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Fasten und Heilfasten

Die willentliche, völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmittel nennt man Fasten. Hierbei wird über einen bestimmten Zeitraum auf alle Speisen und Getränke komplett verzichtet. Dieser Zeitraum bewegt sich zumeist für einen oder mehrere Tage. Fasten beruft sich zumeist auf religiöse Hintergründe. In vielen Religionen gibt es bestimmte Tage oder Perioden des Fastens. Die Fastenzeit im Frühjahr ist vor allem im Christentum bekannt. In dieser Zeit soll 40 Tage gefastet werden um an Jesus Christus erinnert zu werden, der 40 Tage in der Wüste fastend und betend verbracht hat.

 

Die Fastenzeit im Frühjahr soll auch der Vorbereitung auf Ostern dienen. Dann gibt es noch die Buß- und Fastenzeit zu Advent und zu Ostern. Aber auch als Trauer oder vor einer Taufe wurde zur Christenzeit gefastet. Auf nicht religiöses Fasten bezieht sich das Heilfasten. Das Heilfasten soll zumeist zur Entschlackung, Entgiftung oder Regeneration des Körpers dienen. Um eine Änderung des Lebensstiles und eine Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten zu erreichen, kann das Heilfasten ein Impuls sein. Hiermit soll also eine seelische Reinigung erreicht werden.

 

Welche Arten des Fasten gibt es?

 


Beim Fasten wird entweder komplett auf Speisen, Getränke und Genussmittel verzichtet oder es wird teilweise verzichtet. Der teilweise Verzicht kann auch so aussehen, dass nur in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gegessen und getrunken werden darf. Beim Heilfasten gibt es viele verschiedene Arten des Fastens. Eine Fastenart nach dem deutschen Arzt Otto Buchinger sieht vor, dass neben Einläufen für die Darmreinigung Gemüsebrühen und Säfte zu sich genommen werden darf. Die Gemüsebrühe und die Säfte sollen für eine geringe Einnahme von Kalorien, Vitaminen und Mineralien sorgen, so dass die Belastung für den Stoffwechsel geringer ist. Zweimal täglich altbackene Brötchen mit ein wenig Milch gibt es beim Fasten nach Franz-Xaver Mayr.

 

 

Werden nur Obst- und Gemüsesäfte getrunken spricht man vom Saftfasten. Kombiniert man Gemüsebrühe mit Eiweißzusatz führt man die Markert-Diät durch. Auch gibt es die Möglichkeit sich beim Fasten nur mit Früchten, Gemüse, Kräuter und Nüsse zu ernähren. Dies wird dann das Früchtefasten genannt. Um große Eiweißverluste zu verhindern, kann aber auch ein eiweißergänzendes Fasten durchgeführt werden. Hierfür wird täglich ein Quantum Buttermilch oder ein Ulmer Trunk (spezielles Eiweißkonzentrat) dem Körper zugeführt. Dadurch kann der Körper mehr Fest als Eiweiß abbauen. Bekannt ist auch das Molke-Fasten. Bei dieser Fastenkur wird gänzlich auf feste Nahrung verzichtet. Über den Tag verteilt wird 1 Liter Molke für Eiweiß, 0,5 Liter Obstsaft für Vitamine, Mineralien und Kalorien sowie mindestens 3 Liter kohlensäurefreies Wasser  zu sich genommen.

 

 

Das Wasser soll neben der Reduzierung des Hungergefühles auch für die Entschlackung und Entgiftung getrunken werden. Um hierbei den Darm zu reinigen soll dann noch ein Glas von 0,2 Liter Sauerkraut- oder Pflaumensaft getrunken werden. Sauerkraut oder Pflaumen sollen dem Darm helfen sich zu reinigen und Schadstoffe im Körper zu entfernen. Ausschließlich Tee wird beim Teefasten getrunken. Hierbei wird nicht nur auf feste Nahrung sondern auch auf das Trinken von Säften verzichtet. Neben Tee darf aber noch kohlensäurearmes oder -loses Wasser getrunken. Diese Fastenform sollte aber mit dem Arzt besprochen werden, da diese nur vollkommen gesunden Menschen erlaubt wird. Abwechselnde Trinktage und Trockentage gibt es bei der Schrothkur. Hier werden spezielle salz-, fettlose und eiweißarme Speisen zu sich genommen. Bei der Schrothkur werden abwechselnd je zwei kleine und zwei große Trinktage abgehalten.

Was passiert beim Fasten und welche Nebenwirkungen hat es?

Der so genannte Hungerstoffwechsel wird vom Körper automatisch nach ein bis zwei Tagen ohne Nahrung aktiviert. Dieser bewirkt, dass so wenig Energie wie nur eben möglich ist, verbraucht wird. Beim Fasten sinkt der Kreislauf, der Blutdruck und das Herz wird entlastet. Außerdem wird der Körper entwässert und somit wird sogar eventuell das Atmen erleichtert. Da viele Mediziner das Fasten aber als starke körperliche Belastung ansehen, wird es wenn überhaupt nur ganz gesunden Menschen empfohlen. Da die Fett- und Eiweißreserven nach mehreren Tagen aufgelöst werden, sollte um den Muskelabbau zu vermeiden, Eiweiß zugeführt werden. Fastende verlieren pro Tag ungefähr 400 Gramm. Am Anfang einer Fastenkur ist dies aber vor allem Eiweiß und somit Muskelsubstanz, wenn diese nicht durch Eiweißaufnahme aufgefangen werden. Dieser Eiweißverlust kann aber auch bei kurzer Fastenzeit nach dieser gut ausgeglichen werden. Eine lange Fastenkur kann jedoch auch den Herzmuskel angreifen.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  26.07.2011; 18:17:53 Uhr



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