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Psychotherapie

Therapie Psychotherapie ist der Oberbegriff für alle Therapieformen, die sich mit der Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen mit Krankheitswert befassen und auf medikamentöse Unterstützung verzichten oder nur in seltenen Fällen als unterstützende oder überbrückende Maßnahme zurückgreifen. In der Psychotherapie wird davon ausgegangen, dass eine Störung als Folge einer fehlerhaften Interaktion im zwischenmenschlichen Bereich oder mit der Umwelt zusammenhängt.

 

Psychotherapie ist ein weitumfassender Begriff, der gesetzlich zudem nicht geschützt ist. Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut dagegen ist geschützt und in dem Psychotherapeutengesetz von 1999 definiert in Ausbildung und Umfang der Behandlung. Die einzelnen Verfahren der Psychotherapie sind ständig in Erweiterung und Umwandlung, ebenso so kommen immer neue Formen und Wege hinzu. Das Feld der Psychotherapie ist stetig im Wandel und der Weiterentwicklung.

 

Entwicklung der Psychotherapie

Die Psychotherapie ist im Vergleich zu Medizin eine relativ junge Behandlungsmethode. Es entwickeln sich ständig neue Ansätze und Stile, psychische Probleme oder Störungen zu behandeln. Anstatt sich zu vereinheitlichen und einen Weg einzuschlagen, bilden sich immer neue Wege und Weiterentwicklungen, die alle ihre Berechtigung haben, wenn sie wissenschaftlich fundiert arbeiten. Entwickelte sich früher oft ein Konkurrenzdenken unter den einzelnen Richtungen, findet heuet oft eine Ineinandergreifen der einzelnen Stile statt. Die Abgrenzung untereinander ist nicht mehr so stark, wie sie einmal war. Das liegt sicherlich auch daran, dass viele neue Therapien Synergien aus verschiedenen anderen darstellen und dazu eine eigene Theorie als Grundlage nehmen. Daher besteht unter manchen Stilrichtungen eine enge Verwandtschaft, trotzdem ist jede für sich als eigenständig zu sehen.

 

Einteilung der Psychotherapie nach Richtungen

Die psychotherapeutischen Verfahren lassen sich grob in verschiedene Richtungen unterteilen. Die Unterteilung erfolgt durch die Ansatzweise der jeweiligen Therapien. Eine Richtung sind die kunstorientierten Therapien wie die Musik- oder Kunsttherapie. Ihr Ansatz liegt in der Hilfe, innere Spannungen durch künstlerische Mittel auszudrücken und auf diese Weise zu verarbeiten. Eine weitere Gruppe stellen die tiefenpsychologisch arbeitenden Verfahren dar. Hierzu gehören neben der Katathym-Imaginative Psychotherapie, die hauptsächlich mit durch Imaginationen hervorgerufenen Emotionen arbeitet, auch beispielsweise die Hypnosetherapie nach Milton Erickson und die Transaktionsanalyse nach Eric Berne.

 

Bei letzterer werden zwischenmenschliche Transaktionen durch ein Modell verschiedener Ich-Zustände und verschiedener Kommunikationsebenen erklärt und verdeutlicht, so dass der Patient Verhaltensweisen und Reaktion verstehen und somit auch verändern kann. Zur analytischen Kategorie zählen natürlich die Psychoanalyse nach Freud, die analytische Psychologie nach Jung und die Individualpsychologie nach Adler. Sie zählen auch zu den älteren Formen der Psychotherapien, während viele andere erst eine jüngere Geschichte aufweisen, und waren für viele andere Richtungen die Grundlage für eine Weiterentwicklung. Der nächsten Gruppe gehören die Bioenergetik nach Lowen und die Körperpsychotherapie an. Sie sind als körperorientiert zu bezeichnen. Die systemische Therapie stellt eine eigene Richtung dar.

Sie umfasst mehrere Schulen und Zweige. Eine davon, die wohl bekannteste im Moment, ist die systemische Familienaufstellung nach Hellinger. In der systemischen Therapie stehen Beziehungen innerhalb eines geschlossenen Systems, zum Beispiel innerhalb einer Familie, im Vordergrund. Die Beziehungen führen zu Wechselwirkungen und Verstrickungen, die nicht auf der bewussten Ebene ablaufen. Ebenso der einzige Vertreter seiner Richtung, nämlich der behavioristischen, ist die Verhaltenstherapie.

 

Bei dieser Methode wird ein bestimmtes Verhalten, das gemieden wird, weil es angstbesetzt ist, trainiert. Klassisch wird diese Therapie bei Ängsten und Phobien angewandt. Zu den kombinatorischen Psychotherapien wird unter anderem das NLP gezählt. Da der Begriff Psychotherapie nicht geschützt ist, sind in dieser Katalogisierung auch Verfahren aufgeführt, die umstritten und wissenschaftlich nicht anerkannt sind. Hierzu zählen beispielsweise NLP, aber auch das systemische Familienstellen hat seine Kritiker. Eine Bezeichnung als Form der Psychotherapie sagt also nichts aus über die Wissenschaftlichkeit des Verfahrens oder seine verantwortungsvolle Anwendung.

 

Wer darf Psychotherapie anbieten?

Psychotherapie ist kein geschützter Begriff, dennoch dürfen in Deutschland nur Psychotherapeuten eine Psychotherapie anbieten. Psychotherapeut dürfen sich nur bestimmte Berufsgruppen nenne. Dazu gehören die psychologischen Psychotherapeuten, Fachärzte, die Psychotherapie als Teil ihres Studiums gelernt haben, zum Beispiel Psychologen und Ärzte mit einer psychotherapeutischen Weiterbildung. Als Nicht-Mediziner kann man über das Heilpraktikergesetz die Erlaubnis zur Psychotherapie bekommen. Das betrifft alle Vollheilpraktiker und Diplompsychologen mit Nachweis der Heilkunde

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Lisa F. Young - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  01.09.2011; 23:03:31 Uhr



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