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Mumps - Besser bekannt als Ziegenpeter

Kinder und Mumps

Die Krankheit Mumps ist immer noch unter dem Namen Ziegenpeter bekannt. Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung. Diese Erkrankung ist sehr akut und verursacht eine Schwellung der Ohrenspeicheldrüsen und Fieber beim Kind. In manchen besonderen Fällen kann das Virus auch das Gehirn, die Bauchspeicheldrüsen oder die Hoden des Kindes befallen. Augen, die Niere, Gelenke, das Herz, die Schilddrüse und oder die Eierstöcke können in sehr seltenen Fällen betroffen sein. In Deutschland besteht für die Krankheit Mumps keine Meldepflicht. Lediglich in einigen Bundesländern ist eine Meldepflicht notwendig. Sobald Mumps in Gemeinschaftseinrichtungen wie beispielsweise Kindergärten oder Schulen auftritt, muss das örtliche Gesundheitsamt informiert werden.

 

 

Mumps Ursachen und Symptome

 


Die Ursache der Mumps Erkrankung liegt in den Viren diese werden auch Mumps-Viren genannt. Sie gehören zu den Paramyxoviren. Sobald eine Infektion ausgebrochen ist, kann die Krankheit ausbrechen. Nur Menschen können an Mumps erkranken, Tiere können sich nicht mit dieser Krankheit anstecken. Die Krankheit wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Dies findet über Husten und oder Niesen statt. Eine Ansteckung direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder über Küssen auch möglich. Wenn sich ein Kind mit der Krankheit angesteckt hat, dauert es ungefähr 12 bis 25 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Bevor die ersten Symptome beim Kind auftreten, können sich andere Kinder innerhalb der ersten 3 bis 7 Tage anstecken. Sobald die ersten Symptome aufgetreten sind, kann sich ein gesundes Kind immer noch bis zu 9 Tage lang am erkrankten Kind anstecken. In vielen Fällen ist ein Mensch nach einer Mumps Erkrankung immun gegen diese Krankheit. Dennoch gibt es Ausnahmen. In manchen Fällen ist eine zweite Erkrankung möglich. Dies kann auch im Erwachsenen Alter geschehen.

 

 

Bei ca. 40 Prozent der Fälle von einer Mumps Erkrankung werden keine Symptome beim Kind ausgelöst. Wenn ein Kind sich angesteckt hat, wird es über Beschwerden klagen und Fieber wird beim Kind auftreten. Die Ohrspeicheldrüsen werden beim Kind anschwellen. Befindet sich die Krankheit im Anfangsstadium, so fühlt das Kind Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein und Appetitlosigkeit. Nach ungefähr zwei Tagen schwillt die Ohrspeicheldrüse des Kindes an. Dann treten die ersten Schmerzen auf und die typischen Hamsterbacken bilden sich. Dabei wird das Ohrläppchen des Kindes angehoben. Teilweise kann es sein, das andere Speicheldrüsen und die Lymphknoten des Kindes anschwellen. Kauen und Kopfdrehungen bereiten dem Kind schmerzen. Je älter das Kind bei der Erkrankung ist, desto stärker nehmen die Symptome zu. Es ist möglich, dass die Krankheit unterschiedliche Symptome hervorruft und sämtliche andere Erkrankungen auslösen kann. In manchen Fällen ist es möglich, dass eine Meningitis auftritt. Wenn das kranke Kind über starke Kopfschmerzen klagt, kann dies ein Hinweis für eine Meningitis sein. Sollte ein erwachsener Mann an Mumps erkranken, besteht die Gefahr einer Hodenentzündung. Bei Jungen kommt diese Entzündung nicht vor.

 

 

Diagnose und Therapie bei einer Mumps Erkrankung

Sobald die ersten Anzeichen einer Mumps Erkrankung beim Kind erkennbar ist sollten Eltern mit dem Kind einen Arzt aufsuchen. Ein Arzt kann aufgrund der sehr typischen und äußeren Merkmale die Diagnose sehr schnell stellen. Wenn diese typischen Hamsterbacken beim Kind fehlen, so muss ein Blutbild gemacht werden, denn anhand des Blutbildes kann das Mumps-Virus festgestellt werden. In manchen Fällen ist ein Rachenabstrich nötig. Gewebeproben, Urin, Speichel oder Gehirnflüssigkeit können in Ausnahmefällen helfen die Mumps Erkrankung festzustellen. Diese Maßnahmen sind nur in sehr seltenen oder besonders schweren Fällen nötig. Die Entnahme solcher Proben ist bei einer normalen Mumps Erkrankung kaum nötig.

 

Die Krankheit Mumps kann nicht mit Medikamenten behandelt und oder geheilt werden. Die typischen Symptome wie Fieber und Schmerzen können mit Schmermitteln und fiebersenkenden Tabletten behandelt werden. Damit wird sich das Kind bald fühlen. Kühlende Umschläge können sehr hilfreich sein. Diese werden auf die Backen oder Ohren des Kindes gelegt. Die Schwellungen in den Ohrendrüsen kann so etwas zurückgehen. Wenn eine Hirnhautentzündung auftreten sollte, so muss das Kind umgehend in einem Krankenhaus behandelt werden. Das Kind sollte Bettruhe unbedingt einhalten und sich schonen.

 

 

Die Ohrspeicheldrüsen des Kindes können mit Umschlägen gekühlt werden. Besonders wichtig ist, dass das Kind viel Flüssigkeit, Wasser oder ungesüßten Tee und breiige Nahrung zu sich nimmt. Das Kind soll so lange isoliert liegen, bis die Drüsen abgeschwollen sind, so können sich andere Menschen nicht anstecken. Hygiene ist besonders wichtig, denn Eltern sollten weiter darauf achten, dass das Kind sich regelmäßig die Zähne putzt und eine Mundspülung zum Gurgeln nutzt. Wenn diese Behandlungen ausgeführt werden, geht es dem an Mumps erkrankten Kind schon bald wieder besser.

 

Mumps Vorbeugen

Eltern können Mumps durch eine Impfung vorbeugen. Das Kind bekommt ab dem elften Lebensmonat eine Impfung, die mit der Masern und Röteln Impfung erfolgt. Die zweite Impfung sollte spätestens bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes vorgenommen werden. Das Kind ist dann ausreichend vor Mumps geschützt.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© photofey - Fotolia.com

 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  27.03.2011; 18:03:28 Uhr



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