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Die Alternativmedizin besteht nicht nur aus Bachblütentherapie
Noch immer gibt es keine allgemein akzeptierte Definition von Alternativmedizin. Eine Definition der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Die Begriffe Alternativmedizin / Komplementärmedizin (CAM) umfassen ein breites Spektrum von Heilmethoden, die nicht Teil der Tradition des jeweiligen Landes sind und nicht in das dominante Gesundheitssystem integriert sind." Unter Alternativmedizin verstehen somit die Mediziner unterschiedliche Behandlungsmethoden zu den durch ein Studium erlernten Behandlungsmethoden, die so genannte Schulmedizin. Die Alternativmedizin wird zusätzlich zu den wissenschaftlich erlernten Behandlungsmethoden angewendet. Zu den alternativen Behandlungsmethoden zählen unter anderem Naturheilverfahren, Entspannungsverfahren, Körpertherapieverfahren und die sehr bekannten Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Akupunktur und Osteopathie.
Die Merkmale der Alternativmedizin
Bei den alternativen Heilmethoden ist das häufigste Merkmal wohl die Entdeckung eines Verfahrens im Alleingang durch einen Erfinder, welches das Fehlen von Nebenwirkungen und die Wirksamkeit bei vielen unterschiedlichen Krankheiten und Krankheitsstadien auszeichnet. Bezeichnet werden die Ansätze der Alternativmedizin auch mit natürlich, biologisch, alternativ, die Selbstheilungskräfte aktivierend oder ganzheitlich. Hiermit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Alternativmedizin eine Behandlung von Körper, Geist und Seele ist. Angeboten werden kann die Alternativmedizin sowohl von Ärzten, von Angehörigen anderer Heilberufe ( Heilpraktiker ) aber auch von Laien.
Häufig finden sich auch Therapieeinrichtungen die unterstützt werden durch soziale Einrichtungen oder Bewegungen. Oftmals zeigen diese Einrichtungen ihre kritische Einstellung gegenüber der Schulmedizin und nehmen großen Abstand von dieser. Dadurch dass die Alternativmedizin bei vielen Krankheitsbildern ähnlich angewendet kann, berufen sich die Anwender dieser Heilmethode häufig einzig und allein auf die Erfahrung die sie gesammelt haben. Im Gegensatz zur Schulmedizin gibt es keine Studien die belegen, dass die angewandten Heilmethoden der Alternativmedizin wirklich eine Heilung bringen.
Was ist eigentlich Homöopathie?
Die alternative Behandlungsmethode Homöopathie wurde im Jahr 1796 durch den deutschen Arzt Samuel Hahnemann vorgestellt. Der Leitsatz dieses Arztes lautete: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt." Damit ist gemeint, dass die Wirkung einer homöopathischen Medizin den Symptomen der Krankheit ähnlich sein muss, um diese zu heilen. Hierfür wird zum Herstellen einer Arznei der Ausgangsstoff mit Wasser oder Alkohol vermischt. Dies geschieht unter genauer Anleitung des Homöopathischen Arzneibuches. Hierin wird genau beschrieben wie man bei einer D1-, D2- oder einer C-Potenz vorgehen muss. Nicht nur das Mischen im Verhältnis 1:10 für die D1-Potenz muss genau eingehalten werden, auch das anschließende Klopfen auf einem Lederkissen ist wichtig. Um die D2-Potenz herstellen zu können, wird die D1-Potenz einfach wieder im Verhältnis 1:10, sprich mit neun Teilen Wasser oder Alkohol gemischt und erneut auf einem Lederkissen geklopft.
Die große Entdeckung Hahnemanns, die Homöopathie von allen anderen Heilmethoden unterscheidet, war folgende: Je häufiger eine Arznei potenziert wird, umso stärker ist ihre Wirkung. Der Vorgang: Ein Ausgangsstoff wird bei einer D-Potenz (Dezimal) im Verhältnis 1:10 verdünnt. Das heißt: Ein Teil Urtinktur, zum Beispiel von der Pflanze Arnica, wird mit neun Teilen Alkohol/Wasser gemischt. Anschließend und auch nach jeder weiteren Verdünnungsstufe wird die so gewonnene Ausgangsform des homöopathischen Mittels durch Klopfen auf ein Lederkissen 10 Mal verschüttelt. So entsteht die so genannte D1-Potenz. Gerade Arnica ist bei vielen Eltern sehr bekannt. Arnica soll verhindern, dass zum Beispiel blaue Flecken nach dem Fallen entstehen. Da diese alternative Medizin in Form von Globulis (kleine Kügelchen) leicht Kindern gegeben werden kann. Das Kind muss einfach die gegebenen Kügelchen unter die Zunge legen und dort zergehen lassen. Die Wirkung tritt sehr schnell ein.
Was versteht man unter Akupunktur?
Die meisten haben schon einmal etwas von Akupunktur gehört und wissen dass es sich bei Akupunktur um eine chinesische Medizin handelt. Mittlerweile wird Akupunktur aber auch häufig in Deutschland angewandt und findet gerade bei Gegner der Schulmedizin immer mehr Anhänger. Bei der Akupunktur werden verschiedene Nadeln in die für den Schmerz verschuldeten Erkrankungspunkte gestochen. Hierdurch soll erreicht werden, dass der Energiefluss der an den bestimmten Punkten gestört ist wieder ausgeglichen werden. Erwiesen ist auch bei der Akupunktur die Heilung nicht. Akupunktur wird bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern angewandt. Hierzu zählen Rückenschmerzen (auch verursacht durch Bandscheibenvorfälle), Migräne, Schmerzen durch Arthrose. Aber auch soll durch Akupunktur die Aufgabe des Rauchens erleichtert werden. Auch bei Schwangeren soll Akupunktur Erleichterung bringen oder aber auch die Wehen eingeleitet werden.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 26.07.2011; 18:59:33 Uhr