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Musiktherapie - Musik in der Gesundheit

Musiktherpie Nach der Sprache ist die Musik eine der wichtigsten auditiven Kommunikationsmöglichkeiten. Musik ist, seit es sie gibt, mit Wohlbefinden verbunden. Im Alltag dient sie der Entspannung und dem Ausdruck der eigenen Emotionen. Mit Musik wird aber nicht nur passives Zuhören verbunden, sondern auch aktive Bewegung. Tanzen zu Musik ist eine Form, Gefühle auszudrücken und hat eine wichtige soziale Komponente. In der Musiktherapie wird das Musizieren und der Gebrauch von Instrumenten als Ausdrucksform zur aktiven körperlichen Therapie genutzt.

 

Was ist Musiktherapie?

In der Musiktherapie wird Musik innerhalb einer Therapie gezielt zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit auf geistiger, seelischer und körperlicher Ebene eingesetzt. Man unterteilt die Musiktherapie in die rezeptive und die aktive Richtung. In der rezeptiven Therapie werden durch emotionale Spannungen durch Zuhören gelöst und der Patient lernt passiv, seine Genuss- und Erlebnisfähigkeit zu erweitern. Bei der aktiven Musiktherapie wird der Patient zum aktiven Musizieren motiviert und aufgefordert, hierbei seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Beide Stilrichtungen können sowohl in Einzeltherapien als auch als gruppentherapeutische Sitzungen durchgeführt werden. Die Musiktherapie ist eine Form der Psychotherapie und ein eigenständiger Forschungs- und Lehrzweig.

Anwendungsgebiete der Musiktherapie

Um den Hintergrund der Musiktherapie zu verstehen, muss man erst etwas über die psychischen und physischen Auswirkungen der Musik auf den Menschen wissen. Musik besteht aus den Faktoren Zeit, Klang, Kraft und Form. Generell kam man Musik in zwei Formen unterscheiden, die Reaktion des menschlichen Körpers auf diese beiden Arten von Musik sind konträr. Bei der sogenannten ergotrophen Musik werden harte Rhythmen, ein schnelles Tempo, meist die Dur-Tonart und Dissonanzen verwendet, sie ist zudem laut. Ein Beispiel hierfür wäre die Rockmusik.

 

Die physischen Reaktionen auf ergotrophe Musik sind Blutdruckerhöhung, Beschleunigung der Atem - und Pulsfrequenz, Erweiterung der Pupillen und Erhöhung des Hautwiderstandes, also eine Erregung des Nervensystems.  Bei der entgegengesetzten Richtung, der troptrophen Musik, findet man dagegen einen langsamen Rhythmus, sie ist in Moll gehalten und kennzeichnet sich durch viele Harmonien und ist leise. Hier wäre ein typisches Beispiel Einschlaflieder für Kinder. Die Wirkung der tropotrophischen Musik auf den Körper wird mit Steigerung der Hirndurchblutung, Verlangsamung von Atmung und Puls, Blutdrucksenkung, Entspannung der Skelettmuskulatur, Pupillenverengung und geringerem Hautwiderstand beschrieben.

 

Es handelt sich also um eine Entspannung des Nervensystems. Als besonders angenehm wird ein Rhythmus empfunden, der der Physiologie des Körpers entspricht, das normale Verhältnis zwischen Atem und Pulsfrequenz beträt beim gesunden Menschen 4:1, was in der Musik dem 4/4 Takt entspricht. Dieses Grundlagenwissen ist wichtig für den richtigen Einsatz der Musiktherapie. Die Musiktherapie hat durch ihre einfachen Anwendungsmöglichkeiten ein weit gefächertes Einsatzgebiet und wird in eine aktive und eine passive Anwendung unterteilt.

Die passive bedeutet reines Zuhören, bei der aktiven werden die Patienten zum Musizieren motiviert. Die Möglichkeit eines Einsatzes dieser Therapieform reicht von psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen über Traumabewältigung bis hin zur Behandlung von chronischen Schmerzen. Bei geriatrischen Patienten dient sie sowohl als Entspannungsübung wie auch zur Verbesserung der Beweglichkeit und Aufrechterhaltung der Koordinationsfähigkeit. Bei komatösen Patienten oder Menschen im sogenannten Wachkoma zielt die Anwendung von Musiktherapie auf die Herstellung einer auditiven und emotionalen Verbindung zur Umwelt aus. Entwicklungs- und Verhaltensstörungen werden oft mit der aktiven Variante der Therapieform behandelt.

 

Ausbildung zum Musiktherapeuten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung zum Musiktherapeuten. An Fachhochschulen gibt es seit 1979 einen eigenen Studiengang für die Ausbildung. An Universitäten kann man Musiktherapie als Schwerpunktbereich in einem anderen Studienfach, zum Beispiel der Heilpädagogik, studieren. Bei diesem Weg fehlen jedoch wichtige Praxiserfahrungen, die später in Praktika nachgeholt werden müssen.

 

Auch an der Universität der Künste kann man ein Studium zum Musiktherapeuten absolvieren, hier ist jedoch die Voraussetzung, ein mindestens dreijähriges abgeschlossenes musikalisches, pädagogisches, psychologisches oder medizinisches Studium nachweisen zu können. Bei allen Varianten ist Bedingung, mindestens zwei Instrumente zu beherrschen und eine Prüfung in einem Instrumentalfach abzulegen. Alle Ausbildungsgänge sind kostenpflichtig. Musiktherapeuten sind in der Regel nicht in eigener Praxis tätig. Sie sind meist in Krankenhäusern oder Reha-Kliniken tätig, finden aber auch ihren Einsatz in sozialpädagogischen oder pädagogischen Einrichtungen, entweder angestellt oder freiberuflich.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Fotoimpressionen - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  26.08.2011; 15:19:03 Uhr



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