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Massage - Geschichte der Massage
Der Begriff Massage stammt aus dem Griechischen und bedeutet „kneten". Es gibt viele verschieden Arten von Massagen, sie sind zu unterteilen in medizinische, sogenannte klassische Massage, Massagen als Teil eines Wellness-Programms und Massagen zum Lustgewinn, die erotischen Massagen. Medizinische Massagen können der Behandlung von Krankheiten dienen, werden aber auch zur Prävention von Verletzungen eingesetzt.
Die Geschichte der Massage
Die Massage gehört wohl zu den ältesten Heilmethoden der Geschichte. Instinktiv reibt ein Mensch bei einer Verletzung oder bei Schmerz die betroffene Körperstelle, um sich eine Linderung zu verschaffen.. Es gibt ausführliche Beschreibungen von Massagehandgriffen und gymnastischen Übungen, die bereits vor 4700 Jahren von dem Chinesen Kong Fu verfasst wurden. Im fünften Jahrhundert vor Christus gelangte die Heilmethode über den griechischen Arzt Hippokrates nach Europa. Im 16. Jahrhundert erlebte die Massage durch den Mediziner Paracelsus einen Höhepunkt. Ambroise Paré untermauert später die manuelle Therapie durch anatomische und physiologische Untersuchungen.
Wie wirkt die Massage?
Bei der klassischen Massage, die medizinisch angewandt wird, geht es in erster Linie um das Lösen schmerzhafter Muskelverspannungen oder -verhärtungen. Die verschiedenen manuellen Techniken haben unterschiedliche Wirkungen, die die Haut, die Unterhaut und die Muskulatur betreffen. So vermögen Streichungen, dass Lymphe über den venösen Blutkreislauf abtransportiert werden kann, hier handelt es sich im speziellen und die Lymphdrainage. Ein Kneten hat die Dehnung und Entspannung der Muskulatur im Bereich der Anwendung zur Folge und fördert die Durchblutung, wie das auch bei Reibungen der Fall ist. Diesen Effekt erzielt man auch durch die Klopfungen mit der Handkante in hoher Frequenz, wobei bei dieser Technik die Muskelspannung erhöht wird. Vibrationsmassage dagegen löst Verspannungen und steigert die Durchblutung der Region. Die klassische Massage zählt zu den Therapien mit Direktwirkung und ihre Wirkung ist medizinisch anerkannt.
Reflexzonenmassagen basieren auf der Theorie, dass jedes Organ über Nervenbahnen mit bestimmten Zonen der Haut verbunden ist. Gefolgert wird, dass eine Durchblutungssteigerung durch Manipulation der Hautregion auch eine verbesserte Durchblutung des dazugehörigen Organs bewirkt, diese Massageformen gehört somit zur Gruppe der manuellen Behandlung mit reflektorischer Wirkung. Reflexzonenmassagen zählen zu der Gruppe der alternativen Heilmethoden, ihre Wirkung ist umstritten. Erotische Massagen haben keine Behandlung einer Krankheit oder einer Störung zum Ziel, sondern dienen ausschließlich der sexuellen Stimulation. Das geschieht zum einen durch Reize an den erogenen Zonen, zum anderen wird bei taktiler Stimulation der Haut das Hormon Serotonin freigesetzt, auch bekannt als „Glückshormon". Erotische Massagen haben aus medizinischer Sicht keine Bedeutung.
Verschieden Arten der Massage
Massagen werden, lässt man die erotische Massage außen vor, in Gruppen mit reflektorischer und direkter Wirkung unterteilt. Die Sparte mit direkter kann noch in Ganzkörper- und Teilkörpermassage gesplittet werden. Zu den direkt wirkenden Massagen werden neben der klassischen auch die Lymphdrainage, die Sportmassage, Abreibungen und die Thai-Massage gezählt. Eine besondere Form der Massage, da nicht manuell ausgeführt, ist die Unterwasserdruckstrahlmassage, bei der der Körper mittels einem mehr oder weniger hart eingestellten Wasserstrahl massiert wird.
Ebenso gehören Shiatsu, eine japanische Fingerdruckmassage und die Ayurveda-Massage, ein Teilbereich der Indischen Ayurvedatherapie dazu. Diese Therapien können sowohl als Ganz- als auch als Teilkörpermassage durchgeführt werden. Ein Beispiel für eine reine Teilkörpermassage wäre die Gesichtsmassage. Zu den reflektorisch wirkenden Behandlungen zählen die Akupressur und die Reflexzonenmassage, wie der Name schon sagt, die meist als Teilkörpermassage angewandt wird, speziell als Hand- oder Fußzonenreflexmassage. Die Bindegewebsmassage soll das Vegetativum anregen, die Colonmassage bewirkt durch Manipulation an der Bauchdecke eine Stimulation des Dickdarms und therapiert so chronische Verstopfungen.
Bekannt ist auch die Schröpfkopfmassage, auch Schröpfen genannt, bei der einzelne Hautregionen durch Aufsetzen erhitzter Gläser und den hiermit erzeugten Sog beinflusst werden. Keine dieser Therapieformen sollte bei akuten entzündlichen Vorgängen im Körper, insbesondere an Gefäßen durchgeführt werden. Desweiteren zählen infektiöse Hauterkrankungen und Verletzungen zu den Kontraindikationen. Die Kosten für eine klassische Massage werden von den Krankenkassen übernommen, sofern eine medizinische Indikation gegeben ist und sie von einem Arzt verordnet wurde. Der Patient hat die üblichen Zuzahlungen zu leisten. Dient sie jedoch nur der Steigerung des Wohlbefindens, also der Wellness, wird keine Kostenübernahme gewährt.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 26.08.2011; 16:43:01 Uhr