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Schlaf-Apnoe-Syndrom

Schlaf-Apnoe-Syndrom Das Schlaf-Apnoe-Syndrom ist im Volksmund vor allem durch starkes Schnarchen bekannt, wobei dies nur eins der sehr zahlreichen Symptome ist. Hauptsächlich treten beim Schlaf-Apnoe-Syndrom nämlich Schwierigkeiten in der Sauerstoffversorgung während des Schlafs auf, die sich in häufigen und ungewöhnlich langen Atempausen äußern.

Bleibt dieses Problem unbehandelt, kann es ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, die in extremen Fällen sogar zum Tod führen. Um die Eigenheiten dieser Krankheit näher zu beschreiben und Betroffenen eine Informationsmöglichkeit bieten zu können, wird das Schlaf-Apnoe-Syndrom nun etwas detaillierter vorgestellt.

 

 

Schlaf-Apnoe-Syndrom - Ursachen

 Für das Schlaf-Apnoe-Syndrom kennt man heute zwei große Ursachen, wobei die Abschlaffung der Muskulatur im Halsinnenraum in 90% der Fälle der Auslöser ist. Durch diesen Umstand werden die Atemwege verschlossen, was zu einem Anstieg der CO-Konzentration bei weiter sinkendem Sauerstoffgehalt führt.

Die letztendliche Folge besteht darin, dass man hyperventiliert, einen stark erhöhten Herzschlag aufweist und trotzdem nicht aufwacht. Die Gründe, warum es zu dieser Art von Schlaf-Apnoe-Syndrom kommen kann, sind vielschichtig, wobei man sagen kann, dass Fettleibigkeit eine der bedeutendsten Ursachen ist. Weitere Gründe liegen in eventuellen Nasenpolypen oder vergrößerten Rachenmandeln, die die freien Atemwege verschließen.

 

Die zweite große Ursache für das Schlaf-Apnoe-Syndrom ist eine dauerhafte Sauerstoffunterversorgung in den Lungenbläschen, die durch eine Funktionsstörung der Atemmuskulatur entsteht. Dies tritt vor allem in Verbindung mit chronischen Erkrankungen der Lunge auf. Wer unter Herzinsuffizienz leidet, kann ebenfalls an dem Schlaf-Apnoe-Syndrom erkranken, was ja im Regelfall oftmals mit starkem Übergewicht einhergeht.

 

 

 

 

Symptome des Schlaf-Apnoe-Syndrom

 Das Schlaf-Apnoe-Syndrom bringt eine Reihe von Beschwerden mit sich, die eine sehr einschneidende Wirkung auf den Alltag des Betroffenen haben können. Bekannte Symptome sind beispielsweise eine chronische Tagesmüdigkeit, die sogar zu kurzen Einschlafphasen führen kann und auch starke Kopfschmerzen am Morgen. Wer in einem Beruf arbeitet, der besondere geistige Anstrengungen mit sich bringt, wird an sich selbst Konzentrationsstörungen bemerken und feststellen, dass die allgemeine Leistungsfähigkeit stetig abnimmt.

Nach einer gewissen Zeit können sich auch noch Depressionen und Potenzstörungen einstellen, wobei vor allem die Depressionen oft für weitere psychosomatische Krankheiten sorgen.

 

Die direkt zu erkennenden Symptome beim Schlaf-Apnoe-Syndrom äußern sich vor allem in lautem Schnarchen, Atempausen und Hyperventilation im Schlaf, was normalerweise eher von Verwandten im nächsten Umfeld bemerkt wird. Entsprechende Anmerkungen des Ehepartners können also ein sehr genauer Hinweis sein, dass man am Schlaf-Apnoe-Syndrom leidet und etwas unternehmen sollte, zumal das Schnarchgeräusch sehr große Lautstärken annehmen kann.

 

Bleibt die Krankheit lange unerkannt, kommt es zunächst zur Rechtsherzvergrößerung und später sogar zur Rechtsherzschwäche, was mit der Zeit mit der immer heftiger eintretenden Luftnot eine echte Einschränkung der Lebensqualität bedeutet und später sogar zum Tode führen kann.

 

 

Diagnose und Therapie des Schlaf-Apnoe-Syndrom 

 Die Diagnose ist beim Schlaf-Apnoe-Syndrom oftmals nicht allzu schwierig, denn die Symptome sind in ihrer Summe relativ eindeutig. Um ganz sicher zu gehen, gibt es allerdings einige Möglichkeiten, das Schlaf-Apnoe-Syndrom zweifelsfrei festzustellen. So kann der Betroffene durch eine Nacht im Schlaflabor entsprechend getestet werden, wobei vor allem die Häufigkeit und die zeitliche Länge der Atempausen in der Nacht gemessen wird.

Werden dabei nur 5 kurze Atempausen gemessen, liegt kein Schlaf-Apnoe-Syndrom vor, wohingegen bei 20 längeren Atempausen schnell etwas unternommen werden muss. Zusätzlich werden dabei im Regelfall auch noch die Hirn- und Herzströme gemessen, um eventuelle Unregelmäßigkeiten festzustellen.

 

Die Therapiemöglichkeiten in Bezug auf Schlaf-Apnoe-Syndrom hängen immer auch von den Ursachen der Erkrankung ab. In einigen Fällen lassen sich durch chirurgische Eingriffe wie zum Beispiel der Entfernung von Nasenpolypen oder vergrößerten Rachenmandeln Erfolge erzielen.

Bevor solche Eingriffe vorgenommen werden, setzt man jedoch auf Maßnahmen, die der Patient selbst sehr gut umsetzen kann, denn in vielen Fällen lässt sich die Situation bereits dadurch lindern, dass man seine Schlafzeiten regelmäßiger gestaltet, auf der Seite schläft und auf Alkohol und schwere Mahlzeiten vor dem Schlafen gehen verzichtet.

 


Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung einer Atemmaske, mit der man lernt, die Beschwerden des Schlaf-Apnoe-Syndroms während des Schlafens in den Begriff zu bekommen. Diese Atemmaske sorgt per Überdruck dafür, dass sich die Atemwege nicht verschließen können und somit das Schnarchen und auch das Hyperventilieren verhindert wird.

Es gibt sowohl Atemmasken, die nur die Nase bedecken, als auch Vollgesichtsmasken, die je nach Beschwerdegrad eingesetzt werden. Da der Umgang mit diesen Masken anfangs recht umständlich und neu ist, erhält man eine entsprechende Hilfestellung im Umgang und der dauerhaften Handhabung.

 

Prophylaxe Schlaf-Apnoe-Syndrom

 Die beste vorbeugende Maßnahme gegen das Schlaf-Apnoe-Syndrom ist die Reduzierung des eigenen Übergewichts, denn das stellt eindeutig den größten Risikofaktor da. Wer darüber hinaus auch noch die Seitenlage beim Schlafen bevorzugt, betreibt bereits eine gute Prophylaxe gegen diese Erkrankung.

Ein weiterer wichtiger Schritt liegt in der Reduzierung des Alkoholkonsums am Abend, falls in diesem Bereich bisher entsprechende Verhaltensweisen üblich waren. Das Essverhalten sollte vor allem dahin gehend modifiziert werden, dass man keine schwer verdaulichen Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen zu sich nimmt, da dies den Schlaf zusätzlich belastet.

 

 

Das Schlaf-Apnoe-Syndrom sollte man auf jeden Fall ernst nehmen

 Auch wenn die Anfangssymptome beim Schlaf-Apnoe-Syndrom eher harmlos erscheinen, sollte man diese Krankheit auf keinen Fall unterschätzen, weil sie sonst ernsthafte Probleme mit sich bringen kann. Wer also von seinem Partner gesagt bekommt, dass er merkwürdig schnarcht, sollte sich vorsichtshalber von einem Arzt untersuchen lassen, der zweifelsfrei feststellen kann, ob man an einem Schlaf-Apnoe-Syndrom leidet oder nicht. Werden früh genug Maßnahmen getroffen, kann das Leiden gut unter Kontrolle bringen und muss nicht fürchten, das eigene Herz zu sehr zu belasten.

Eine gute Prophylaxe, die generell die Gesundheit fördert, ist die Reduzierung des eigenen Übergewichts. Unter dem Strich können hierbei also kleine Schritte helfen, das Risiko, im späteren Verlauf mit ernsthaften gesundheitlichen Einschränkungen leben zu müssen, zu senken.

 

© dieexklusiven - Fotolia.com

 




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