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Die Wichtigkeit der Anschlussbehandlung (AHB) an eine Kur zur Gewichtsabnahme

Sehr viel Gewicht abzunehmen erfordert eiserne Disziplin und eine konsequente Umstellung der bisherigen Lebensgewohnheiten. Es ist nicht nur mit einer Ernährungsumstellung getan. Vielfach haben Menschen mit hohem Übergewicht eine Reihe von Grunderkrankungen, die teils chronisch geworden sind und der ärztlichen Behandlung bedürfen. Das reicht von Gelenkerkrankungen über Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes bis hin zu bereits durchgemachten Infarkten.

 

Daher liegt es auf der Hand, dass während, aber auch nach einer drastischen Reduzierung des Körpergewichts, weiterhin eine gute medizinische Behandlung gesichert sein muss. Insbesondere ist eine Anschlussbehandlung nach einer verordneten oder privat durchgeführten stationären Kur zur Reduzierung des Gewichts sehr wichtig. Wurde die Kur über die Krankenkasse beantragt und auch genehmigt, so werden meist von der Kurklinik bereits die nötigen Empfehlungen für eine weitere Behandlung gegeben. Eventuell bieten die Krankenkasse weitere Programme für die Anschlussbehandlung an.

 

Eine Anschlussbehandlung kann die weitere Durchhaltung der Lebensumstellung und Ernährungsumstellung beobachten und beratend eingreifen, sie kann aber auch der Behandlung von festgestellten Krankheiten oder Krankheitsrisiken durch das Übergewicht dienlich sein. Neben der körperlichen Behandlung ist als Anschlussbehandlung vielfach auch psychotherapeutische Behandlung sinnvoll.


Beobachtung von Gewichtsabnahme und gesundheitlichen Veränderungen

Während der Anschlussbehandlung nach einer Kur - ambulant oder stationär - für eine Gewichtsreduktion sollte mit dem Mediziner und Ernährungsberater jeweils das Integrieren der Maßnahmen aus der Kur in den häuslichen Alltag besprochen werden. Sind Gelenkschädigungen durch das Übergewicht und andere Voraussetzungen fortgeschritten, können eine entsprechende Reha und Krankengymnastik, wie auch andere Anwendungen verordnet werden. Die Anschlussbehandlung ist besonders nach einer stationären Kur unerlässlich, auch wenn es eine private Kur war.

 

Oft neigen Betroffene nach einer solchen Kur dazu, sowohl die Einschränkung der Mahlzeiten wie den Sport zu übertreiben, um noch schneller weiter ihr Gewicht zu reduzieren. Das kann die Gesundheit beeinträchtigen, wenn durch das Übergewicht schon Vorschädigungen eingetreten sind. Auf der anderen Seite fällt es vielen Menschen schwer, das Gelernte im häuslichen und beruflichen Alltag weiter umzusetzen. Hier können Ärzte und Ernährungsberatung eine stützende Funktion einnehmen, den Patienten ermutigen, bremsen und gesundheitliche Schäden vermeiden.

 

Sehr wichtig ist vielfach die therapeutische Nachbetreuung. Viele Menschen haben sich den so genannten Kummerspeck angegessen. Sie haben Probleme nicht bewältigt. Eine Behandlung kann die weitere Durchführung erfolgreicher Maßnahmen zum Halten des erreichten Gewichts unterstützen. Die Aufarbeitung psychischer Probleme ist oft eine Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg.


Operative Eingriffe im Rahmen der Anschlussbehandlung (AHB)

Bei großen Verlusten an Körpergewicht kommt es vielfach zu so genannten Hautlappen an Körpersteller, wo zuvor starkes Fettgewebe war. Je älter die Behandelten bei der Kur waren, desto schwerer kann sich solches Gewebe wieder durch sportliche Aktivitäten und mehr zurückbilden. Aber auch sehr stark übergewichtige junge Patienten leiden teils nach einer Kur unter diesem Problem. Die leeren, einstigen Fettpolster sind natürlich ebenfalls eine große Belastung für den Patienten, der es gerade geschafft hat mit viel Willen und Arbeit an sich selbst dem Übergewicht zu Leibe zu rücken.

 

Sind die schlaffen Hautbereiche nicht sehr stark ausgeprägt, so können Sport und Massagen zur Reduzierung beitragen. Bei einer sehr starken Ausprägung sind jedoch operative Eingriffe erforderlich, die diese Hautlappen entfernen. Die Hautlappen sind nicht nur vom ästhetischen Standpunkt eine lästige Erscheinung, sie leisten auch Entzündungen darunter, Ekzemen und Pilzen Vorschub. Eine solche Operation wird bei ausreichender Indikation in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Niemand muss sich also mit diesen unangenehmen Folgen der Abnehmkur abfinden.

 



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  04.10.2011; 13:38:21 Uhr



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