Newsletter abonnieren.
31 - 35 Schwangerschaftswoche
Die letzten 10 Wochen Ihrer Schwangerschaft werden aufregend. Ihr Baby muss nur noch wachsen und an Gewicht zulegen. Seine Organe sind entwickelt, wenn es jetzt geboren wird, kann er schon selbst atmen. Wenn Sie Zwillinge erwarten, müssen Sie jetzt häufiger zu den Kontrolluntersuchungen. Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften gelten als Risikoschwangerschaft. Oft kommen Zwillinge auch früher, weil im Mutterleib der Platz allmählich zu eng wird. Die letzten Wochen einer Schwangerschaft sind von Vergesslichkeit geprägt. Das ist zwar zeitweise etwas ärgerlich, ist aber kein Grund zur Sorge. Die werdenden Mütter sind in den letzten Wochen der Schwangerschaft ganz einfach mit anderen Dingen beschäftigt. Damit Ihr Mutterschaftsgeld nicht flöten geht, sollten Sie unbedingt daran denken, den Entbindungstermin nun bescheinigen zu lassen. Da Ihr Baby jetzt rasant an Größe und Gewicht zulegt, wächst die Sturzgefahr mit. Ihr Schwerpunkt verlagert sich nach vorne, sie müssen dagegenhalten. Bei einem Sturz ist zwar nicht unbedingt mit einer Verletzung des Babys zu rechnen, sollten Sie aber nach dem Sturz diverse Anzeichen für eine nahende Geburt verspüren, so müssen Sie unbedingt zum Arzt!
32. Schwangerschaftswoche
Wenn Sie denken, Ihre Brust ist nun freilich groß genug, dann erleben Sie ihre Überraschung. Denn gerade jetzt, in den letzten Wochen vor der Geburt, legen die Brüste noch mal nach. Wie Ihr Baby wächst und an Gewicht zulegt, wächst die Gebärmutter ebenso mit. Die Haut am Bauch spannt jetzt. Mit natürlichen Ölen können Sie diesem Spannungsgefühl entgegenwirken. Außerdem schützt das Pflegeöl vor ausgeprägten Schwangerschaftsstreifen. Lunge und Lungenbläschen Ihres Babys entwickeln sich weiter. Er kann den Kopf drehen und träumt auch schon. Zwischen der 32. und der 40. SSW wird ein besonderer Bluttest durchgeführt. Hierbei wird geprüft, ob Sie an einer Hepatitis-B Infektion leiden. Ist dies der Fall, muss das Baby während der Geburt besonders geschützt werden. Eine der Möglichkeiten ist hierbei die sofortige Impfung nach der Geburt. Langsam wird es Zeit, sich Still-BHs zu kaufen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Körbchengröße etwa eine Nummer größer sein sollte, als die BHs, die Sie derzeit tragen. Still BHs sollten aus hautfreundlicher Baumwolle und leicht waschbar sein. In der 32. Woche sollte die Kliniktasche gepackt sein. Sie sollten auch den Weg mit dem Auto (der Partner fährt!) von ihrem Heim bis zur Klinik auf mehreren Strecken abfahren, um zu sehen, zu welcher Tageszeit welche Strecke die schnellste ist.
33. Schwangerschaftswoche
Die 33. Schwangerschaftswoche ist für Ihr Baby der Zeitpunkt, sich nun in die Geburtsposition zu bringen. Der Kopf weist nach unten in Richtung Scheide und rutscht nach und nach tiefer ins Becken. Der Platz in Mamas Bauch wird nun sehr eng. Viel Bewegungsfreiraum gibt es nicht mehr. Wenn Ihr Kind sich von jetzt an etwas weniger bewegt, sollte es Sie nicht beunruhigen. Er hat wenig Platz, die Bewegungen werden etwas mühevoller für das Baby. Seine Bewegungen bestehen nun vielmehr aus Strecken und Recken. Mit dem Kopf nach unten ist die optimale Geburtsposition. In einigen Fällen drehen sich die Babys jedoch nicht richtig und liegen dann mit dem Popo, oder mit den Füßen voran. Eine Steißlage, oder Fußsteißlage kann zu Schwierigkeiten bei der Geburt führen. Hier überlegen die Ärzte, ob ein Kaiserschnitt nicht doch die bessere Lösung wäre. Je näher der Entbindungstermin rückt, umso weniger ist an Nachtruhe zu denken. Damit Sie auch in den letzten Wochen gut schlafen können, sollten Sie sich in die Seitenlage legen. Ein Stillkissen zwischen den Beinen ermöglicht eine bequeme Schlafposition. Bleibt die Nachtruhe trotz aller Bemühungen aus, sollten Sie versuchen tagsüber zwischendurch ein kurzes Nickerchen zu halten.
34. Schwangerschaftswoche
So kurz vor dem Entbindungstermin drückt die Gebärmutter auf den Magen. Die Folge: Der Appetit lässt nach. Essen Sie in dieser Zeit häufiger, dafür nur kleine Portionen. Obst und Gemüse sättigen auch zwischendurch und belasten auch nicht. Um die 34. SSW schläft Ihr Baby viel. Bis zu 15 Stunden am Tag. Dabei ist sein Organismus aber keineswegs untätig. Sein Geschmackssinn entwickelt sich. Alles was Sie essen, kann Ihr Baby auch schmecken. Sechs Wochen vor der Geburt, also in der 34. Schwangerschaftswoche beginnt der Mutterschutz. Viele werdende Mütter machen sich nun Gedanken darüber, ob der Partner bei der Geburt dabei sein soll, oder nicht. Wenn er trotz der Bitte nein sagt, seien Sie bitte nicht enttäuscht. Männer haben eine völlig andere Vorstellung von einer Geburt, als Frauen. Sie haben doch auch nichts davon, wenn er wegkippt, oder er die Nerven verliert. Dann soll er doch lieber im Warteraum, oder zu Hause warten. Damit Sie bei der Geburt aber nicht alleine sind, können Sie vielleicht jemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis bitten, Sie zu diesem Termin zu begleiten.
35. Schwangerschaftswoche
Die Gebärmutter ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie wächst immer noch weiter, wobei in der 35. Woche wohl der Höhepunkt erreicht wird. Die Gebärmutter ist am Brustbein angekommen. Organe, die in diesem Bereich liegen, werden etwas verschoben. Deshalb kann es vorkommen, dass Sie etwas schlechter Luft bekommen, oder dass Sie keinen Appetit haben. Auch Sodbrennen kann wieder auftreten. Wenn Ihr Baby sich nun bewegt, kann es nach den Rippen treten. Das ist ziemlich unangenehm. Bei der Geburt wird die Scheide stark ausgedehnt. Das ist nötig, damit Ihr Baby auf die Welt kommen kann. Obwohl das Gewebe recht elastisch ist, kann es vorkommen, dass Ihr Damm einreißt, oder ein kleiner Schnitt notwendig ist, um die Geburt zu erleichtern.
Um den Dammriss zu vermeiden, sollten Sie gegen Ende der 35. Woche mit der Damm-Massage beginnen. Benutzen Sie hierfür parfümfreies Öl (z.B. von Weleda). Vor der Massage sollten Sie sich ein warmes - aber nicht heißes! - Bad gönnen, oder den Damm mit Wärmekompressen auf die Massage vorbereiten. Geben Sie etwas Öl auf Mittel- und Zeigefinger und massieren den Damm mit kleinen, kreisenden Bewegungen. Durch die Wärme wird das Öl besser aufgenommen, das Gewebe wird entspannt und ist elastischer. Sie können auch Ihre Vagina auflockern indem Sie zuerst mit Daumen, und dann mit zwei weiteren Fingern in die Scheide greifen und diese leicht auseinanderdrücken (dehnen). Für diese Art der Massage dürfen Sie keine Öle etc. verwenden!
Hajnalka Prohaska
© Hannes Eichinger - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 12.11.2009; 21:48:15 Uhr