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Lymphdrainage - eine effektive Behandlungsform

Lymphdrainage für die Gesundheit Die Lymphdrainage, auch manuelle Lymphdrainage genannt, ist ein Bereich der Physiotherapie und der Massage. Sie wird in der Regel, wie der Name schon sagt, manuell durchgeführt. Es wurden in neuester Zeit auch Geräte entwickelt, die eine Lymphdrainage bewirken sollen, die Effektivität der Behandlung entspricht jedoch bei Weitem nicht der manuellen Therapie. Entwickelt wurde dieses Verfahren in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts von einem dänischen Physiotherapeuten namens Emil Vodder. Das Lymphatische System besteht auf der einen Seite aus den Lymphgefäßen und auf der anderen aus dem Lymphgewebe, wozu die Lymphknoten, die Mandeln, die Milz und die Thymusdrüse gezählt werden. Das Lymphatische System ist das Immunsystem des menschlichen Körpers.

 

Was soll eine Lymphdrainage eigentlich bewirken?

Die Lymphgefäße haben die Aufgabe, überschüssige Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe abzutransportieren. Aufgrund von verschiedenen Erkrankungen oder Traumen kann entweder die Aufnahme aus dem Gewebe oder der Abfluss gestört sein, es treten Schwellungen auf. Befinden sich die Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, spricht man von Ödemen. Funktioniert zwar die Aufnahme, der Weitertransport der Lymphe ist jedoch gestört, nennt man das Lymphstau oder Lymphödem. Durch verschiedene spezielle Griffe und kreisende Bewegungen der Hand oder auch nur der Finger über den Lymphknoten sollen die Lymphbahnen dazu angeregt werden, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, bzw. sollen Stauungen gelöst werde.

Ziel einer Lymphdrainage ist immer, den Abtransport von Gewebewasser und Lymphe wieder zu gewährleisten und das Lymphatische System anzuregen. Die Lymphdrainage sollte ausschließlich von hierfür ausgebildeten Personen durchgeführt werden, da ansonsten auch Verletzungsgefahr besteht, zum Beispiel bei Drehgriffen, wobei die Unterhaut gegen die Oberhaut verschoben wird. Bei unsachgemäßem Vorgehen kann es hier zu Abscherungen kommen. Sie ist, richtig angewandt, eine wirkungsvolle Therapie.

 

Anwendungsgebiete der Lymphdrainage

Die Lymphdrainage wird bei allen Arten von Schwellungen angewandt, sofern keine Kontraindikation besteht. Eine häufige Indikation ist der Lymphstau nach Tumoroperationen. Bei diesen Operationen werden meist auch die dem Tumor umliegenden Lymphknoten entfernt, zur Feststellung des Streuungsgrades und zur Sicherung, dass möglichst alle Krebszellen entfernt wurden, auch die in den benachbarten Lymphknoten. Durch diese Manipulation am Lymphsystem kann der Abtransport der Lymphe gestört sein und es kommt zu teils schmerzhaften Schwellungen. Durch die manuelle Therapie wird die Lymphe abtransportiert und die Schwellung geht zurück. Bei dieser Stauungsursache wird häufig noch zusätzlich mit Kompressionverbänden gearbeitet.

Die gleiche Folge für die Lymphbahnen können schwere Verletzungen nach Unfällen haben. Auch bei Verletzungen wie Verstauchungen oder Zerrungen, die mit Schwellungen einhergehen, ist diese Behandlung angezeigt, sowie auch beim Begleitödem beim Morbus Sudeck. Die Lymphdrainage findet auch Anwendung beim ausgeprägten Schwangerschaftsödem. Ebenso können Schmerzzustände gelindert werden. Ein weiteres Hauptanwendungsgebiet ist das Phlebödem, eine Schwellung in der Regel in den Beinen bei Venenschwäche und bei Immobilität, bei der die Muskelpumpe den Abtransport von Wasser nicht gewährleistet.

 

Wann darf eine Lymphdrainage denn nicht angewandt werden?

Die Lymphdrainage darf nicht angewandt werden bei akuten Infektionen und entzündlichen Vorgängen, da hier die Gefahr besteht, die Erreger weiter zu transportieren. Ebenso kontraindiziert ist die Therapie bei Krebserkrankungen. Krebszellen wandern über das Lymphsystem, eine Anregung dieses Systems bei solch einer Erkrankung hätte die zusätzliche Streuung des Tumors zur Folge. Ausgeprägte Herzinsuffizienz verbietet ebenfalls dieses Mittel, da das Herz durch seine eingeschränkte Pumpleistung nicht in der Lage ist, die zusätzliche Flüssigkeitsmenge im Kreislauf zu bewältigen und eventuell dekompensieren würde.

 

Das Ödem entsteht in diesem Fall durch die Herzschwäche, weil das Herz nicht genügend Leistung bringt, die Körperflüssigkeit zu pumpen. Die mangelnde Pumpleistung führt dazu, dass das Wasser, das nicht transportiert werden kann, im Gewebe eingelagert wird. Holt man durch Drainage diese Wasser zurück in den Kreislauf, ist das herz überfordert. Bei einer Venenthrombose oder einem arteriellen Verschluss wie auch bei einer entzündlichen Erkrankung der Gefäße wie der Thrombophlebitis ist die Lymphdrainage auch verboten.

 

Hier kann sich bei einem Verschluss eines Gefäßes, auf Grunde einer manuellen Manipulation, der Blutpfropf lösen und zu lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder einer Lungenembolie führen. Eine weitere Erkrankung, bei der die Lymphdraiange untersagt ist, ist das Erysipel, besser bekannt unter dem Namen Wundrose, einer entzündlichen Erkrankung der Unterhaut, die sich über die Lymphwege ausbreitet.

 

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© muehlberg - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  12.08.2011; 09:05:10 Uhr



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