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Die Klimatherapie - Luft zum Leben

Klimatherapie Die Klimatherapie wird bereits, Mitte des 19. Jahrhunderts bis ungefähr im Jahre 1950 noch als Luftkur bekannt, viele Jahre erfolgreich bei Atemwegerkrankungen, aber auch bei Hauterkrankungen erfolgreich angewendet. Bereits der Schweizer Arzt Alexander Spengler fand, bevor er 1849 zurück in die Schweiz kam, heraus, dass das Hochgebirgsklima von Davos sich günstig auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkte und die Einheimischen von Tuberkulose verschont blieben. Nach der Tuberkulose werden auch heute noch in Davos in einem Fachkrankenhaus und der Rehabilitationsklinik erfolgreich Allergien, Haut-, Augen- und Atemwegerkrankungen behandelt. Patienten mit Atemwegerkrankungen, Hauterkrankungen, sowie Allergien werden, je nach Schwere und Art der Erkrankung von dem behandelnden Arzt oftmals für eine bestimmte Dauer in Kur geschickt.

 

Welche Arten der Klimatherapie gibt es und wie wirken sie?

Es gibt einmal das Meeresklima, hier sind besonders der hohe Salzgehalt und das Jod in der Luft eine hervorragende Therapie für Asthmatiker. Die Bildung zähflüssigen Schleims verringert sich und dadurch entstehen weniger Entzündungen. Allerdings sollten Schimmelpilz- und Hausstauballergien nicht an der See behandelt werden, da diese auch in der Luft enthalten sein können. Des Weiteren fördert es die Durchblutung und den Stoffwechsel und auch das Meerwasser hat bei Hauterkrankungen eine positive Wirkung auf die erkrankten Hautpartien. Da die Sonne sich positiv auf das Krankheitsbild auswirkt, sollten die Kuren vornehmlich in den Sommermonaten stattfinden und der Erkrankte sollte viel Zeit im Freien verbringen, um so viel Sonne und Seeluft wie möglich abzubekommen.


In Deutschland werden die Kuren meistens an der Küste oder auf den Nord- und Ostseeinseln durchgeführt. Das Mittelgebirgsklima ist aufgrund konstanter Luftfeuchtigkeit und geringen Temperaturschwankungen und kaum auftretenden Winden eine schonende Therapieform. Die Gebiete sind waldreich und dadurch schattig, sodass nicht so eine hohe Strahlung der Sonne gewährleistet ist. Für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nach langen, schweren Erkrankungen ist das ein ideales Klima und eignet sich besonders gut für empfindliche Menschen. Das Hochgebirgsklima weist eine hohe UV-Strahlung auf, diese kurbelt die Vitamin-D Produktion positiv an.

 

Die saubere Luft fördert die Durchblutung und Stoffwechsel. Der niedrige Luftdruck und die niedrige Luftfeuchtigkeit sind optimal bei Erkrankungen der Atemwege wie beispielsweise bei Bronchitis oder Asthma und auch bei Allergien. Das Immunsystem reagiert nicht mehr über und die Entzündungen nehmen ab. Darüber hinaus gibt es noch eine Sonderform der Klimatherapie, die sogenannte Höhlentherapie, die quasi wieder aufgelebt wurde. Diese Form der Therapie findet in Naturhöhlen oder ehemaligen Bergwerken statt. Allergiker und Atemwegerkrankungen, sowie Asthma werden hier mit einer Liegetherapie behandelt. Die Patienten liegen für eine bestimmte Dauer im regelmäßigen Rhythmus auf Liegen in der Höhle und die kalte, allergenarme Luft lindert merklich die Beschwerden.

 

Welche Krankheiten werden mit der Klimatherapie behandelt?

Die Klimatherapie wendet man gerne bei Atemwegerkrankungen, wie beispielsweise Bronchitis, immer wiederkehrende hartnäckige Erkältungskrankheiten, Asthma und Nasennebenhöhlenerkrankungen. Auch für Allergiker, wie Pollenallergiker, allergischem Asthma und andere Allergieformen wie Hausstaub-, Schimmelpilzallergien, kann eine positive Linderung festgestellt werden.

 

Hauterkrankungen, wie Neurodermitis und Schuppenflechte und Ekzeme werden ebenso mit einer Klimatherapie sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen der Gefäße, für die Erkrankten sind merkliche Linderungen erkenn- und spürbar. Des Weiteren werden auch Krebspatienten zur Erholung und Stärkung des Immunsystems, beispielsweise nach einer Strahlentherapie, eine Klimatherapie verordnet. Aber auch nach anderen langwierigen und schweren Krankheiten wird die Klimatherapie zu Erholungszwecken genutzt.

 

Wie erhält der Patient eine Klimatherapie?

Zunächst muss vom Arzt festgestellt werden, welcher Klimatyp bei der nachgewiesenen Krankheit Wirkung zeigen würde und wie belastbar der Patient ist. Bei Pollenallergien wird der Arzt sich in der Regel für eine Therapie während der Pollenflugsaison entscheiden. Daraufhin wird eine mindestens vierwöchige Klimakur vom Arzt verordnet, die Kosten werden teilweise oder vollständig von der Krankenkasse übernommen. Bei Erkrankungen wie Asthma und Neurodermitis kann sogar eine Kur von 2 - 3 Monaten verordnet werden.

Auch Kinder können ab dem 4. Lebensjahr eine Klimatherapie verschrieben bekommen. Die Klimatherapie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Auch wenn die Klimatherapie eine erfolgreiche Therapie ist, sollte trotzdem eine Ernährungsumstellung, medikamentöse und eventuell sogar eine psychologische Behandlung begleitend durchgeführt werden, dann wird man auch langfristig Erfolge erzielen können.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© HAL - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  14.08.2011; 11:05:09 Uhr



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