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Was versteht man unter Müttergenesungswerk?
Das Müttergenesungswerk wurde bereits im Jahre 1950 durch die Ehefrau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, von Elly-Knapp-Heuss gegründet. Auch heute noch ist die Frau des jeweiligen Bundespräsidenten die Schirmherrin des Müttergenesungswerkes. Es handelt sich dabei um den Zusammenschluss verschiedener Wohlfahrtsverbände, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Mütter in Deutschland gesund zu erhalten. Die einzelnen Verbände sind die Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Rote Kreuz, der Evangelische Fachverband für Frauengesundheit und die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung.
In Deutschland gibt es 1.400 Stellen, an denen sich Mütter wegen ihrer Gesundheit und wegen eventuell anstehender Kuren beraten lassen können. Hier können sie erfahren, wie sie ihren Antrag auf eine Kur stellen müssen, was mit ihrer Familie passiert, wenn sie weg ist und welche finanziellen Hilfen sie insgesamt beanspruchen kann. Hier kann sie sich auch beraten lassen, ob sie besser allein zur Kur fährt oder ob sie eine Mutter-Kind-Kur beantragt. Das Müttergenesungswerk wird überwiegend durch Spenden finanziert. Diese Spenden sind vor allen Dingen für sozial schwache Mütter gedacht, die dringend eine Kur benötigen, aber ihren Eigenanteil nicht finanzieren können.
Die passende Klinik finden
Das Müttergenesungswerk verfügt über 82 Kliniken, in den sechs Kliniken nur Mütter aufnehmen und 76 Kliniken, in denen die Mütter gemeinsam mit ihren Kindern aufgenommen werden. Hier wird nach dem Beratungsgespräch die passende Klinik ausgesucht, die am besten zu den Bedürfnissen der Mutter passt. Einige Mütter brauchen eine Kur, um sich gründlich zu erholen, um dem Druck, dem sie heute meist im Zusammenspiel mit Beruf und Familie ausgesetzt sind, weiter standzuhalten, oder aber, um eine spezielle Krankheit auszukurieren. Oft hilft auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern, dass sie an der häuslichen Situation etwas ändern, um sich das Leben etwas leichter zu machen. Hier findet sich für jede Mutter die passende Klinik.
Mütter haben oft keine Zeit für sich selbst
Was für andere Menschen meist selbstverständlich ist, dass sie sich auch einmal Zeit für sich selbst nehmen können, ist bei vielen Müttern nicht möglich. Sie sind heute in der Regel Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Zum einen gibt es viele alleinerziehende Mütter, die auch noch den Lebensunterhalt für sich und die Kinder verdienen müssen, zum anderen müssen sie, auch wenn sie nicht alleinerziehend sind, praktisch immer für die Familie da sein. Selbst wenn sie krank sind, haben sie oft nicht die Möglichkeit, sich richtig auszukurieren. Wenn sie selbst nicht berufstätig sind ist der Mann berufstätig und die Kinder verlangen ihr Recht. So geschieht es nicht selten, dass eine Mutter, die eigentlich wegen Krankheit im Bett liegen müsste, zumindest die nötigsten Arbeiten im Haushalt erledigt und den Kindern und dem Mann das Essen kocht.
Die Gesundheit bleibt auf der Strecke, die Krankheit wird verschleppt und wird in diesen Fällen meist von Mal zu Mal schlimmer. Oft kommen soziale Probleme hinzu, so dass es von äußerster Wichtigkeit ist, dass gerade diese Mütter einmal aus ihrem Alltag herauskommen, um sich zu erholen. Im Idealfall würde sie natürlich alleine zur Kur fahren, aber viele familiäre Situationen lassen dies nicht zu, so dass sie sich dann für eine Mutter-Kind-Kur entscheiden. In den Kliniken wird auf die psychischen Probleme der Mütter eingegangen und sie haben die Möglichkeit, sich mit anderen Müttern, die in ähnlichen Situationen sind, auszutauschen. Die Kinder werden weitgehend betreut. Da die Mütter aber in den Kliniken ansonsten nicht arbeiten brauchen, haben sie zwischendurch Zeit, sich mit Muße um die Kinder zu kümmern.
Die Mütter können sich allerdings wegen der Betreuung der Kinder ganz ihrem eigenen Programm widmen. Falls bei den Kindern auch Krankheiten vorhanden sind, werden diese gleich mitbehandelt. Das Müttergenesungswerk setzt sich für alle Mütter ein, ob sie sich nun entscheiden, sich alleine einer Kur zu unterziehen oder aber sich für eine Mutter-Kind-Kur entscheiden. Ein Abstand von der häuslichen Umgebung kann in vielen Fällen Wunder bewirken, so dass die Mütter, die sich einer Kur unterzogen haben, oft ausgeruht nach Hause kommen und durch die Erfahrungen, die sie während der Kur gemacht haben, auch nach der Kur besser in der Lage sind, den mehrfachen Stress zu bewältigen.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 13.10.2011; 23:44:45 Uhr