Naturheilkundler und Arzt – Helfer der Menschen
Über Jahrhunderte hinweg war die Naturheilkund e die einzige medizinische Grundlage. Das hat sich besonders in letzten 100 Jahren geändert. Heute vollzieht sich wieder eine Wende, neben den hochmodernen Behandlungsmethoden der entwickelten Schulmedizin, auch naturheilkundliche Erkenntnisse anzuwenden. Nicht nur die hohe Quote von Nebenwirkungsmöglichkeiten vieler Medikamente, Medikamentenskandale und so manche Unverträglichkeit lassen immer mehr Menschen den Weg zum Naturheilkundler nehmen. Inzwischen setzt sich auch unter Ärzten vielfach die Erkenntnis durch, dass es falsch ist, Naturheilkunde und Schulmedizin als einander konträr gegenüberstehende Heil- und Behandlungsverfahren zu sehen.
Viele Ärzte sind inzwischen dazu übergegangen, die Erfahrungen und Methoden der Naturheilkunde in ihre medizinischen Behandlungen mit einfließen zu lassen. Die Naturheilkunde selbst ist ein sehr umfassendes Gebiet. Sie umfasst viele Methoden, mithilfe der Pflanzenkunde, Erkenntnissen der Wirkung natürlicher Elemente, wie Wasser, und körpereigenen natürlichen Vorgängen die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Dabei stehen auch Pharmazie und Naturheilkunde, genau genommen, einander nicht gegensätzlich gegenüber. Immerhin werden viele der modernen hochwirksamen Medikamente auf der Basis von natürlichen Stoffen und ihrer Wirkweise entwickelt. Da viele natürliche Stoffe nicht endlos zur Verfügung stehen, werden dann vielfach die Wirkungen durch synthetische Nachahmung dieser Wirkstoffe ermöglicht.
Naturheilkunde und Alternativmedizin
Viele Menschen entscheiden sich heute lieber für den Weg zu einem Naturheilkundler oder dem Heilpraktiker anstelle der ärztlichen Praxis herkömmlicher Art. Im Idealfall finden Patienten, die gern mit den Mitteln der Naturheilkunde behandelt werden möchten, einen Arzt, der gleichzeitig Naturheilkundler ist. So können viele Behandlungsmöglichkeiten beider medizinischer Möglichkeiten miteinander verbunden werden. Umgekehrt wird ein verantwortungsvoller Naturheilkundler einen Patienten mit unklarer Diagnose und/oder Verdacht auf schwer wiegende Erkrankungen erst einmal zu einem Arztbesuch anzuregen versuchen, damit Leiden ausgeschlossen werden können, die einer operativen oder nur mittels bestimmter medizinischer Therapien behandelbar sind. Bei klarer Diagnose einer Erkrankung kann dann noch immer der Naturheilkundler neben der medizinisch grundlegenden Behandlung unterstützend und ergänzend Therapien anwenden, die hilfreich sind.
Grenzen der Naturheilkunde
Es gäbe nicht die moderne Medizin, Diagnostik und Pharmazie, wenn die Naturheilkunde die grenzenlos wirksame Methodik zur Behandlung von Krankheiten wäre. Der Naturheilkundler stößt an Grenzen. Umgekehrt stößt aber auch die Schulmedizin an Grenzen, wo eine Erkrankung oder Beschwerden vorteilhafter durch den Naturheilkundler behandelt werden können. Mit umfassender medizinischer Einsicht sollten immer beide Bereiche als einander ergänzend und ineinander greifend betrachtet und angewandt werden.
Patienten, bei denen ein chirurgischer Eingriff unumgänglich ist, werden beim Naturheilkundler den Rat erhalten, einen Arzt aufzusuchen. Nicht alles lässt sich durch natürliche Mittel heilen. Notwendige Impfungen sind unumstritten. Der Entwicklung dieser Impfstoffe sind die Eingrenzung und sogar Sieg über so manche Infektionskrankheit zu verdanken. Schwere Infektionen mit hoher Ansteckungsgefahr sind nicht nur meldepflichtig, sondern gehören auch in die konsequente medizinische Behandlung. In der Rekonvalenz nach Operationen, nach langwierigen Erkrankungen und Behandlungen, kann dagegen der zusätzliche Weg zum Naturheilkundler hilfreich sein, um die eigenen körperlichen Kräfte zu mobilisieren.
Zwischen den beiden Bereichen des Schulmediziners jeder Fachrichtung und des Naturheilkundlers sollte also kein strenger Strich gezogen werden. Sie können einander hervorragend helfen. Viele naturheilkundliche Therapien werden mittlerweile von zahlreichen Ärzten unterstützend angewandt. Naturheilkunde und Alternativmedizin wird oft nachgesagt, dass viele Wirkungen auf Placeboeffekten, Scheinmedikamenten und Scheinwirkstoffen, beruhen. Vielfach ist aber einfach die ganzheitliche Wirkung bestimmter Stoffe und Therapien beim Ineinandergreifen organischen und psychischen Reaktionen noch nicht ausreichend erforscht.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 17.07.2011; 10:36:14 Uhr