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Parotitis epidemica - Auch Mumps genannt
Bei der Krankheit Parotitis epidemica, auch Mumps genannt, handelt es sich um eine akute Viruserkrankung. Bei dieser Krankheit schwellen die Ohrenspeicheldrüsen des Kindes an und Fieber tritt auf. Bei schweren Fällen befällt das Virus die Bauchspeicheldrüsen, das Gehirn oder die Hoden des Kindes. In manchen Fällen der Erkrankung können auch die Nieren, Augen, Gelenke, die Schilddrüse, das Herz oder die Eierstöcke befallen sein. Für die Krankheit Mumps besteht in Deutschland keine allgemeine Meldepflicht. Lediglich in einigen Bundesländern muss die Krankheit gemeldet werden. Das zuständige Gesundheitsamt muss dann informiert werden wenn Parotitis epidemica in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kinderkippen usw. aufgetreten ist.
Parotitis epidemica Ursachen und Symptome der Krankheit
Ungefähr bei 40 Prozent der Fälle von Parotitis epidemica, werden keine Symptome bei dem betroffenen Kind ausgelöst. Sobald sich ein Kind mit Mumps angesteckt hat, wird es die ersten Beschwerden fühlen und Fieber wird sich bemerkbar machen. Nach einiger Zeit werden die Ohrspeicheldrüsen anschwellen, die Krankheit befindet sich somit im Anfangsstadium. Das erkrankte Kind wird Unwohlsein und Appetitlosigkeit fühlen und über Kopf- und Gliederschmerzen klagen. Nach ca. zwei Tagen wird die Ohrspeicheldrüse des Kindes anschwellen, die ersten Schmerzen werden erscheinen und die sehr typischen Hamsterbacken werden sich bilden. Durch das Anschwellen der Backen hebt sich das Ohrenläppchen des Kindes. Es ist möglich, dass sich die Lymphknoten und die Speicheldrüsen des Kindes anschwellen. Tritt die Krankheit mit zunehmendem Alter auf, desto stärker treten die Symptome auf. Die Krankheit kann unterschiedliche Symptome hervorrufen und dabei noch andere Erkrankungen auslösen. Bei manchen betroffenen Kindern kann eine Meningitis auftreten. Sobald das erkrankte Kind über sehr starke oder sehr starke Kopfschmerzen klagt, sollte eine Meningitis in Betracht gezogen werden. Wenn ein Mann an Parotitis epidemica erkrankt, besteht die Gefahr einer Hodenentzündung. Dies ist bei erkrankten Jungen nicht der Fall.
Diagnose und Therapie Parotitis epidemica
Wenn Eltern die ersten Anzeichen der Erkrankung bei ihrem Kind feststellen, sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird anhand der äußeren und doch sehr typischen Merkmale die passende Diagnose schnell stellen können. Ein Blutbild muss dann gemacht werden, wenn die Hamsterbacken beim Kind fehlen. Im Blut des Kindes kann das Mumps-Virus nachgewiesen werden. In einigen Fällen wird der Arzt einen Rachenabstrich durchführen. In einigen sehr wenigen Ausnahmefällen muss beim Kind eine Gewebeprobe, Speichel, Urin oder Gehirnflüssigkeit entnommen werden, um die Krankheit diagnostizieren zu können. Diese Maßnahmen sind jedoch bei einer harmlosen Form von Parotitis epidemica nicht notwendig, sondern werden nur bei sehr stark erkrankten Kindern vorgenommen.
Parotitis epidemica kann nach wie vor nicht mithilfe von Medikamenten geheilt oder behandelt werden. Alle Symptome werden mit Schmerz und fiebersenkenden Mitteln behandelt. Somit wird sich das Kind nach kurzer Zeit besser fühlen. Eltern können dem Kind kalte Umschläge auf die Backen und oder Ohren des Kindes legen, damit die Schwellungen in den Ohrendrüsen abnehmen können. Tritt beim Kind eine Hirnhautentzündung ein, so muss das Kind schnellstmöglich in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt werden. Es ist sehr wichtig, dass das kranke Kind sich schont und Bettruhe einhält. Das kranke Kind sollte viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee und weiche und breiige Nahrung zu sich nehmen. Eltern sollten sehr auf die Mundhygiene des Kindes achten. Regelmäßiges Zähneputzen und gurgeln mit einer Mundspülung sind wichtige Maßnahmen bei einer Mumps Erkrankung. Solange die Drüsen bei dem Kind nicht abgeschwollen sind, sollte es isoliert liegen, damit sich andere Menschen nicht an Parotitis epidemica anstecken können.
Parotitis epidemica
Eltern können Parotitis epidemica mithilfe einer Impfung vorbeugen. Das Kind kann ab seinem elften Lebensmonat eine Impfung bekommen, die mit der Masern und Röteln Impfung durchgeführt wird. Die zweite Impfung gegen Mumps sollte dann spätestens bis zum sechsten Lebensjahr also bis zur Einschulung des Kindes vorgenommen werden. Das Kind ist dann vor der Krankheit Parotitis epidemica geschützt.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 31.03.2011; 09:56:55 Uhr