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Krankenhäuser und Kliniken

Krankenhaus und Heilkunde Klinik kommt aus dem griechischen und steht für eine Anstalt zur Behandlung bettlägiger Patienten und zum Teil gleichzeitigem Unterricht am Krankenbett. Ein Krankenhaus dagegen ist im ursprünglichen Sinn eine Einrichtung zur stationären Unterbringung von Kranken mit einem bestimmten Aufbau. Heute werden die beiden Begriffe als gleichbedeutend gesehen. Krankenhäuser sind moderne Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen und gehören zu den zentralen Säulen der Gesundheitsversorgung.

 

Wie ist ein modernes Krankenhaus aufgebaut?

Moderne Krankenhäuser sind alle von der Struktur ähnlich aufgebaut und verfügen über die wichtigsten Disziplinen zur Versorgung von Verletzten oder Kranken. Um kurze Wege der Notfallversorgung zu ermöglichen, sind die Notaufnahmen normalerweise im Erdgeschoss und in unmittelbarer Nähe zur allgemeinen Aufnahme gelegen. So können Notfälle schnellstmöglich optimal versorgt werden. Ein gut geplantes Krankenhaus wird die Röntgen-abteilung ebenfalls in nicht allzu weiter Entfernung untergebracht haben, da diese für die Notfallmedizin zwar nicht an erster Stelle steht, jedoch im Verlauf von großer Bedeutung ist. Im Erdgeschoss sollte neben der Information am Eingang auch die Verwaltung ihren Sitz haben. In den oberen Geschossen befinden sich die verschiedenen Stationen der einzelnen Disziplinen.

Bei der Planung sollte darauf geachtet werden, dass die Intensivstationen und die Stroke-Units maximal im ersten oder zweiten Stockwerk gelegen sind, und dass die Wege von dort zur Röntgenabteilung und ins Labor nicht zu weit sind. Bei der Verteilung der einzelnen Disziplinen ist darauf zu achten, dass septische Stationen nicht in der Nähe der Knochenchirurgie oder der Entbindungsstation liegen, da die Gefahr von Infektions-übertragungen zu groß wäre.

 

Das Labor sollte möglichst zentral gelegen sein, da es von allen Stationen in Anspruch genommen wird.  Die meisten modernen Krankenhäuser haben keine eigene Küche mehr, die Verpflegung ist ausgelagert und wird von Cateringservices übernommen. Das Personal besteht aus der ärztlichen Belegschaft mit einem leitenden Arzt, dem Pflegepersonal mit der Pflegedienstleitung und der Verwaltung mit dem Verwaltungsdirektor. Die drei Führungspositionen stellen das Direktorium des Krankenhauses. Bei einem kirchlichen Träger stellt dieser ein weiteres Mitglied der Krankenhausleitung.

 

Die Entwicklung zu Spezialkliniken

Die Entwicklung weg von Allgemeinkrankenhäusern hin zu Spezialkliniken liegt in den verschiedenen Gesundheitsreformen begründet und den knappen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Eine Spezialklinik ist auf ein Gebiet spezialisiert und bietet keine Allgemeine Versorgung mehr an. Das spart insofern Kosten für das Krankenhaus, weil es nicht mehr alle Diagnostik und Therapie vor Ort haben muss, um jede Disziplin fachgerecht auszustatten. So muss eine reine HNO-Klinik keinen Computertomograph zur Verfügung haben.

Krankenhäuser werden in vier Kategorien eingeteilt. Die Krankenhäuser mit Regelversorgung decken die Chirurgie und die Innere Medizin ab. Je nach Versorgungslage im Umkreis können noch Gynäkologie und Geburtshilfe dazukommen. Ein Krankenhaus mit Schwerpunktversorgung umfasst ein größeres Angebotsspektrum, die Fachrichtungen Chirurgie und Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Orthopädie, Pädiatrie und Urologie. Maximalversorgung heißt, dass alle Fachrichtungen abgedeckt sind, zu der Schwerpunktversorgung noch spezielle Chirurgie wie zum Beispiel die Kiefer- oder die plastische Chirurgie.

 

Ein Maximalkrankenhaus ist auch von der medizintechnischen Seite besser ausgerüstet. Es handelt sich dabei meist um Universitätskrankenhäuser, die neben der medizinischen Versorgung von Patienten noch lehren und forschen. Zur vierten Kategorie zählen die Rehabilitationskliniken, die ausschließlich mit Rehabilitation und Nachbehandlung anbieten.

 

Risiken im Krankenhaus

Neben Behandlungsfehler, die nur einen verschwindet kleinen Prozentsatz ausmachen, stellen nosokomiale Infektionen, also Infektionen, die sich der Patient während seines Krankenhausaufenthaltes zuzieht, das größte Risiko eines Klinikaufenthaltes dar. Die Ursachen und Quellen der einzelnen Infektionen sind bekannt. Die Quellen sind Blasenkatheter, die Harnwegsinfektionen bedingen, venöse Zugänge sowohl peripherer als auch zentraler Art bergen die Gefahr einer Venenentzündung, Wundinfektionen sind weit verbreitet und auf Intensivstationen besteht die Gefahr einer beatmungsindizierten Lungenentzündung. Ursachen dieser Infektionen sind mangelhafte und unsachgemäß durchgeführte Hygienemaßnahmen.

 

Ein besonderes Risiko stellt eine Infektion mit dem Methicillin resistente Staphylococcus areus (MRSA) und mit Vancomycin resistente Enterokokken (VRE) dar. Diese Erreger sprechen nicht mehr auf eine Antibiose an, die Infektionen sind somit nur sehr schwer oder gar nicht therapierbar. Ursache für die Resistenzen sind dauerhaft unsachgemäße Antibiose bei Erkrankungen, bei denen ein Antibiotikum nicht von Nöten wäre. So bildeten sich mit der Zeit Stämme, die auf keine chemotherapeutischen Maßnahmen mehr ansprechen

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© WavebreakMediaMicro - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  12.08.2011; 09:12:20 Uhr



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