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Was ist Qi Gong?
Qui Gong ist als Teil der traditionellen chinesischen Medizin eine sehr alte Methode mit einer Jahrtausenden alten Geschichte. Der Name besteht aus dem „Qui", was so viel wie Energie bedeutet. Das Wort „Gong" kann man mit Übung übersetzen. Zu Beginn des Qi Gong handelte es sich neben einer körperlich-geistigen Übung auch um eine Kampfkunst. Heute ist Qui Gong vor allem in China eine Massenbewegung. Die westliche Welt entdeckte ihr Interesse an dieser Methode in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als alles Fernöstliche in Mode kam. Qui Gong ist eine Arbeitsweise, die aus körperlichen, gymnastischen Übungen kombiniert mit Meditationen besteht. Es soll Geist und Körper entspannen und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Zudem wird Qui Gong unterstützend bei der Heilung von Krankheiten eingesetzt.
Philosophie des Qi Gong
Die traditionelle chinesische Medizin sieht den Menschen nie isoliert, sondern immer als Teil eines Ganzen, als Mikrokosmos im Makrokosmos Universum und ist stark religiös beeinflusst. Diese Philosophie ist allen chinesischen Heilmethoden zugrunde gelegt, so auch dem Qi Gong. Im Qui Gong geht es darum, durch körperliche Übungen und mit Hilfe von Meditation die Energie, die überall um den Menschen ist, in der Umwelt, in allen Gegensätzen, in der chinesischen Philosophie Yin und Yang genannt, aufzunehmen und somit von ihr zu profitieren. Die Aufnahme von Energie geschieht schon durch bewusstes Wahrnehmen der Umwelt. Mit den Übungen soll diese Lebensenergie aktiviert werden.
Übungen des Qi Gong
Im Qui Gong gibt es viele verschiedene Übungen, die nicht einzeln, sondern als fließender Ablauf durchgeführt werden sollen. Die bekanntesten sind die sogenannten acht Brokatübungen, die als besonders wertvoll angesehen wird. Bei allen Aufgaben des Qui Gong ist eine fließende und weiche, langsame Bewegung gefordert. Vor jeder Qui Gong Übung steht immer eine Phase der Entspannung. Der Körper und die Seele sollen dadurch auf die Übungen vorbereitet werden. Diese Entspannung wird durch eine bestimmte Körperhaltung, die eingenommen wird, damit das Qui, also die Energie ungehindert fliesen kann, aber vor allem durch bestimmte Atemtechniken herbeigeführt. Die erste der acht Lektionen nennt sich „den Himmel abstützen".
Hierbei werden aus der Grundhaltung heraus die Arme in langsamen, nach innen führenden Bewegungen von unten nach oben und zurückgeführt, wie wenn man einen großen Ball langsam führt. Die zweite Übung, „den Bogen schießen", wird mit leicht gebeugten Knien durchgeführt und gleich im Ablauf dem Heben und Spannen eines Bogens. Sie wird in beide Richtungen durchgeführt. Es folgt „zwischen Himmel und Erde". Hierbei werden die Arme nicht gleichzeitig, sondern jeweils entgegengesetzt noch oben und unten gestreckt. Danach wird in der Grundhaltung der Oberkörper so weit als möglich abwechselnd nach der Seite gedreht. Dies nennt sich „Zurückschauen".
In der fünften Lektion werden die Knie wieder gebeugt und der Oberkörper in ebenfalls gebeugter Haltung in einem Halbkreis um die eigene Achse geschwungen. De Name dieser Übung lautet einfach „Kopf und Hüfte Schwingen". Anschließend werden bei „die Kraft stärken" die Arme in leichter Hocke im Wechsel nach vorne und zur Seite gestreckt. Diese Bewegungen erinnern an die Elemente der Kampfkunst im Qui Gong. Die vorletzte Fertigkeit nennt sich „den Körper biegen" Hierbei wird von der Grundstellung aus der Oberkörper so weit als möglich nach vorne und nach hinten gebogen.
Den Abschluss bildet „den Körper hochziehen. Dabei hebt sich der Körper langsam auf die Zehenspitzen und zurück, ohne bei der Abwärtsbewegung mit den Fersen den Boden zu berühren.. Dazu werden die Arme vor dem Brustkorb nach oben und unten geführt. Alle dieser Übungen werden mit einer vorgeschriebenen Atemweise ausgeführt. Die Atmung erfolgt durch die Nase und über den Bauch. Der rhythmische Einklang zwischen Atmung und Bewegung ist ein entscheidendes Moment bei Qui Gong. Nur durch fließenden und langsamen Rhythmus kann ein Einklang zwischen Körper und Geist hergestellt werden und Lebensenergie fließen.
Beurteilung
Qui Gong ist eine sehr gute Methode zur Steigerung und Erhaltung des Wohlbefindens. Neben der entspannenden Wirkung begünstigen die Übungen auch die Elastizität des Körpers und verbessern das Gleichgewicht. Ein großer Vorteil ist, das Qui Gong unabhängig vom Alter ausgeübt werden kann, da keine Kraft gebraucht wird. Auch Kinder und ältere Menschen können die Übungen durchführen.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.09.2011; 00:20:02 Uhr