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Lob und Belohnung in der Erziehung

Belohnung bei der Erzeihung Ein Lob ist eine Anerkennung von außen also ein Kompliment für eine erbrachte Leistung. Gerade in der Kindheit schließt ein Lob häufig auch eine Belohnung ein. Bei einem Lob handelt es sich somit eine immaterielle Anerkennung, eine Belohnung ist in der Regel eine materielle Anerkennung oder auch eine Auszeichnung in Form der Erfüllung eines Wunsches. Bei einem solchen Wunsch kann es sich beispielsweise um einen Ausflug aber auch um die Übernahme einer täglichen Pflicht handeln.

Sowohl das Lob als auch die Belohnung sollen das positiven Verhalten verstärken, damit dies jedoch erfolgt, sind bestimmte Richtlinien einzuhalten.

 

 

 

Lob - was zu beachten ist

 

Nur wenn das Lob richtig eingesetzt wird, erreicht es die gewünschte Wirkung. Zuviel Lob an der falschen Stelle oder aus dem falschen Grund kann sogar negative Auswirkungen haben. Ein Kind sollte nur für große aber auch kleine Erfolge gelobt werden, die es selbst erkämpfen musste. So ist natürlich ein Lob für eine gute Note in einer schwierigen Arbeit oder aber auch für einen sportlichen Erfolg sinnvoll, hingegen ist ein Lob für eine körperliche Entwicklung sei es zum Beispiel das Wachstum oder der Verlust eines Zahns unangebracht.

Trotzdem sollte das Kind nicht für jede gute Leistung übermäßig gelobt werden, dies könnte anderenfalls schnell zu einem übersteigerten Selbstbewusstsein oder einer Überschätzung der eigenen Leistungen führen. Um dies zu vermeiden sollte das Lob nur ausgesprochen werden, wenn das Kind sich für die Erreichung des Ziels sehr anstrengen musste.

 


 

Wenn dann aber ein Lob ausgesprochen wird, sollte dies möglichst konkret erfolgen, eine einfache Bestätigung der guten Leistung ist in den meisten Fällen nicht so effektiv wie bestimmte Details besonders zu loben. Im Zusammenhang mit dem Loben sind somit allgemeine Floskeln zu vermeiden.  Außerdem sollte das Lob ohne jegliche Einschränkung ausgesprochen werden, auch eigene Teilleistungen zum Erfolg sind nicht in den Vordergrund zu stellen. Gerade Eltern die beispielweise mit ihren Kindern gelernt haben neigen zum Teil dazu auch ihren Beitrag am Erfolg zu erwähnen.

Dieses eingeschränkte Lob hat aber im Vergleich zu einem Lob ohne Einschränkung den Nachteil, dass das Kind nicht davon ausgehen wird, dass es die Leistung zu 100 Prozent selbst erbracht hat. Dies verhindert die Entwicklung der Selbständigkeit und mindert auch das persönliche Erfolgserlebnis. Neben den Erfolgserlebnissen wird ein Kind in seinem Leben auch häufig mit Misserfolgen konfrontiert. Auch in solchen Fällen kann aber auch ein Lob für die Mühe angebracht sein, natürlich ist dabei aber darauf zu achten, dass das Lob beim Kind richtig ankommt. So ist es beispielsweise auch denkbar ein unsportliches Kind für das Durchhalten bei einem Wettkampf zu loben, Lob sollte nicht nur den Erstplazierten gelten. Neben der Anstrengung sollte auch jeder Fortschritt gelobt werden, ein Kind stetig für eine Sache auf dem selben Niveau zu loben wirkt nicht mehr echt.

Ob das Lob öffentlich oder im privaten Bereich ausgesprochen werden sollte, ist von dem Kind abhängig. Gerade Kindern, die ungern im Mittelpunkt stehen, ist öffentliches Lob beispielsweise vor der Klasse eher unangenehm, bei anderen Kindern hingegen verstärkt sich dadurch sogar der Effekt. Je nach Charakter des Kindes kann also öffentliches Lob als Ansporn oder als Hemmnis wirken.

 

 

 

Belohnung als Verstärkung des Lobes

 

Zusätzlich zum Lob kann auch eine Belohnung erfolgen. Eine Belohnung sollte jedoch immer angemessen sein. Beispielsweise ist es denkbar dem Kind für eine gute Zensur zum Abendbrot sein Lieblingsessen zu kochen, von hochwertigen Geschenk ist jedoch eher abzuraten. Hingegen kann für ein Verbesserung der Zeugnisnote in den unbeliebten Fach schon mal ein größerer Wunsch erfüllt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass nicht jedes Lob mit einer Belohnung einhergeht. Anderenfalls bemüht sich das Kind unter Umständen nicht mehr für den Erfolg sondern einzigst für die Belohnung. Im schlimmsten Fall erpresst es quasi die Eltern und bemüht sich nur noch, wenn es als Gegenzug eine Belohnung erhält. Eine solche negative Entwicklung führt dann gerade im Erwachsenalter zu vielen Schwierigkeiten, da dann im Berufsleben im Gegensatz zur Kindheit ein gewisser Erfolg vorausgesetzt und nicht zusätzlich belohnt wird.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

Dr. Nardina Alongi

© Digitalpress - Fotolia.com

 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  23.02.2010; 14:11:30 Uhr



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