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Die Chiropraktik - Tätigkeit des Chiropraktikers
Gelenkschmerzen und Schmerzen, die durch Haltungs- und andere Schäden der Wirbelsäule verursacht werden, gehören zu den häufigsten Schmerzzuständen, unter denen Menschen leiden. Schmerzmedikamente wirken oft nur für begrenzte Zeit, der Auslöser der Schmerzen wird damit nicht beseitigt, sondern nur die schmerzhaften Symptome. Gerade im Bereich der Wirbelsäule kommt es oft zu Schmerzen, die durch einseitige Belastung, Haltungsschäden und mehr ausgelöst werden. Nicht selten liegen hier die Ursachen für Schmerzen an weiteren Körperstellen. So können Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule, Nerveneinklemmungen und Fehlstellungen Schmerzen in den unteren und oberen Extremitäten verursachen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und andere Symptome hervorrufen.
Die Chiropraktik beruht auf der Richtung von Gelenken und Wirbeln durch bestimmte Handgriffe. Das Handgriff-System wurde Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Kanadier Daniel David Palmer begründet. In Deutschland wird die Chiropraktik ausschließlich von Ärzten und Heilpraktikern mit spezieller Zusatzausbildung ausgeübt. Mit den speziellen Handgriff Techniken kann der Chiropraktiker Gelenkblockaden beseitigen, verschobene Wirbel, die schmerzhaft auf Nerven drücken, an ihre Stelle rücken und auch im Bereich der Muskeln und Sehnen schmerzhafte Einschränkungen der Funktion beheben.
Damit ist die Chiropraktik eine nicht medikamentöse Therapie gegen solche Schmerzen. Die Behandlung ist auch in den meisten Fällen schmerzfrei.
Durchführung einer chiropraktischen Behandlung
Bevor die Entscheidung für eine chiropraktische Behandlung fällt, muss die Ursache der Gelenk-, Rücken- oder sonstigen Schmerzen gründlich diagnostiziert werden. Es muss ausgeschlossen sein, dass andere organische, knochenspezifische oder nervliche Erkrankung vorliegt. Nicht möglich ist die Behandlung zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall, einer fortgeschrittenen entzündlichen Arthrose, Osteoporose und anderen Krankheiten. Auch der Arzt oder Heilpraktiker, der chiropraktisch behandelt, wird noch ein Gespräch und eine gründliche Voruntersuchung zum aktuellen Befund machen.
Am bekanntesten ist die Manipulationsbehandlung. Hier bewegt der Chiropraktiker die Gelenkflächen so zueinander, dass ein Gelenk wieder in die richtige Position gerückt werden kann. Ein gleiches Vorgehen wird mit bestimmten Handgriffen für die Behandlung der Wirbelsäule eingesetzt. Es kann bei dieser Behandlung zum leichten Knacken kommen, was jedoch nicht beunruhigen muss. Dieses leise Geräusch ist lediglich auf Gasansammlungen in der Flüssigkeit der Gelenke zurückzuführen. In den meisten Fällen spürt der Patient bereits nach der ersten Behandlung mit den chiropraktischen Griffen eine große Erleichterung und das Schwinden der Schmerzen. Vielfach sind Beschwerden völlig beseitigt.
Sollen Sehnen und Muskeln, also Weichteile, behandelt werden, so setzt der Chiropraktiker Massagen und Dehntechniken ein, die ebenfalls eine schnelle Linderung bringen. Hier ist oft eine etwas längere Behandlung nötig als beim reinen Einrenken. Vielfach wird dem Patienten noch eine Reihe von Ratschlägen für eigene Übungen zu Hause gegeben. Damit kann erneuten Problemen vorgebeugt werden. Zur Verbeugung gehören auch Tipps zu Bewegungsabläufen im Alltag, der Körperhaltung am Arbeitsplatz und vielleicht zur Ausübung eines geeigneten Sports. Dem Patienten wird auch geraten, wie er auf körperliche Signale achten kann, um neuerliche Beschwerden zu vermeiden.
Chiropraktik - begleitend und als Alleinbehandlung
Eine chiropraktische Behandlung ist somit für vielerlei Beschwerden bei den Gelenken, im Bereich der Wirbel, der Sehen und Muskeln eine sehr gute Alternative zu anhaltendem Konsum von Schmerzmitteln. Insofern ist die Behandlung für den gesamten Organismus sehr schonend, denn es werden nur die erkrankten Regionen direkt bei der Behandlung angesprochen. Bei bestimmten Erkrankungen kann die chiropraktische Behandlung auch durch eine gezielte Krankengymnastik noch begleitet werden. Bei Behandlung von Weichteilen, wie Muskeln und Sehnen, können zusätzlich auch noch Bestrahlungen, Salben oder Bandagen eingesetzt werden.
Nebenwirkungen durch Medikamente sind im Fall einer chiropraktischen Behandlung nicht zu befürchten. Wenn allerdings ein anderes Grundleiden des Patienten dem Chiropraktiker nicht mitgeteilt wurde oder keine gründliche Diagnose oder eine falsche Diagnose vorausging, so kann die Behandlung entweder nicht gewünschten Erfolg führen oder es kann nervliche oder schmerzhafte Nebenwirkungen geben. Wenn die Behandlung nach gründlicher Untersuchung eindeutig für sinnvoll erklärt und fachgerecht von einem ausgebildeten Chiropraktiker fachgerecht durchgeführt wird, ist dergleichen nicht zu befürchten. Wenn ein zugelassener Kassenarzt die Behandlung durchführt, wird die Behandlung bei erwiesener Empfehlung von der Krankenkasse bezahlt. Bei einem Heilpraktiker gilt die entsprechende Honorarordnung. Eine private Zusatzversicherung übernimmt vielfach Kosten beim Heilpraktiker.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 17.07.2011; 10:40:14 Uhr