Newsletter abonnieren.
Anwendung der Ozon-Sauerstofftherapie
Die Ozon-Sauerstofftherapie setzt Ozon als keimtötendes Mittel ein und geht davon aus, dass Ozon im Körper eine verbesserte Durchblutung bewirkt. Ziel der Ozon-Sauerstofftherapie ist eine Vitalisierung des Menschen und eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Diese Therapieform zählt zu den alternativen Heilmethoden und ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Nachgewiesen ist lediglich die desinfizierende Wirkung des Ozons. Die Ozon-Sauerstofftherapie wird von Krankenkassen nicht übernommen.
Was ist Ozon und was ist Sauerstoff?
Unter Ozon versteht man ein dreiwertiges Sauerstoffmolekül. Im Gegensatz zu normalen Sauerstoff, der aus zwei Sauerstoffatomen besteht, ist bei Ozon ein Drittes angebunden. Die chemische Bezeichnung ist O 3.Ozon ist ein gasförmiger Stoff, der erstmals 1839 als andere Form des Sauerstoffs beschrieben wurde. Die in der Atmosphäre vorhandene Ozonschicht schützt vor zu starkem Durchdringen ultravioletter Strahlung, die in großen Mengen schädlich für den Menschen ist.
Ozon ist in reiner Form ein Reizgift, das beim Menschen zu allergischen Reaktionen besonders der Atemwege führen kann. Ozon hat in seiner Eigenschaft als potentes Oxidationsmittel eine keimtötende und desinfizierende Wirkung, welche in der Trinkwasseraufbereitung genutzt wird. Sauerstoff ist ein gasförmiges Element, das aus zwei Sauerstoffatomen besteht. Sauerstoff ist für menschliches Leben unerlässlich. Die normale Atemluft enthält 21 % Sauerstoff. Sauerstoffmangel führt in kurzer Zeit zu irreversiblen Hirnschäden und zum Tod. Das chemische Zeichen für Sauerstoff ist O 2.
Wie funktioniert die Ozon-Sauerstofftherapie?
Bei der Ozon-Sauerstofftherapie werden verschiedene Methoden angewandt. Am bekanntesten sind die beiden Eigenblutmethoden. Bei der großen Eigenblutbehandlung wird dem Patienten bis zu 200 ml venöses Blut entnommen, mit Ozon und Sauerstoff angereicht und anschließend wieder intravenös refundiert. Das Gas soll hier direkt im Blut wirken und vitalisieren. Bei der kleinen Eigenblutbehandlung werden lediglich 20 ml entnommenes Blut mit Ozon und Sauerstoff vermischt und anschließend intramuskulär injiziert. Das Ozon und der Sauerstoff sollen vom umliegenden Gewebe aufgenommen und dann ans Blut weitergegeben werde.
Die Wirkung tritt somit langsamer und verzögerter ein als bei der intravenösen Beimischung. Früher wurde auch arterielles Blut aus der Beckenarterie angereichert und arteriell reinjiziert, was allerdings äußerst gefährlich ist und viele Komplikationen hervorrufen kann. Diese Methode wird heute so gut wie nicht mehr angewandt. Eine weitere Applikationsvariante ist die subkutane Injektion. Hier soll, wie bei der intramuskulären Injektion, die Wirkung verzögert und dafür langanhaltender sein. Etwas unbekannter sind andere Darreichungsarten von Ozon, etwa die rektale Begasung. Hierfür werden ca. 300 ml des Gasgemisches über ein Darmrohr in den Darm eingebracht. Ziel ist hier, dass die gut durchblutete Darmschleimhaut das Gas aufnimmt und somit im Körper weitertransportiert wird. Zudem soll die Begasung auch den Darm an sich anregen und bei Verstopfungen helfen.
Seltener, aber dennoch praktiziert wird die intraartikuläre Verabreichung von Ozon. Sie wird zur Behandlung von Arthrose angewandt. Die Ozon-Sauerstofftherapie beinhaltete zudem äußerliche Anwendungsmethoden. Hierzu zählt die lokale Begasung bestimmter Hautregionen mittels dafür vorgesehenen Beuteln oder die Verwendung von mit Ozon angereichertem Olivenöl zum Aufstreichen auf Haut oder Wunden. Die äußerliche Anwendung nutzt vor allem die keimtötende Wirkung von Ozon bei infizierten Wunden oder die Durchblutungsverbesserung bei schlecht heilenden Wunden infolge von Diabetes oder bei einem Ulcus cruris.
Risiken der Ozon-Sauerstofftherapie
Die Risiken der Ozon-Sauerstofftherapie liegen zum einen in dem verwendeten Gas Ozon, zum anderen in der Art der Applikation. Bei intravenöser Gabe durch Reinfundierung von Eigenblut besteht neben den allgemeinen Risiken wie Infektionen auch die Gefahr einer Thromboisierung des Blutes bei Kontakt mit Sauerstoff somit einer schwerwiegenden Thrombose oder Embolie. Die Embolie war vor allem bei der intraarteriellen Injektion eine häufige Komplikation. Doch auch intravenös ist dieses Risiko nicht zu unterschätzen, wenn dem entnommenen Blut kein Gerinnungshemmer zugesetzt wird.
Bei intramuskulärer Injektion ist die Bildung eines Abszesses als Komplikation zu erwähnen. Zudem gilt bei Ozon grundsätzlich bei erhöhter Freisetzung das Risiko von Reizerscheinungen durch allergische Reaktion. Zudem sollte beachtete werden, dass bestimmte Applikationsformen nur geschultem ärztlichen oder pflegerischen Personal vorbehalten sind. Eine venöse Punktion zählt rein rechtlich gesehen schon als operativer Eingriff. Als eher unbedenklich kann die äußere Anwendung mittels ozonversetztem Olivenöl betrachtet werden. Bei offenen Wunden sollte hier jedoch auf die Hygiene geachtet werden.
Heilpraktiker Felix Teske
© detailblick - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.09.2011; 00:08:12 Uhr