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Knochenschwund (Osteoporose)

Knochenschwund (Osteoporose) Osteoporose, oder auch Knochenschwund entsteht, wenn das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist. Die Krankheit ist also eine Stoffwechselstörung, die in den Knochen entsteht. Dadurch verlieren die Knochen an Struktur und Stabilität. Die Folge sind Knochenbrüche. Die Osteoporose ist die wohl häufigste Erkrankung, die die Knochen betrifft. Unterschieden wird zwischen zwei Arten. Zum einen spricht man von postklimakterischer Osteoporose, oder auch Primäre Osteoporose, zum anderen von der Altersosteoporose, die auch als sekundäre Osteoporose genannt wird. Die postklimakterische Osteoporose tritt nach den Wechseljahren auf. Betroffene haben starke Knochenschmerzen. Osteoporose wird in der Regel leider erst recht spät erkannt, da sie zunächst kaum, bzw. keine Beschwerden verursacht. Ist die Erkrankung jedoch bereits fortgeschritten, so lassen sich die Veränderungen auf Röntgenbildern, sowie auf CT- und MRT-Bildern deutlich erkennen. Von der Osteoporose können einzelne Knochen, oder das gesamte Skelett betroffen sein. Bestimmte Vorerkrankungen können die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Dazu zählen Diabetes mellitus, Erkrankungen der Schilddrüse, aber auch bestimmte Medikamente können für Osteoporose verantwortlich gemacht werden. Rheumatismus, sowie der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin dürfen auch nicht verharmlost werden. Frauen sind von der Osteoporose deutlich häufiger betroffen, als Männer. Interessant ist auch, dass die farbige Weltbevölkerung kaum, oder gar nicht von der Krankheit betroffen ist.

 

Osteoporose hat viele Ursachen

Ein natürlicher Knochenabbau beginnt in der Zeit etwa ab dem 40. Lebensjahr bei Frauen, bei Männern etwas später. Die Knochenmasse nimmt in den ersten vier Jahrzehnten des Lebens ständig zu. Zum einen ist hierfür das Wachstum selbst verantwortlich, zum anderen eine gesunde, calciumreiche Ernährung. Nicht jeder Mensch hat eine gesunde Knochenmasse. Bei vielen Menschen wird eine Verminderung der Knochenmasse festgestellt, und dies noch bevor das vierzigste Lebensjahr erreicht ist. Diese verminderte Knochenmasse begünstigt die Entstehung von Osteoporose. Genetische Veranlagung, mangelnde Bewegung, ein Mangel an Östrogen, oder Calcium- und/oder Vitamin-D-Mangel sind für die Erkrankung ebenfalls verantwortlich. Oftmals kommen sogar mehrere Auslöser gleichzeitig vor. Bei Frauen spielt der Hormonhaushalt eine große Rolle. In den Wechseljahren gerät dieser Hormonhaushalt ein wenig aus dem Gleichgewicht, der Östrogenspiegel sinkt. Zu den Folgen zählen Haarausfall, und verstärkter Knochenabbau. Allerdings heißt das nicht, dass alle Frauen in den Wechseljahren an Osteoporose erkranken müssen. Eine sonst gesunde Ernährung kann dem Knochenabbau entgegenwirken.

 

 

Symptome der Osteoporose treten erst spät auf

Eine beginnende Osteoporose verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Durch die Verminderung der Knochenmasse kommt es über kurz oder lang zu Verformung der Knochen und zu Knochenbrüchen. Diese verursachen starke Schmerzen. Problematisch wird es, wenn die Betroffenen eigene Vermutungen, wie Hexenschuss, oder Ischias stellen. Zu solchen Symptomen kommt es, wenn die Wirbelkörper Frakturen aufweisen. Bei anhaltenden Schmerzen sollte also unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache zu klären. Die Betroffenen helfen sich überhaupt nicht damit, wenn sie eine so genannte Schonhaltung aufnehmen. Meist wird die Belastung auf eine - meist auf die schmerzfreie - Seite gelegt, was nicht nur zu Fehlhaltungen, sondern auch zu extremen Verspannungen führen kann. Durch die Wirbelbrüche entsteht der so genannte Rundrücken. Die Patienten "schrumpfen". Ein Größenverlust von bis zu 20cm und mehr sind charakteristisch. Häufige Knochenbrüche sollten in jedem Fall als Warnzeichen angesehen werden.

 

Die Diagnostik umfasst eine Reihe von Untersuchungen

Für die Diagnose ist die Erhebung der Krankengeschichte sehr wichtig. Die Patienten werden zu Verletzungen, Stürzen etc. befragt. Eine körperliche Untersuchung wird durchgeführt. Je eher Osteoporose entdeckt wird, umso besser sind die Prognosen. Dabei ist eine frühzeitige Diagnose sehr schwierig, da die Beschwerden erst auftreten, wenn die Knochen eine deutliche Verformung aufweisen, bzw. wenn die ersten Knochenbrüche auftreten. Eine Knochendichtemessung kann erste Anhaltspunkte für die Diagnose liefern. Mit verschiedenen Bildgebenden Diagnosemethoden lässt sich Osteoporose relativ frühzeitig erkennen. Eine Blutuntersuchung zeigt sich nicht sinnvoll, da das Blutbild bei Osteoporose in aller Regel unauffällig ist.

 

Ernährungsumstellung als Teil der Therapie


Eine Therapie bei Osteoporose gestaltet sich recht schwierig. Chirurgische Eingriffe sind nicht möglich, bzw. bringen keinen Erfolg. Hauptziel einer Therapie ist es, den Knochenstoffwechsel soweit zu beeinflussen, dass ein gewisses Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau erreicht werden kann. Die Therapie sieht eine gesunde, calciumreiche Ernährung vor. In manchen Fällen können die Patienten auch auf Calcium-Präparate zurückgreifen. Da Calcium für den Knochenaufbau sehr wichtig ist, kann man so Knochenbrüchen wirksam entgegenwirken. In manchen Fällen kann auch eine medikamentöse Therapie erforderlich sein. Auch hierfür stehen den Ärzten vielerlei Möglichkeiten zur Verfügung. Auch eine Hormontherapie kann in Erwägung gezogen werden, wobei diese nur dann Anwendung findet, wenn die Betroffenen unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden.

 

Verlauf

Zum Verlauf einer Osteoporose-Erkrankung lässt sich sagen, dass je eher die Diagnose gestellt und mit der Behandlung begonnen wird, umso besser stehen die Chancen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Eine Behandlung bei Osteoporose ist wichtig, um Spätfolgen, wie Knochenverformungen, Knochenbrüchen, Rundrücken und Größenverlust entgegenwirken zu können. Bei einer unbehandelten Osteoporose leiden die Betroffenen unter starken Dauerschmerzen. Sie sind bereits nach kurzer Zeit nicht mehr in der Lage einfachste Dinge des Alltags selbst zu erledigen und sind somit auf Hilfe angewiesen. Als Komplikation sind die Knochenbrüche gefürchtet. Diese können praktisch spontan auftreten, meist genügt eine kleine Unachtsamkeit. Oberschenkelhalsbrüche und Wirbelbrüche sind häufig.

 

Mit einer gesunden Ernährung können Sie vorbeugen

Als vorbeugende Maßnahme gilt eine gesunde Ernährung. Besonders wichtig ist es, dass die Nahrung ausgewogen und reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist. Besonders calciumhaltige Nahrungsmittel beeinflussen den Knochenaufbau positiv. Wichtig ist auch eine optimale Versorgung mit Vitamin D. Viel Bewegung an der frischen Luft hilft dem Körper Vitamin D zu produzieren, zudem sorgt man so für eine kräftige Muskulatur und gesunde Gelenke. Milch, Milchprodukte, insbesondere Käse sind reich an Calcium. Wer sichergehen möchte, kann eine Nahrungsergänzung mittels Calcium-Brausetabletten in Erwägung ziehen. Eine halbe Stunde Sonnenlicht am Tag (hierbei ist nicht Solarium gemeint) reicht aus, um die notwendige Tagesmenge an Vitamin D zu produzieren.

 

Hajnalka Prohaska

© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  20.04.2009; 18:04:34 Uhr



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