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Lachtherapie - die fröhlichste Therapie der Welt
Lachen und Weinen sind die stärksten Formen, Emotionen auszudrücken. Beide sind angeborene Muster und beide haben nachgewiesen Auswirkungen auf die Hormonausschüttung und das Immunsystem, ebenso kommunizieren beide Ausdrucksformen mit dem limbischen System, dem Sitz der Emotionen. Folglich sind die beiden Phänomene eng verwandt, doch kulturell unterschiedlich besetzt.
In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde eine neue Forschungsdisziplin in Leben gerufen, die sich mit dem Lachen, mit den physischen und psychischen Auswirkungen dieses Vorgangs befasst, die Gelotologie. Die Ergebnisse aus den Forschungen wurden in der Lachtherapie umgesetzt und werden gezielt angewandt. Es ist inzwischen allgemein bekannt und unbestritten, dass Lachen gesund ist. Die Lachtherapie ist keine anerkannte Therapieform und wird somit nicht von den Krankenkassen übernommen.
Was ist die Lachtherapie
Die Lachtherapie, auch Lach-Yoga genannt, ist eine relativ neue Richtung. Sie versucht, die positiven Auswirkungen des Lachens auf Körper und Psyche gezielt zur Behandlung von Krankheiten und zur Vorbeugung von Störungen einzusetzen. Dabei wird echtes, unwillkürliches Lachen durch anfangs willentliches Lächeln oder Lachen provoziert. Neben dem freien, natürlichen, spontanen Lachen, dem ein Auslöser vorangeht, gibt es noch weitere Formen des Lachens.
Es gibt das gekünstelte Lachen, das ein Ausdruck von Unsicherheit und Nervosität sein kann. Einem Kichern zu zweit kann eine sexuelle Erregung zugrunde liegen, ein hämisches Lachen bedeutet eine Geringschätzung des gegenüber. Die Mimik spielt also bei der Interpretation eines Lachens eine ebenso wichtige Rolle, wie die Frequenz des Tons. Ein geistig normaler Mensch weiß ein Lachen seines Gegenübers richtig zu deuten, die Deutung beruht auf Erfahrungen. Freies, echtes Lachen hat noch eine weitere Komponente, es wirkt ansteckend.
Auswirkungen des Lachens
Körperliche wie psychische Auswirkungen des Lachens wurden in jüngster Zeit eingehend untersucht. Neben leicht ersichtlichen Effekten wie Lockerung der Gesichtsmuskulatur wird durch regelmäßiges Lachen die Atmung vertieft und verbessert, wodurch mehr Sauerstoff aufgenommen wird. Dadurch lässt sich erklären, dass Lachforscher herausfanden, dass eine Minute Lachen so entspannend und wohltuend wirkt wie 45 Minuten Entspannungstraining. Lachen verbessert die Durchblutung und stärkt somit das Herz-Kreislaufsystem. Die aktive Atemmuskulatur wird trainiert.
Ebenso hat Lachen eine Wirkung auf die Endokrinausschüttung, das Immunsystem wird dauerhaft gestärkt. Durch den Einfluss auf das limbische System, den Ort, an dem Emotionen entstehen, wird der Mensch durch lachen glücklicher, positive Emotionen werden gestärkt durch die Ausschüttung des Hormons Serotonin. Sozial ändert es auf der einen Seite die Ausstrahlung und die Wirkung auf die Mitmenschen, Lachen ist auch eine Art der Kommunikation und der Interaktion. Forschungen fanden heraus, dass Lachen die einzig weltweite Verständigungsmöglichkeit darstellt.
Jeder Mensch weiß diese Emotion eindeutig zu deuten. Lachen dient sehr oft zur Kontaktaufnahme, ein echtes Lachen lässt sofort sympathisch erscheinen. Der Psyche ermöglicht regelmäßiges Lachen eine veränderte Sichtweise. Durch Lachen wird die Psyche in die Lage versetzt, sich und seine Umgebung von der Metaebene zu betrachten, sozusagen von außen, und so eine klarere Sicht zu erhalten und Entscheidungen sicherer zu treffen. Lachen kann außerdem nachweislich Schmerzen lindern und Stress durch Reduktion der Hormone Adrenalin und Kortisol abbauen, eine Folge davon ist die Senkung des Blutdrucks.
Anwendungen der Lachtherapie
Am bekanntesten ist wohl eine Abwandlung der Lachtherapie, die Humortherapie nach Patch Adams. Der Arzt gründete ein eigenes Krankenhaus, indem Humor ein wichtiger Bestandteil der Behandlung war. Daraus entstand später die Red-Nose-Initiative, in Deutschland unter dem Namen Rote-Nasen-Bewegung bekannt. Clowns besuchen Schwerkranke und helfen, die Probleme und Sorgen mit Humor zu betrachten oder verschaffen auch manchmal nur eine kurze Auszeit, in dem sie mit Lachen die Sorgen und Ängste für kurze Zeit verdrängen helfen. Heute ist die Lachtherapie eher eine Bewegung geworden, in der sich Menschen treffen, um miteinander meist grundlos zu lachen. Die gesundheitliche Komponente steht hier gleichbedeutend neben der sozialen.
Risiken der Lachtherapie
Lachen an sich ist nicht ungesund. Willkürliches und langes Lachen kann allerdings für Asthmatiker zum Problem werden, ein Asthmaanfall kann ausgelöst werden. Ebenso ist diese Form des provozierten Lachens nicht ungefährlich für Patienten mit Gefäßerkrankungen, da das stoßweise Auspressen der Luft einen erhöhten Druck auf die Organe und somit auf die Gefäße ausübt. Das kann einen Schlaganfall zur Folge haben.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 12.08.2011; 08:32:32 Uhr