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Selen
Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das man mit der täglichen Nahrung aufnehmen muss. Selen kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden, auch in der Natur kommt Selen in seiner reinen Form nur äußerst selten vor, vielmehr in Verbindung mit Schwefel. Im Körper kommt Selen überwiegend in den Nieren, in der Leber, der Muskulatur und im Skelett vor. Selen erfüllt im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben. Dabei ist Selen nicht nur Bestandteil vieler Enzyme, sondern ist an der Entgiftung des Körpers maßgeblich beteiligt. Auch, wenn der Körper nur geringste Mengen von Selen benötigt, so ist die regelmäßige Zufuhr überaus wichtig. Selen ist neben der Entgiftung auch für unser Immunsystem und den Stoffwechsel unverzichtbar. Selen unterstützt unseren Körper in seiner Widerstandskraft gegenüber Umwelteinflüssen, Stress und Krankheiten. Selen werden wahre Wunderkräfte zugeschrieben, wenn es um den Kampf gegen Krebs geht. Unsere Nahrungsmittel sind relativ arm an Selen, deshalb ist es empfehlenswert, zusätzlich Fertigpräparate einzunehmen, allerdings nicht ohne vorher die Einwilligung eines Arztes eingeholt zu haben. Selenmangel ist in Deutschland und in vielen weiteren Industrieländern keine Seltenheit.
Der tägliche Bedarf an Selen
Nahrungsmittel, die Selen enthalten
Selen gilt als eines der Spurenelemente, das man auch im Rahmen einer gesunden Ernährung nur selten in ausreichender Menge zuführen kann. Der Grund dafür liegt darin, dass unsere Nahrungsmittel relativ wenig Selen enthalten. Nach Absprache mit einem Arzt kann man also durchaus regelmäßig zu Fertigpräparaten greifen. In folgenden Nahrungsmitteln ist Selen enthalten, diese sollten unbedingt Teil des Speiseplans sein.
- Fisch
- Meeresfrüchte
- Fleisch
- Innereien (Leber etc.)
- Getreide und Getreideprodukte
- Sesamkerne
- Milch
- Nüsse
- verschiedene Gemüsesorten
Selen wird an Eiweiß gebunden und so aus der Nahrung aufgenommen.
Selenmangel in Deutschland keine Seltenheit
Die Symptome sind nicht immer eindeutig als die eines Selenmangels zu erkennen, aufgrund ihrer Vielfalt. Bei einem Selenmangel steigt vor allem die Anfälligkeit gegenüber bakteriellen Infektionen. Verringerte Fruchtbarkeit und Wachstumsstörungen sind ebenfalls Folgen von Selenmangel. Das Immunsystem ist ein sehr empfindliches System im menschlichen Körper. Es reagiert überaus sensibel auf Schwankungen der Selenwerte. Bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel die Keshan-Krankheit, eine Erkrankung des Herzmuskels, oder die Kashin-Beck-Erkrankung (eine Gelenkerkrankung) sind auf Selenmangel zurückzuführen. Weitere Symptome können sein: weiße Flecken auf den Fingernägeln, stumpfe, matte, und dünne Haare. Ein geringfügiger Selenmangel macht sich meist nur bemerkbar, wenn gleichzeitig auch ein Vitamin-Mangel vorhanden ist.
Selenüberschuss, Selenvergiftung
An und für sich tritt eine Selenvergiftung äußerst selten auf. Eine akute Vergiftung mit Selen kann vorkommen, wenn zuviel Selen aufgenommen wird, z.B. übermäßiger Konsum von selenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Zwar kann eine akute Selenvergiftung auch durch Einatmen von Selenwasserstoff auftreten, kommt dies jedoch recht selten vor. Selen kommt in seinen Verbindungen häufig vor, die unzähligen Verbindungen erlauben leider nicht, ein allgemein geltendes Bild von einer Selenvergiftung zu machen. Eines haben alle Selenvergiftungen jedoch gemeinsam. Der Atem der Menschen, die an einer Selenvergiftung leiden, riecht stark nach Knoblauch. Zu den weiteren Symptomen zählen Kopfschmerzen, Haarausfall, und Veränderungen der Nerven (Empfindungsstörungen). Die Folgen einer Selenvergiftung gestalten sich ebenso vielfältig, die die Ursachen einer Selenvergiftung. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche sind zwei der Erkrankungen, die nicht selten auf eine Selenvergiftung zurückgeführt werden.
Hajnalka Prohaska
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 14.09.2009; 17:51:37 Uhr