Suche

Suche

Newsletter abonnieren.

Ihre Daten

.

Phytotherapie - Die Pflanzheilkunde

Heilpflanzen und Medizin Phytotherapie ist der Fachausdruck für die unter dem Namen Pflanzenheilkunde wohlbekannte Nutzung von Wirkstoffen in Pflanzen zur Heilung von Krankheiten oder zur Steigerung des Wohlbefindens. Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten Heilkunden der Welt.

 

Was ist Phytotherapie?

Die Phytotherapie ist die Anwendung von Pflanzen oder Pflanzenteilen und ihren Inhaltsstoffen zur Heilung von Krankheiten oder zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens. Die Inhaltsstoffe, deren Wirkung auf den menschlichen Körper gewünscht wird, werden durch verschieden Verfahren freigesetzt und in verschiedenen Darreichungsformen angewandt. Die am häufigsten genutzte Form ist die Zubereitung als Tee, also ein Aufkochen bestimmter Pflanzen oder deren Teile. Ein Beispiel wäre der Kamillentee. Hier werden die Blüten der Kamille aufgekocht. Die Anwendung von Tees liegt in der oralen Aufnahme, sie dienen aber auch zum Gurgeln oder zum Ausspülen von Wunden.

 

 

Es besteht auch die Möglichkeit, die Wirkstoffe als Saft zu sich zu nehmen, hierbei wird die betreffende Pflanze nicht gekocht, sondern nur gepresst. Dadurch wird verhindert, dass bestimmte Wirkstoffe nicht durch Erhitzen zerstört werden. Als Tinktur bezeichnet man Extrakte, die mit Alkohol vermischt werden. Tinkturen sind für eine äußerliche Anwendung gedacht, zum Beispiel für Wunden oder zur lokalen Anwendung bei Schwellungen. Unter einem Aufguss versteht man die Freisetzung von ätherischen Ölen durch Aufgießen der Pflanzen mit heißem Wasser. Aufgüsse werden in der Regel zur Inhalation verwendet. Sie können aber auch nach Abkühlen als Wickel verwendet werden.

 

Dafür wird ein Tuch mit dem Aufguss durchfeuchtet und lokal angelegt, sodass der Wirkstoff eine Zeitlang einwirken kann. Immer mehr werden pflanzliche Wirkstoffe auch als Fertigarzneien, zum, Beispiel in Dragee- oder Tablettenform, aber auch als Salben und in wenigen Fällen auch als Ampullen zur intravenösen Anwendung dargereicht. Letzteres ist eher die Ausnahme und findet hauptsächlich in der alternativen Krebsbehandlung durch Mistel Gebrauch. Während Tees und Aufgüsse keiner Kontrolle und keinen Auflagen unterliegen, jeder die Pflanzen also zu Hause in seinem Garten sammeln und anwenden kann, sind Fertigarzneien dem Arzneimittelgesetz unterworfen. Für sie gelten die gleichen Bestimmungen hinsichtlich Verträglichkeit, Wirksamkeit und Qualität wie für jedes synthetisch hergestellte Medikament. Sie müssen auch beide die gleichen Zulassungsverfahren bestehen, bevor sie auf den Markt kommen dürfen.

 

Anwendungsgebiete der Phytotherapie

Die Phytotherapie wird heute häufig mit alternativen Heilmethoden in Verbindung gebracht. Dort findet sie auch immer mehr Anhänger, da es sich um eine sehr alte und bewährte Heilmethode handelt. Kräuter und Pflanzen wurden seit je her zur Behandlung von Krankheiten herangezogen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass viele Pharmaka, die ihren Einsatz in der Schulmedizin finden, oft zwar synthetisch hergestellt sind, ihre Grundlage aber in der Pflanzenheilkunde haben. So ist das Herzmittel Digitalis nichts anderes als der Wirkstoff des Fingerhuts, einer Heilpflanze.

 

 

In der Pharmaindustrie wird dieser Wirkstoff nur synthetisch nachgebaut, da die Menge an Fingerhutpflanzen enorm wäre, um den Bedarf an Digitalis zu decken. Viele andere Arzneimittel, die vom Arzt verschrieben werden, beruhen auch auf einer Vorlage aus der Pflanzenwelt. Traditionell wird die Phytotherapie als Selbstmedikation bei kleineren Erkrankungen wie Erkältungen oder Verstauchungen eingesetzt. Auch bei Kleinkindern kommt diese Therapie zum Einsatz, obwohl das vielen Menschen nicht bewusst ist, es wird von Generation zu Generation weitergegeben, dass Kümmeltee bei Säuglingen gegen Blähungen hilft.

 

Risiken der Phytotherapie

Alle Pflanzen enthalten Stoffe, die eine Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Diese Stoffe werden pharmakologisch wertfrei Drogen genannt. Es gibt Drogen, die haben positive Auswirkungen auf den Körper oder auf Krankheiten, sie können heilen. Bei vielen dieser Stoffe ist aber die Dosis entscheidend, ob die Wirkung gut oder schlecht ist. Ebenso ist nicht alles, was für den kranken Menschen heilend ist, für den gesunden ungefährlich. Am Beispiel Fingerhut kann man das verdeutlichen.

 

Für einen kranken Menschen sind minimale Dosen heilsam, für einen Gesunden eher schädigend. Und in höheren Dosen ist die Pflanze sogar tödlich. Ein weiteres Risiko besteht in den Nebenwirkungen und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die Phytopharmaka hervorrufen können. Oft besteht der Irrglaube, weil etwas natürlich oder pflanzlich sei, sei es ungefährlich und könne ohne ärztliche Anordnung oder Überwachung eingenommen werden. Es ist jedoch eine genaue Kenntnis der Pflanzen und ihrer Wirkungen Voraussetzung, um die Phytotherapie gefahrlos anwenden zu können.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Printemps - Fotolia.com

 




Social Bookmarks: Bookmark bei: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Yigg Add to: Linkarena Add to: Digg Add to: Del.icoi.us Add to: Diigo Add to: Technorati Add to: Folkd



Code Sie dürfen diese Seite gern mit folgendem HTML-Code verlinken und den Linktext natürlich auch ändern.

 



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  02.09.2011; 00:02:36 Uhr



Kommentar zu Phytotherapie - Die Pflanzheilkunde?

Kommentar schreiben:





Sind Sie ein Mensch? Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Spamschutz versehen.

Damit Sie dieses Formular absenden können, müssen Sie die folgende Aufgabe lösen.





.
.

xxnoxx_zaehler