Newsletter abonnieren.
Wann wird eine Mutter-Kind-Kur notwendig?
Die meisten Mütter sind mehreren Belastungen gleichzeitig ausgesetzt. Sie müssen Geld hinzuverdienen oder aber sogar als Alleinerziehende selbst das Geld für sich und die Kinder verdienen, dazu den Haushalt und die Kinder versorgen. Viele Frauen sind diesem Druck nach einer gewissen Zeit nicht gewachsen und leiden meistens sogar nach kurzer Zeit an mehreren Krankheiten. Dabei handelt es sich meist um psychische Erkrankungen oder aber um Erkrankungen des Bewegungsapparates. Vor allen Dingen alleinerziehende Mütter haben, wenn sie dann zur Kur sollen, das Problem der Unterbringung der Kinder. Gerade in solchen Fällen ist eine Mutter-Kind-Kur die ideale Lösung.
Oft ist es ja auch so, dass die Kinder selbst irgendwelche Erkrankungen, wie Allergien und dergleichen haben, so dass es auch ihnen gut tut, wenn sie mit der Mutter zur Kur fahren. Allerdings ist es nicht notwendig, dass die Kinder erkrankt sind, sie können auch ohne Erkrankungen mit der Mutter zur Mutter-Kind-Kur fahren. Durch die Bewilligung von Mutter-Kind-Kuren, die zum größten Teil durch die Krankenkassen bezahlt werden, hat sich herausgestellt, dass die Mütter, die eine solche Kur in Anspruch genommen hatten, später weniger erkrankten und demzufolge den Krankenkassen wieder Geld einsparten.
Wie erhält man eine Mutter-Kind-Kur
Wenn ein Arzt es für notwendig hält, dass eine Mutter zur Mutter-Kind-Kur fährt, gibt es bei den Krankenkassen einen Antragsvordruck. Nach Überprüfung entscheidet die Krankenkasse, ob eine in der Regel dreiwöchige Mutter-Kind-Kur bewilligt werden kann. Die meisten Krankenkassen arbeiten mit bestimmten Kliniken zusammen, generell ist es aber möglich, in einer anderen geeigneten Klinik den Kuraufenthalt vorzunehmen. Der Termin sollte mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden, jedoch ist es nicht erforderlich, hierfür seinen Jahresurlaub zu opfern. Die Krankenkassen übernehmen den mit den Kliniken vereinbarten Betrag zuzüglich der An- und Abreise. Allerdings müssen die Mütter die gesetzlich festgelegte Selbstbeteiligung von 10,-- Euro selbst übernehmen. Für die Kinder fällt diese Selbstbeteiligung nicht an.
Sie fahren umsonst zur Mutter-Kind-Kur. Falls die Mutter nicht in der Lage ist, die Selbstbeteiligung zu zahlen, hat sie die Möglichkeit, sich an eine der Stellen zu wenden, die mit dem Müttergenesungswerk zusammenarbeiten, um dort einen Zuschuss zu erhalten. Da in der letzten Zeit häufig Anträge auf eine Mutter-Kind-Kur abgelehnt wurden, sollte man vom Arzt ein möglichst genaues Gutachten über vorhandene Erkrankungen ausstellen lassen. Hierdurch erhöhen sich die Chancen einer Bewilligung deutlich. Wenn der Arzt nur hineinschreibt, dass die Mutter unter Erschöpfungszuständen leidet, ist dies häufig nicht mehr ausreichend. Gegen eine Ablehnung sollte ein Widerspruch eingelegt werden. Wenn der behandelnde Arzt sich für eine Mutter-Kind-Kur ausspricht, ist sie in der Regel auch erforderlich. Hier sollten die Krankenkassen überlegen, wie oft sie sich schon durch die Bewilligung einer solchen Kur im Nachhinein Kosten erspart haben, da sich der Gesundheitszustand der Mütter während der Kur gebessert hat.
Nicht nur Mutter-Kind-Kur, auch Vater-Kind-Kur
Es gibt auch immer mehr Väter, die ausgelaugt sind und mit ihren Kindern zur Kur fahren möchten. Das ist heute kein Problem mehr. Viele Väter nehmen ja auch die Erziehungszeiten und oft ist es so, dass die Mutter der Hauptverdiener ist und der Vater sich mehr um Haushalt und Kinder kümmert. Auch gibt es immer mehr allein erziehende Väter. Nicht nur, dass die Väter während einer solchen Kur zur Ruhe kommen, sie können hier auch sehr viele Erfahrungen sammeln.
Durch den Austausch bei Gesprächen mit den Müttern, die dort eine Mutter-Kind-Kur machen und auch mit dem immer noch geringen Anteil an Vätern, die sich zu einer solchen Kur entschieden haben, können sie Erfahrungen sammeln, wie sie einiges an häuslichem Stress vermeiden können. In der Regel sind sie ja unerfahrener in Bezug auf Haushalt und Kindererziehung als die Frauen. Gerade aus diesen Gründen werden sie während der Kur sicherlich einige Tipps bekommen, wie sie sich das Leben erleichtern können. Gerade die alleinerziehenden Väter wollen versuchen, ihren Kindern gleichzeitig auch die Mutter zu ersetzen und setzen sich deshalb ganz besonderem Stress aus. Sie wollen alles hundertprozentig richtig machen, was jedoch nicht immer möglich ist. Hier sehen sie, dass auch Mütter nicht immer perfekt sind. Das wird ihre Situation sicherlich bedeutend erleichtern.
Heilpraktiker Felix Teske
© Anatoliy Samara - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 09.10.2011; 09:23:28 Uhr