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Eine Schmerztherapie, bei der der Patient mitarbeiten muss

Schmerzen behandeln Jeder Mensch kennt Schmerzen. Schmerzen sind eine komplexe Sinneswahrnehmung, die der Körper als Warnsignale sendet. In ihrer Intensität reichen sie von leicht unangenehm bis hin zu unerträglich. Da die Schmerzen unterschiedlich wahrgenommen werden, werden sie auch unterschiedlich beschrieben. Als chronischer Schmerz werden Schmerzen empfunden, die immer wieder kehren oder ständig auftreten. Chronische Schmerzen haben ein eigenes Krankheitsbild und werden als Chronisches Schmerzsyndrom bezeichnet. Um die Schmerzen bekämpfen zu können, ist es leicht, Medikamente einzunehmen oder andere medizinische Anwendungen auf den Körper zur Schmerzlinderung und Beseitigung einwirken zu lassen.

 

Aber auch neuartige Therapien können wirkungsvoll helfen, den Schmerz zu erkennen und gezielt zu bekämpfen. Die verhaltensmedizinische Methode Biofeedback wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich als Schmerztherapie angewandt. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Verhaltensmedizin und Verhaltenstherapie. Dieses Verfahren ermöglicht es, dass unbewusst ablaufende psychophysiologische Prozesse durch eine Rückmeldung, das sogenannte Feedback, aufgezeigt werden.

 

Wie funktioniert Biofeedback als Schmerztherapie?


In der Anwendung ist Biofeedback schmerzfrei. Der Patient bekommt eine Messsonde an seinen Finger und sitzt vor einem Computermonitor. Die Messsonde misst den Hauptleitwert der momentanen Anspannung und des autonomen Nervensystems. Der Messwert wird auf dem Bildschirm angezeigt und der Patient erhält eine genaue Rückmeldung über seine ablaufenden physiologischen Regelmechanismen. Zur gleichen Zeit können der aktuelle Grad der Muskelanspannung an Nacken und Stirn aufgenommen oder eine Atemkurve erfasst werden. Bei Migränepatienten kann zusätzlich ein Pulsamplituden-Messgerät an der Schläfenarterie angebracht werden, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Angezeigt werden die erhobenen Werte als Kurvendiagramm, bei dessen Auswertung psychophysiologische Zusammenhänge verdeutlicht werden. So ist es zum Beispiel möglich, zu verfolgen, welche Auswirkungen die Erinnerungen des Patienten an schwierige oder schöne Situationen auf das Herz- Kreislaufsystem, auf die Atmung und Hautleitwerte haben. Das so beobachtbare Reaktionsmuster ist bei jedem Patienten anders.

 

Mit der Rückmeldung lernt sich der Patient besser kennen und er lernt, seine Entspanntheit von seiner Angespanntheit zu unterscheiden. Obwohl es dem Patienten nicht bewusst ist, dass seine Atmung flach, er selber und seine Muskeln angespannt sind, verdeutlichen die Messwerte dies. Biofeedback dient somit einer Bewusstseinsschärfung für die eigenen inneren Zustände. Im zweiten Schritt sollen Übungen dazu dienen, die Werte durch Therapieziele zu verändern. Wenn die Muskelanspannung verändert, besser noch gedrosselt werden kann, wird auch der Atem gleichmäßiger und ruhiger. Es ist kein bestimmter Weg vorgegeben, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Mit Biofeedback als Schmerztherapie wieder schmerzfrei

Mit Biofeedback können Atemmuster, Blutdruck, Puls, Sauerstoffgehalt des Blutes, Hauttemperatur, Hautwiderstand, Gehirnströme und Muskelpotentiale erfasst werden. Biofeedback kann mit verschiedenen Entspannungsverfahren  kombiniert werden. Autogenes Training und Yoga sind nur zwei der vielen Möglichkeiten. Autogenes Training beruht auf Suggestionen und dient der konzentrativen Selbstentspannung. Durch die sechs verschiedenen Übungen der Grundstufe werden die Körperwahrnehmungen vertieft. Mit Yoga wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der Körper, Geist und Seele in einen harmonischen Einklang bringt. Relativ schnell nimmt der Körper die positive Veränderung wahr und gibt eine dementsprechende Rückmeldung. Die Motivation wird erhöht, mit der Therapie weiterzumachen und das Begonnene fortzusetzen.

Das Ziel muss es sein, ohne Hilfsmittel die Einflussnahme auf das vegetative Nervensystem anzuwenden. So können schwierige Situationen besser gemeistert werden, ohne neue Beschwerden oder Schmerzen zu entwickeln. Die praktischen und klinischen Anwendungsmöglichkeiten für Biofeedback sind auf Grund der vielen ableitbaren Werte und Parameter vielfältig. Dazu gehören unter anderem Schmerzsyndrome bei Kopfschmerz, Migräne oder chronischen Rückenschmerzen, Tinnitus, Herz- Kreislauferkrankungen, Panik- und Angststörungen, Depressionen und neuromuskuläre Rehabilitation, also Muskelerkrankungen.  Auch bei einer allgemeinen Muskelschwäche hat sich Biofeedback als Therapie erfolgreich gezeigt.

 

Da Patienten mit Biofeedback lernen, ihre eigenen Körperfunktionen zu beeinflussen, können sie auch lernen, bei Schmerzen bewusst in den Entstehungsmechanismus einzugreifen und so den Verlauf einer Schmerzattacke durch Entspannung zum positiven zu verändern. Der Patient kann in der Selbstwahrnehmung seiner körpereigenen Prozesse geschult werden und diese verbessern. Viele Patienten haben bereits die Erfahrung gemacht, dass sich die Biofeedback- Methode positiv auf die Linderung oder Heilung von Schmerzen auswirkt und die Heilung oft auch ohne oder nur mit wenigen Medikamenten eintritt.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Johan Larson - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.10.2011; 23:14:37 Uhr



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