Suche

Suche

Newsletter abonnieren.

Ihre Daten

.

Blutegeltherapie – wieder von der Medizin gefragt

Das Blutegel schon vor sehr langer Zeit als Helfer der Medizin eingesetzt wurden, ist bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass bereits 1500 v. Chr. die Babylonier den Einsatz von Blutegeln in ihren alten Schriften erwähnten. Auch die alten Griechen kannten bereits die Behandlung mit den Blutegeln. Im 19. Jahrhundert wurden die Egel so massiv eingesetzt, dass die Art bedroht war. Inzwischen sind die natürlichen Vorkommen durch die moderne Landschaftsumgestaltung vielfach sehr dezimiert, sodass für medizinische Anwendungen die Blutegel teils gezüchtet werden.

 

Im Laufe der Jahre ging es mit der Blutegeltherapie wie mit vielen anderen alten Heilmethoden. Sie wurde durch die moderne Medizin stark in den Hintergrund gedrängt. Doch, ebenfalls wie so viele andere alte naturmedizinische Erkenntnisse fand sie wieder ihren Weg in die Medizin. Das geschah insbesondere in den letzten 20 Jahren des 21. Jahrhunderts. Ausgerechnet die hochmodernen Verfahren der Mikrochirurgie griffen wieder auf den tierischen Helfer, den Blutegel, zurück. Zum Lösen von Stauungen im Laufe von Transplantationen und anderen komplizierten Operationsverfahren, kam dem Blutegel plötzlich wieder eine große Bedeutung zu.

 

Hier fand also eines der uralten Therapieverfahren sogar Eingang in die Operationssäle und hochmoderne schulmedizinische Behandlungsverfahren. Damit hat die Blutegeltherapie eigentlich etwas geschafft, was sehr vielen naturmedizinischen Verfahren noch verwehrt ist.

 

Die Durchführung der Blutegeltherapie

Die Therapie wird heute von erfahrenen Therapeuten durchgeführt. Vor einer Behandlung sollten die Patienten weder Salben, Duschmittel und Ähnliches dort auftragen, wo die Egel angesetzt werden sollen. Die Haut wird zuvor gründlich gereinigt und desinfiziert. Zur Reduzierung von Keimen kommen die Egel zuvor eine Weile in kaltes, gereinigtes Wasser.

Die Egel werden dann entweder per Hand oder mithilfe eines Glases exakt an die richtige Stelle angesetzt. Die Egel saugen dann ungefähr 30 Minuten und fallen am Ende von allein ab. Wie viele Blutegel jeweils einem Patienten angesetzt werden, hängt davon ab, wie alt und wie schwer die Patienten sind. Ein weiterer Faktor ist natürlich die Art der Erkrankung und wie groß die Hautflächen sind, auf denen die Egel angesetzt werden sollten. Im Allgemeinen werden  bei chronischen Krankheiten weniger Egel angesetzt, dafür wird die Behandlung vielfach wiederholt. Für eine akute Behandlung sind teilweise mehr Tiere notwendig. Die folgende Pause ist dann in der Regel länger.

 

Eigentlich können die Egel am ganzen Körper zum Einsatz kommen. Allerdings werden oberflächlich liegende Venen, offene Wunden oder Hautstellen, die besonders empfindlich sind, von der Behandlung ausgenommen. Das es sich bei den Blutegeln um lebende Tiere handelt, reagieren sie natürlich auf vielerlei Einflüsse. So kann es vorkommen, dass sich bei manchen Patienten oder zu bestimmten Zeiten nicht ansaugen möchten. Dann wird der Therapeut die Blutegel mit geeigneten Methoden dazu animieren. Danach klappt das Saugen in der Regel immer.

Nach der Blutegeltherapie kann es zu Nachblutungen kommen. Soll entstaut werden, so wird der Therapeut das Nachbluten nicht künstlich stoppen. Die Patienten sollten sich ein wenig schonen.

 

Therapeutischer Einsatz und eventuelle Vorbehalte

Zum therapeutischen Einsatz kommen die Blutegel insbesondere bei Furunkeln, Gallenblasenentzündungen, der Gürtelrose, Hodenentzündungen, Hypertonie, Kampfadern, Mandelabszessen und Entzündungen der Nebenhöhlen, bei Rheuma, Thrombosen, Brustdrüsenentzündung und weiteren Erkrankungen, die eine Entstauung durch die Therapie angebracht erscheinen lassen. Die Blutegeltherapie wird sogar auch bei Depressionen und Tinitus vielfach zum Einsatz gebracht. Die Anwendungsgebiete für diese Therapie haben also ein ungeheuer großes Spektrum. Das Entstauen durch das Blutsaugen der Egel ist frei von Nebenwirkungen und sehr erfolgreich. Die Therapie hält sehr vielen anderen Methoden stand, ja kann ihnen sogar weit überlegen sein.

 

Manche Patienten können Vorbehalte haben. In etlichen Fällen gibt es einen Widerwillen oder Ekel gegen den Einsatz von Tieren, die am Körper saugen. Auch ist der Anblick der Blutegel nicht gerade sehr hübsch. Allerdings ist auch der Anblick einer Spritze nicht hübsch, von den Nebenwirkungen so mancher Behandlung ganz zu schweigen. Verspürt der Patient Widerwillen, wird der Therapeut dafür sorgen, dass nicht gerade auf die tätigen Egel gesehen wird. Das Gefühl während der Therapie ist eher erleichternd als unangenehm. Bei Einhaltung der therapeutischen und klinischen Hygienevorschriften besteht auch keine Infektionsgefahr.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




Social Bookmarks: Bookmark bei: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Yigg Add to: Linkarena Add to: Digg Add to: Del.icoi.us Add to: Diigo Add to: Technorati Add to: Folkd



Code Sie dürfen diese Seite gern mit folgendem HTML-Code verlinken und den Linktext natürlich auch ändern.



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  17.07.2011; 10:41:39 Uhr



Kommentar zu Blutegeltherapie – wieder von der Medizin gefragt?

Kommentar schreiben:





Sind Sie ein Mensch? Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Spamschutz versehen.

Damit Sie dieses Formular absenden können, müssen Sie die folgende Aufgabe lösen.





.
.

xxnoxx_zaehler