptome bei Keuchhusten


Keuchhusten wird durch Bakterien übertragen. Diese Bakterien vermehren sich auf den Schleimhäuten des Menschen und setzen erzeugen dabei ein Gift. Dieses wird Pertussis-Toxin genannt. Das Gift ist dafür verantwortlich, dass die Krankheitssymptome ausgelöst werden. Die Schleimhäute werden zerstört, das Gewebe geschädigt und die Abwehrkräfte des Kindes werden geschwächt. Die Krankheit ist sehr ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.

 

Gerade bei Kindergruppen kann dies durch Niesen oder Husten passieren. Auch wenn das gleiche Geschirr unter den Kindern benutzt wird, ist eine Ansteckung möglich. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt ca. 7 bis 20 Tage. Dann machen sich die ersten Anzeichen der Krankheit sichtbar. Kinder die bereits an Keuchhusten erkrankt sind, können sich selbst einige Jahre durch Abwehrstoffe im Körper schützen.

 

Die Krankheit Keuchhusten wird in drei Stufen eingeteilt. Die Krankheit kann einige Wochen bis Monate andauern. Die erste Stufe der Krankheit wird Stadium catarrhale genannt. Das Kind zeigt Symptome einer Erkältung auf. Hierzu gehören Schnupfen, Niesen, leichter Husten, erhöhte Temperatur, Heiserkeit und teilweise auch Bindehautentzündung. Danach tritt die zweite Stufe das Stadium convulsivum, Anfallsstadium, ein. Dieser Abschnitt der Erkrankung kann zwischen drei und sechs Wochen anhalten. Das Kind leidet hier unter Hustenanfälle, die ganz typisch für dieses Krankheitsbild sind. Weiter leidet hustet es Auswurf mit hoch, ein Erbrechen des Auswurfs ist möglich. Die Beschwerden treten vermehrt in der Nacht auf. In seltenen Fällen kann das Kind unter Fieber leiden. Wenn das Kind einen Hustenanfall hatte, beginnt es zu keuchen. Erwachsene leiden unter deutlich abgeschwächten Beschwerden und die sehr typischen Merkmale des Keuchhustens sind oft nicht erkennbar.

 

Der dritte Abschnitt des Keuchhustens wird auch Stadium decrementi, Erholungsstadium genannt. Die Symptome der Krankheit werden immer schwächer und zwischen sechs und zehn Wochen sind kaum noch Beschwerden vorhanden und das Kind hat den Keuchhusten überstanden.

 

Diagnose und Therapie des Keuchhustens

Keuchhusten kann sehr gut anhand der Hustenattacken diagnostiziert werden, die sehr typisch für diese Krankheit sind. Eine Untersuchung durch den Arzt ist nötig. Er wird einen Rachenabstrich entnehmen und somit können die Bakterien nachgewiesen werden. Ein Blutbild kann auch Gewissheit geben, denn der Rachenabstrich kann nicht immer genauen Aufschluss geben, weil die Erreger des Keuchhustens sehr empfindlich sind.

Wenn bei einem Kind Keuchhusten festgestellt wurde, sollte die Therapie sehr früh beginnen. Die Krankheit kann mit Antibiotika gut behandelt werden, da ein unkomplizierter Heilungsprozess eintritt, der schnell anschlägt. Wenn das Kind sich mit Bordetella pertussis, also den Bakterien bereits angesteckt, kann die Krankheit kaum noch abgewendet werden. Das Kind wird trotzdem Antibiotika bekommen, denn somit kann es nicht lange andere Kinder anstecken.

 

Säuglinge, die unter dieser Krankheit leiden, müssen umgehend stationär in ein Krankenhaus eingewiesen werden, da sie noch nicht in der Lage sind den Schleim alleine abzuhusten und somit eine Erstickungsgefahr für das Kind besteht. Kleinkinder sollten viel trinken und den Tag über kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Ruhe und wenig Anstrengung sind sehr wichtig für die Kinder. Eltern sollten dafür sorgen, dass im Kinderzimmer feuchte und kühle Luft herrscht, so können die Beschwerden die wegen des Keuchhustens auftreten in der Nacht gelindert werden.

 

Vorbeugung des Keuchhustens

Keuchhusten kann nur durch eine Schutzimpfung vorgebeugt werden. Kinder die bereits infiziert sind, sollten von gesunden Kindern gemieden werden, da so die Gefahr der Ansteckung eher gering ausfällt. Die Impfung wird in mehreren Durchgängen durchgeführt. Der Tetanus und Diphtherie Schutz werden bei dieser Impfung meistens gleich mit vorgenommen. Kinder die zwischen 2 und 4 Monate alt sind, bekommen die ersten 3 Impfungen. Zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat wird die 4. Impfung vorgenommen. Kinder zwischen 5 und 6 Jahren bekommen die erste Impfauffrischung, und im Alter von 9 bis 17 Jahren ist die zweite Auffrischung zur Vorbeugung von Keuchhusten nötig.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© luna - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  25.02.2011; 08:56:54 Uhr



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