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6 - 10 Schwangerschaftswoche
6. Schwangerschaftswoche
In der sechsten SSW ist einiges los in Ihrem Körper, auch, wenn Sie davon noch nicht viel spüren. Bei einigen Frauen setzt die morgendliche Übelkeit auch erst jetzt ein. Die Brust bereitet sich auf das Stillen vor. Die Brustwarzen sind sehr empfindlich, einige Frauen empfinden jetzt jede noch so zärtliche Berührung als schmerzhaft, oder unangenehm. Brustwarzen und Warzenhof können sich bereits jetzt etwas dunkler färben. Spätestens jetzt sollten Sie sich für die Schwangerenvorsorge anmelden.
Der Embryo wächst jetzt etwa 1mm täglich. Am Ende der sechsten Woche ist Ihr Baby bereits 8,5mm groß. Das komplexe Netz aus Nervenbahnen, die inneren Organe, Arme und Beine werden entwickelt.
Der erste Arzttermin steht an, diese dauert auch etwas länger. Zur Sicherheit wird der Test wiederholt, um die Schwangerschaft nun bestätigen zu können. Einige Frauenärzte stellen jetzt schon den Mutterpass aus, andere warten damit oft bis zur 8. Woche. Im Rahmen der Erstuntersuchung wird nicht nur ein Ultraschall gemacht, sondern wird Ihnen Ihr Frauenarzt auch eine Menge Fragen zu Ihrer Krankengeschichte stellen. Es ist sehr wichtig, all diese Fragen ehrlich zu beantworten. Es dient nicht nur als Information, sondern auch als Schutzmaßnahme für Sie und Ihr Baby. Eine Blutuntersuchung wird meist auch jetzt durchgeführt. Überprüft werden bestimmte Antikörper im Blut, aber auch Hinweise für eventuelle Erkrankungen, wie Syphilis, oder andere Geschlechtskrankheiten. Angaben über Erkrankungen in der Familie sind für den Verlauf der Schwangerschaft wichtig. Der voraussichtliche Geburtstermin wird errechnet.
7. Schwangerschaftswoche
In der siebten Schwangerschaftswoche formt sich bereits das Gesicht Ihres Babys. Der Embryo ist jetzt ca. 15mm groß. Winzige Ansätze für Arme und Beine wirken wie kleine Paddeln. Der Kopf ist im Verhältnis zum restlichen Körper groß. In der 7. SSW treten Augen, Nase und Mund hervor. Zu diesem Zeitpunkt wird Ihr Baby über die Plazenta ordentlich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Sorge um die Unterversorgung des Babys haben vor allem Schwangere, die sich häufig übergeben müssen. Zur Sorge ist kein Grund, allerdings sollten Sie darauf achten, Ihren Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. In der und um die 7. SSW beginnt sich der Geschmacks- und Geruchssinn zu verändern.
Verantwortlich dafür sind die hormonellen Veränderungen im Körper der werdenden Mutter. Wer jetzt Lust auf Essiggurken mit Sahne, oder gar Marmelade verspürt, nur zu. Auf der anderen Seite entwickeln viele Frauen in dieser Zeit gewisse Abneigungen gegenüber bestimmten Speisen, und Gerüche. Wenn die Übelkeit mehrmals am Tag dazu führt, dass Sie sich erbrechen müssen, sollten Sie es nicht unbedingt damit abtun: "Ich bin schwanger, das ist normal" … Normal ist es schon, aber Sie müssen sich nicht durch den Tag quälen. Für die Übelkeit und gegen Erbrechen gibt es Medikamente, die man auch in der Schwangerschaft problemlos einnehmen darf. Ihr Frauenarzt ist hier der richtige Ansprechpartner.
8. Schwangerschaftswoche
Spätestens in der 8. Schwangerschaftswoche ist es Zeit für die erste Ultraschalluntersuchung. Viele Ärzte zögern dies gerne in diese Zeit hinaus. Der Grund: Zu einem früheren Zeitpunkt ist der Embryo möglicherweise noch nicht richtig zu erkennen. Auf dem Ultraschall hört man nun das winzige Herz rattern. Es schlägt etwa doppelt so schnell, wie Ihr Herz. Die winzige Pumpe arbeitet auf Hochtouren, um den kleinen Körper aus der Nabelschnur und der Plazenta mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Auch wenn in der achten Woche noch kein Bauch zu sehen ist, ist dies absolut kein Grund zur Sorge. Die Hormonproduktion ist in Ihrem Körper in vollem Gang, das kann schon Mal den Appetit bremsen. Viele Schwangere verlieren einige Pfunde in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft. Allerdings werden die Brüste nun deutlich größer. Das Spannungsgefühl begleitet Sie nun Tag und Nacht, doch dies ist notwendig, um die Brüste auf die Milchproduktion vorzubereiten. In der 8. SSW fühlt man sich häufig müde und schlapp. Bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung. Leichter Ausdauersport, Spaziergänge helfen dabei, über die Müdigkeit hinwegzukommen. Ist die Müdigkeit stark, legen Sie eine kleine Pause ein.
9. Schwangerschaftswoche
Obwohl Sie sich schon in der 9. Schwangerschaftswoche befinden, ist der Embryo erst knapp 7 Wochen alt. Dafür hat er aber gut an Größe zugelegt. Ihr Baby ist nun 3cm groß und wiegt etwa 12 Gramm. Das Gehirn wächst und entwickelt sich rasend schnell. Pro Minute entstehen 100 000 neue Gehirnzellen, die über winzige Auswüchse bereits miteinander kommunizieren können. Muskulatur und Nervensystem stehen miteinander in Verbindung. Die Folgen sind unwillkürliche Bewegungen, die jedoch noch nicht zu spüren sind. Wer noch zu Beginn der Schwangerschaft geraucht hat, sollte bis zu diesem Zeitpunkt bereits damit aufgehört haben! Auch Alkohol ist während der Schwangerschaft absolut tabu!
10. Schwangerschaftswoche
Bereits zu diesem Zeitpunkt kann Ihr Kind Ihre Stimmungen und Ihre Gefühle spüren. Bei einer kleinen Aufregung bekommt Ihr Baby Herzklopfen. Trotzdem können, leichte Depressionen, die während des ersten Trimenons vorkommen können, Ängste, oder Aufregungen Ihrem Baby nicht schaden. Achten Sie auf Ihre Jodversorgung. Damit Ihr Baby mit gesunder Schilddrüse auf die Welt kommt, lohnt sich die tägliche Einnahme von Jod. Folsäure-Kombipräparate (Folio Forte) haben eine kombinierte Dosierung von Jod, Folsäure und Vitamin B. Auch Eisen kann zusätzlich eingenommen werden. In der 10. Woche erreicht die Müdigkeit ihren Höhepunkt. Vor allem Mütter, die nicht nur berufstätig sind, sondern auch bereits weitere Kinder versorgen müssen, leiden sehr darunter. Ingwerstäbchen eignen sich als "Aufputschmittel" besser, als Kaffee! Werdenden Vätern sei noch geraten: Auch, wenn die Mutter bereits mit dem Rauchen aufgehört hat, Passivrauchen schadet dem Baby. Hören Sie auch mit dem Rauchen auf!
Hajnalka Prohaska
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 17.10.2009; 00:41:31 Uhr