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Wann sind orthopädische Rehabilitationen gegeben?
Nach Unfällen oder nach Operationen des Bewegungsapparates sind orthopädische Rehabilitationen gegeben. Hier gilt es, dem Patienten zu ermöglichen, trotz des geschehenen Unfalles oder der Operation am Bewegungsapparat sich möglichst normal wieder bewegen zu können. Hier werden medizinische Bäder, verschiedene Bewegungsübungen, Bestrahlungen und dergleichen angeboten, die es bei regelmäßiger Anwendung dem Patienten ermöglichen, sich möglichst uneingeschränkt bewegen zu können. Außerdem werden Gespräche mit dem Patienten geführt, denn oft kommen auch seelische Probleme hinzu. In diesen Gesprächen sollen die Patienten lernen, mit einer möglichen körperlichen Einschränkung besser leben zu können. Sie sollen lernen, dass das Leben beispielsweise mit einer Hüftprothese nicht minderwertig wird.
Denn gerade bei den heutigen Operationstechniken ist es eigentlich sehr einfach, sich mit einer künstlichen Hüfte normal zu bewegen und sich auch wieder sportlich zu betätigen, auch wenn hierbei einige Einschränkungen zu beachten sind. Der Patient muss sich eventuell andere Sportarten aussuchen, als die, die er bisher betrieben hat. Bei übergewichtigen Patienten wird bei der orthopädischen Rehabilitation auch ein Ernährungsplan aufgestellt, gerade wenn es sich um Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Beine handelt. Denn hier bei solchen Beschwerden kann es nur förderlich sein, wenn der Patient sein Übergewicht verliert, damit die Gelenke nicht mehr so stark belastet werden.
Bei Patienten, die zum Beispiel am Ellenbogen oder an anderen Stellen des Armes operiert wurden, weil eventuell Brüche oder dergleichen vorhanden waren, lernen hier, die Arme weitgehend normal zu bewegen. Die orthopädischen Rehabilitationen bewirken, dass die Patienten sich nach erfolgter Rehabilitation wieder vollkommen normal und ohne Einschränkungen bewegen können. Der Patient wird durch leichte Übungen, die sich mit der Zeit immer mehr steigern, an seine Beweglichkeit herangeführt. Bestrahlungen, medizinische Massagen, Lymphdrainagen und dergleichen sorgen für das Wohlbefinden des Patienten. Außerdem sind diese Maßnahmen ebenfalls für das Wiederherstellen der Beweglichkei t förderlich.
Die Seele spielt eine wichtige Rolle
Bei den Gesprächen, die während der orthopädischen Rehabilitation geführt werden, handelt es sich um Gruppen- oder auch um Einzeltherapien. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Hierbei werden die seelischen Probleme, die durch die körperliche Beeinträchtigung entstanden sind, behandelt. In vielen Fällen ist es einfach eine innere Blockade, dass der Patient nicht wieder auf die Beine kommt. Erst wenn diese überwunden ist, kann mit der eigentlichen orthopädischen Rehabilitation begonnen werden. Denn wenn der Patient blockiert, helfen die Übungen nicht und die Bewegungseinschränkungen bleiben bestehen. Gerade auch für die Seele ist es auch wichtig, dass der Patient bei einer orthopädischen Rehabilitation auf andere Menschen trifft, die Ähnliches erlebt haben.
Wenn er sieht, wie es diesen mit der Zeit immer besser geht und sie sich immer besser bewegen können, wird ihn das anspornen und es wird nicht lange dauern, bis er sein Leiden akzeptiert hat und mit den Übungen zur Linderung oder aber zur Wiederherstellung der Beweglichkeit beginnen kann. Für jeden Patienten wird nach der Voruntersuchung ein spezielles Programm zusammengestellt, um möglichst große Erfolge zu erzielen. Bei diesen Eingangsuntersuchungen wird insbesondere auch Rücksicht auf den seelischen Zustand des Patienten genommen und je nach seiner körperlichen und seelischen Verfassung wird der Therapieplan aufgestellt.
Wer bezahlt die orthopädischen Rehabilitationen
Bei der Bezahlung sieht es eigentlich ähnlich aus, wie bei anderen Rehabilitationen auch. Ein Arzt diagnostiziert das bestehende Leiden und wenn eine ambulante Rehabilitation keinen Erfolg bringt, erfolgt die Vorordnung einer klinischen Rehabilitation. Es wird ein Antrag bei der Krankenkasse und bei der Rentenversicherung gestellt. Bei Unfallgeschädigten kommt auch oft eine Unfallversicherung oder aber die Versicherung desjenigen für die Kosten auf, der den Unfall verursacht hat. Der Patient zahlt in der Regel nur seine Eigenbeteiligung von 10 Euro, allerdings auch nur für 42 Tage im Jahr.
Hierbei werden Krankenhausaufenthalte ebenfalls mitgerechnet. Empfänger von Sozialleistungen oder mit sehr geringem Einkommen brauchen auch hier keine Eigenbeteiligung zahlen. Das gleiche gilt für Kinder und junge Erwachsene, die noch bei ihren Eltern versichert sind. Da die meisten Träger die Kosten für einen längeren Klinikaufenthalt immer öfter ablehnen, werden gerade im Bereich der orthopädischen Rehabilitation immer mehr Angebote unterbreitet, die sich auf ambulante Rehabilitationen spezialisiert haben. Hier werden die Patienten tagsüber behandelt und gehen abends wieder nach Hause, um dort die Nacht zu verbringen.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 09.10.2011; 09:17:19 Uhr