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Thermotherapie - mit Wärme helfen
Unter der Thermotherapie werden Behandlungen anhand von Wärme oder auch Kälte verstanden. Diese Therapien werden für die unterschiedlichsten Krankheitsbilder eingesetzt. Am bekanntesten in diesem Bereich ist die sogenannte Kneipp-Therapie. Seit Jahrhunderten werden diese Therapiearten unter anderem bei Schmerzen eingesetzt. Die Wärme- wie auch die Kältetherapie werden zur Vorbereitung oder auch als Ergänzung zur Behandlung von physiotherapeutischen Therapien. Bei der Wärmetherapie sind die verschiedensten Möglichkeiten gegeben, um diese zum Einsatz bringen zu können.
So gibt es unter anderem die sogenannte Heiße Rolle. Hier handelt es sich um ein in heißem Wasser getränktes, meist Frotteehandtuch, welches dann aufgerollt wird. Allerdings gibt es auch noch die sogenannte Heißluft, Ultraschall, Infrarot, Voll- und Teilbäder. Außerdem gibt es auch noch Warmpackungen wie zum Beispiel Fango, Schlick oder Moor, welche in einer wärmespeichernden Folie abgepackt erhitzt werden. Auch gibt es das sogenannte Paraffinbad. Hier werden die Hände in das flüssige und erwärmte Paraffin getaucht, für einige Minuten in dieser Flüssigkeit gehalten und anschließend in ein Tuch gewickelt.
Bei der Kältetherapie gibt es unter anderem die Form von Eiswickeln, Eismanschetten und Eiskompressen, die in Eiswasser oder Eiswürfel getaucht, beziehungsweise mit denen gefüllt werden. Außerdem gibt es für diese Art der Therapie auch noch tiefgekühlte Eis- oder Gelbeutel sowie die direkte Abreibung als eine Art Kalt-Massage, Kältespray, Kaltgas und Kaltluft. Ebenso ist es möglich, Eisteilbäder in extra Fuß- oder Armwannen durchzuführen. In dieser Therapie Form die bekannteste Art ist die der Kneipp-Therapie, wo man kalte Güsse oder Bäder so wie Wassertreten durchführen kann.
Wann kommt welche Therapie-Form zu Einsatz?
Die Wärme-Therapi e wird angewendet, wenn man Schmerzen im Bereich der Bewegungsorgane behandeln möchte. Wie zum Beispiel bei Arthrose oder Morbus Bechteres. Aber auch um die Entspannung von Muskeln zu erreichen, kann die Wärmetherapie hervorragende Hilfe leisten. Wobei hingegen die Kältetherapie ihren Einsatz findet, wenn man unter anderem Schwellungen vorbeugen möchte. Dies kann nach einem Unfall oder auch nach einer Operation infrage kommen.
Jedoch auch, wenn es sich um Rheumaerkrankungen handelt, hohes Fieber, Bindegewebserkrankungen oder auch Autoimmunkrankheiten kann eine Kälte Therapie hervorragende Ergebnisse erzielen. Ebenso ist man schon erfolgreich gewesen, wenn man die Kältetherapie bei Lähmungen einsetzt. Eine Ultraschallbehandlung hingegen findet ihren Einsatz eher, wenn es sich um örtlich begrenzte Schmerzen handelt. Oder auch, wenn es subakute oder chronische Schmerzen im Bereich der Gelenke betrifft. Gewebsverklebungen, Narben und Sehnenansatzreizungen wurden schon erfolgreich auf diesem Wege behandelt und man erzielte eine Linderung der Schmerzen.
Was sollte vor dem Einsatz einer Wärmetherapie beachtet werden?
Generell sollte man vor der Behandlung mit einer Wärmetherapie darauf achten, dass man unter anderem nicht gerade unter einer akuten Entzündung leidet. Hierzu zählen auch grippale Infekte oder auch ein akuter Schub einer Gelenkentzündung wie bei einem Rheumaschub. Auch sollte Vorsicht geboten sein, wenn man unter einer eingeschränkten Herztätigkeit leidet, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, einer Überfunktion der Schilddrüse oder einem Tumorleiden.
Bei all diesen bekannten Erkrankungen ist es nicht empfehlenswert, eine Wärmebehandlung durchführen zu lassen. Man sollte also eine solche Thermotherapie niemals ohne Absprache eines Arztes in Betracht ziehen. Ebenso gilt es, einige Dinge bei einer geplanten Kältetherapie zu beachten. Diese sollte man nicht durchführen lassen, wenn man unter Durchblutungs- oder Sensibilisierungsstörungen leidet. Auch bei Kälteempfindlichkeit, aufgrund einer Erkrankung der Schilddrüse, Übergewicht oder zu niedrigem Blutdruck sollte man im Vorfeld der Behandlung den Arzt zurate ziehen.
Die therapeutischen Wirkungen der einzelnen Therapieformen
Bei einer Wärmetherapie ist es so, dass anhand der Wärme die Muskeln entspannt werden und es insgesamt zur Durchblutungsförderung kommt. Dadurch wird bei dem Patienten eine Schmerz Dämpfung und auch eine Stoffwechselanregung erzielt. Außerdem wirkt sich durch eine Wärme Therapie auch eine generelle Entspannung auf den Körper aus, sodass man sich wunderbar erholen und abschalten kann. Genauso gut kann allerdings auch durch eine Kältetherapie eine Muskelentspannung erzielt werden, denn durch kurzeitige Zufuhr von Kälte spannen sich die entsprechenden Muskeln an und entspannen wieder bei Nachlass der Kälte. Dies bewirkt ebenfalls eine Muskelentspannung. Werden die entsprechenden Muskeln längerer anhaltender Kälte ausgesetzt, so kann die Kälte für Schmerzlinderung sorgen, dass sie durch die niedrigen Temperaturen die Leistungsgeschwindigkeit der Nerven herabsetzt und somit für kürzere Zeit die Nerven, wie leicht taub sind.
Heilpraktiker Felix Teske
© Werner Heiber - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 01.09.2011; 21:43:37 Uhr