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Vitamin B1 (Thiamin)

Vitamin B1 (Thiamin) Vitamin B1 gehört in die Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. B1 ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Dieses Vitamin ist wesentlich am Zellstoffwechsel im Körper beteiligt, ist Bestandteil eines Coenzyms, das für die Spaltung der Kohlenhydrate benötigt wird. Außerdem ist Vitamin B1 unverzichtbar für die Schilddrüsenfunktion und für unser Nervensystem. Vitamin B1 kann im Körper aufgrund seiner Eigenschaften, als wasserlösliches Vitamin, nicht ausreichend gespeichert werden. Eine regelmäßige Aufnahme mit der Nahrung ist also überaus wichtig. Im Fett- und Zuckerstoffwechsel ist Vitamin B1 ebenfalls eine wichtige Rolle zugedacht. Thiamin, wie B1 auch genannt wird, trägt seinen wesentlichen Teil dazu bei, dass der Körper aus der Nahrung Energie gewinnen kann.

 

Der tägliche Bedarf von Vitamin B1

Der tägliche Bedarf wird für Frauen mit 1,0mg, für Männer mit 1,3mg angegeben, obwohl für den individuellen Bedarf auch Alter und Geschlecht eine wesentliche Rolle spielen. Auch haben Sportler, Schwangere und stillende Frauen einen leicht erhöhten Bedarf an Vitamin B1.  Falls ein erhöhter Bedarf besteht, ist es ratsam, sich mit seinem Arzt zu besprechen. Hier kann eine Erhöhung der Tagesdosis erforderlich werden. Diese erhöhte Dosis kann eventuell über Nahrungsmittelergänzung aufgenommen werden. Vitaminpräparate, die neben anderen Vitaminen auch B1 enthalten, sollten auch nach Möglichkeit erst nach einem Gespräch mit dem Arzt eingenommen werden. Wird dem Körper die ausreichende Menge zugeführt, so sorgt Vitamin B1 neben der Energiegewinnung auch für starke Nerven, für gute geistige Leistungsfähigkeit und fördert das Wachstum. Eine vitaminreiche Ernährung hält uns körperlich und geistig gesund. Deshalb sollte die Ernährung unbedingt abwechslungsreich sein und sollte viele Vollkornprodukte enthalten. Vollkornprodukte sind nicht nur reich an Vitamin B1, sondern auch an Ballaststoffen. Sie enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente, die für den weiteren Zell-, Zucker- und Fettstoffwechsel unverzichtbar sind.

 

 

Hypovitaminose B1

Eine Unterversorgung mit Vitamin B1 kann schwerwiegende Folgen haben. Eine der bekanntesten Erkrankungen, die auf eine Vitamin B1 - Mangelversorgung zurückzuführen ist, ist Beriberi. Hierbei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung, die durch Vitaminmangel hervorgerufen wird. Die Krankheit kommt insbesondere in den "schlechteren" Gegenden Asiens vor, wo Reis die Hauptnahrungsquelle darstellt. Polierter Reis verliert nach dem Schälen den Großteil seines Vitamingehaltes. Eine einseitige Ernährung mit "schlechten" Nahrungsmitteln kann durchaus einen Vitamin-B1-Mangel verursachen. Weitere Zeichen einer Unterversorgung sind Wachstumsstörungen, Störungen des Nervensystems, bzw. der Nervenfunktionen, und Gewichtsverlust. Allerdings kommt es nur selten vor, dass jemand einen reinen Vitamin-B1-Mangel hat. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um eine Mangelversorgung mit mehreren B-Vitaminen gleichzeitig. Während in Asien geschälter, polierter Reis die Hauptursache für Vitamin-B-Mangel ist, ist es in der westlichen Welt, vielmehr der Alkoholmissbrauch. Hier kommt meist auch eine falsche Ernährung hinzu, die die Mangelerscheinungen zusätzlich begünstigt. Weitere Faktoren können einen Vitaminmangel verursachen. Dazu gehören Stress, der eben erwähnte Alkoholmissbrauch (Alkoholismus), Leistungssport, Rauchen, Schwangerschaft, Stillen, regelmäßige Einnahme der Anti-Baby-Pille. Wie bereits erwähnt, haben Leistungssportler, Schwangere und stillende Frauen einen erhöhten Bedarf an Vitamin B1, aber auch an anderen Vitaminen. Hier kommen Vitaminpräparate zum Einnehmen infrage, sofern der behandelnde Arzt dies für vernünftig und notwendig hält. Liegt bereits ein Mangel vor, so äußert sich dieser bereits im frühen Stadium durch bestimmte Beschwerden. Dazu zählen Beschwerden, betreffend des Herz-Kreislaufsystems, Nervenbeschwerden, Atemnot, schneller, rasender Puls, Ödeme, Muskelschwäche, evtl. auch Muskelschwund, Nervenschmerzen, sowie zahlreiche psychische Beeinträchtigungen, wie Konzentrationsschwäche, Depressionen, Reizbarkeit, Müdigkeit. Kommen alle diese Beschwerden zusammen, oder treten mehrere davon auf, so spricht man von Beriberi.

 

Hypervitaminose B1

Eine Überversorgung mit Vitamin B1 ist fast schon ein Ding der Unmöglichkeit. Der Grund dafür ist, dass das Vitamin im Körper nicht ausreichend gespeichert werden kann. Was der Körper nicht gleich verbrauchen kann, wird über die Nieren ausgeschieden. Vitamin B1 ist ein Vitamin, das in zahlreichen Lebensmitteln vorkommt. Die tägliche Versorgung ist in den Industrieländern ist also durchaus gegeben und als gut zu bezeichnen. Trotzdem ist es unbedingt erforderlich, auf eine abwechslungsreiche und vitaminreiche Ernährung zu achten. Nur so kann man den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgen, die er zum Funktionieren braucht.

 

In folgenden Lebensmitteln ist Vitamin B1 (Thiamin) enthalten:

 


- Vollkornprodukte

- Kleie

- Hefe

- Leber

- Milch

- Kartoffeln

- Schweinefleisch

- Sonnenblumenkerne

- Macadamianüsse

- Erbsen

- Haferflocken

- Löwenzahn

- Hühnerfleisch

- Rindfleisch

- Sojabohnen

- Weizenkeime

 

 

Das meiste an Vitamin B1 liefern Backhefe, und Teff (eine Hirse-Art). Bio-Bäckereien bieten ihre Vollkornprodukte in vielen Fällen natürlich an, das heißt, ohne Konservierungsmittel, aus reinem Getreide, bzw. Korn. Solche Produkte sind zwar etwas teurer, aber zumindest zwischendurch kann man sich und seinem Körper etwas Außergewöhnliches, etwas Gutes leisten.

 

 

Hajnalka Prohaska

© Twilight_Art_Pictures - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  18.06.2009; 21:29:07 Uhr



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