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Vitamin D (Calciferol)

Vitamin D (Calciferol) Vitamin D ist eines der fettlöslichen Vitamine, das der Körper unbedingt benötigt. Vitamin D kann - anders, als andere Vitamine - vom Körper selbst hergestellt werden. Dazu benötigt der Mensch UV-Licht (Sonnenlicht). Hergestellt wird Vitamin D aus Cholesterol. Die Herstellung von Vitamin D erfolgt in der Haut, und zwar unter Zuhilfenahme von Sonnenlicht. Vitamin D ist insbesondere für unsere Knochen sehr wichtig. Das Vitamin unterstützt den Körper bei der Aufnahme und Einbau von Calcium die Knochenmasse. So wird das Skelett verknöchert und kann so den Körper tragen, ohne dabei ständig zu brechen. Außerdem unterstützt Vitamin D die Wirkung von Vitamin A. Vitamin D ist aber auch für die Differenzierung und Reifung der Zellen von großer Wichtigkeit. Zellen des Immunsystems können deutlich besser reifen, wenn ausreichend Vitamin D zur Verfügung steht. Vitamin D hat verschiedene Vorstufen, so genannte Provitamine. Ein Teil dieser Provitamine kann mit Nahrung tierischer Herkunft aufgenommen werden, ein Teil wird in der Haut gebildet. Vitamin D ist fettlöslich, das heißt, dass die Aufnahme durch Nahrungsfette erheblich begünstigt wird. Da der Körper auch auf die fettlöslichen Vitamine angewiesen ist, ist es wichtig, bei der Ernährung darauf zu achten, dass diese nicht völlig frei von Fetten ist. Eine fettreduzierte Ernährung ist zwar wichtig und auch gesund, doch der völlige Verzicht auf Fette nützt dem Körper überhaupt nichts, ganz im Gegenteil. Ohne Nahrungsfette können wichtige, fettlösliche Vitamine vom Körper nicht aufgenommen und verwertet werden. Provitamine werden durch bestimmte Enzyme in der Leber und den Nieren zu Vitamin D umgewandelt.

 

Täglicher Bedarf an Vitamin D

Der tägliche Bedarf an Vitamin D wird unabhängig vom Alter und Geschlecht mit 5 µg angegeben. Einzig Säuglinge und Menschen ab 65 haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin D. In diesen Fällen wird die doppelte Menge, als 10 µg Vitamin D empfohlen. Bei Säuglingen müssen die Knochen gebildet und gehärtet werden. Außerdem kann so Rachitis vermieden werden. Diese Erkrankung betrifft vor allem Kleinkinder. Es entsteht aus dem Mangel an Vitamin D. Die Folgen sind deformierte Knochen, gebogene Beine und aufgetriebene Gelenke. Die Muttermilch bietet kaum, bis gar kein Vitamin D, deshalb muss hier auf Zusatzpräparate zurückgegriffen werden. Der Großteil des Bedarfs wird durch Sonneneinstrahlung gedeckt. Dreimal pro Woche jeweils 15 Minuten Sonne sind dafür bereits ausreichend.

 

 

Hypovitaminose D

Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann auf mehrere Ursachen zurückzuführen sein. Am häufigsten wird eine ungenügende Sonneneinstrahlung als Ursache genannt werden. Lange Bettlägerigkeit, die Wintermonate, die relativ dunkel ausfallen, zu wenig Aufenthalte im Freien sind die Gründe für eine nicht ausreichende Sonneneinstrahlung auf die Haut. Außerdem kann ein Vitamin-D-Mangel durch bestimmte Erkrankungen entstehen. Dazu gehören vor allem Erkrankungen der Leber, der Nieren, oder des Darms. In solchen Fällen kommt es zu einem Vitamin-D-Mangel, weil der Körper die mit der Nahrung aufgenommenen Provitamine nicht in Vitamin D umwandeln kann. Rachitis ist eine typische Erkrankung bei Kindern, die auf einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel zurückzuführen ist. Hier ist der Knochenstoffwechsel gestört, oder es kommt zu einem krankhaften Ungleichgewicht zwischen Calcium und Phosphaten.

 

 

Da dadurch die Mineralisierung verhindert wird, kommt es in Folge zu deformierten Knochen, insbesondere sind die gebogenen Beine und die aufgetriebenen Gelenke auffällig. Außerdem wird die Muskulatur, sowie die Bildung der Zähne negativ beeinflusst. Auch das Immunsystem leidet stark unter dem Mangel an Vitamin D. Rachitis ist bis heute eine Erkrankung, die relativ häufig auftritt. Allein in Deutschland werden jährlich rund vierhundert neue Fälle diagnostiziert. Besonders schwer trifft es die dunkelhäutigen Kinder von Einwanderern aus südlicheren Regionen. Menschen mit dunkler Haut sind an hohe Sonneneinstrahlung gewöhnt und benötigen daher in unseren Breiten eine so genannte Vitamin-D-Prophylaxe, durch die Einnahme von zusätzlichen Vitamin-D-Präparaten. Hormonstörungen, zum Beispiel bei Frauen in den Wechseljahren können auch zu einem Vitamin-D-Mangel führen. Vitamin-D-Mangel tritt jedoch auch immer wieder während, oder nach einer Schwangerschaft auf. Deshalb sollten Schwangere unbedingt darauf achten, dass sie sich viel im Freien aufhalten, oder mit Vitamin-D-Präparaten ihren Vitaminhaushalt ausgleichen. Infolge des Vitamin-D-Mangels kommt es auch bei Erwachsenen zu Knochenerweichungen. Ein lang anhaltender Vitamin D-Mangel kann unter Umständen auch zu Osteoporose führen.

 

Hypervitaminose D

Eine Überversorgung mit Vitamin D ist so gut wie unmöglich. Auch ein längerer Aufenthalt in der Sonne kann nicht zu einer Überdosierung führen. Der menschliche Organismus ist so konstruiert, dass der die Produktion von Vitamin D selbst optimal regulieren kann. Da unsere Nahrung sehr wenig Vitamin D, bzw. dessen Provitamine enthält, ist eine Überversorgung auf diesem Wege nicht möglich. Die längerfristige Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ist an sich unbedenklich, sollte jedoch bei entsprechender Indikation erfolgen. Extrem große Mengen von Vitamin D können jedoch schädlich sein. Dazu bedarf es jedoch eine dauerhafte Einnahme von Zusatzpräparaten, wobei die tägliche Dosis etwa 500 µg betragen müsste. Vergiftungserscheinungen sind zunächst kaum zu beklagen, allerdings treten im Körper bestimmte Veränderungen auf, die sich dann in Übelkeit mit Erbrechen, Appetitverlust, Herzrhythmusstörungen und extrem starken Durst äußern. Diese Beschwerden sind auf einen deutlich erhöhten Kalziumspiegel zurückzuführen.

 

Lebensmittel die Vitamin D enthalten


Vitamin D wird im Grund unter Einwirkung von UV-Licht in der Haut gebildet. Die Nahrung bietet nur geringe Mengen an Vitamin D, bzw. entsprechende Provitamine, jedoch sind diese in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

 

  • Lebertran
  • Sardinen
  • Hering
  • Lachs
  • Thunfisch
  • Eigelb
  • Butter
  • Leber
  • Milchprodukte

Vitamin D ist unempfindlich gegenüber Hitze. Deshalb geht es auch beim Kochen, oder Braten nicht verloren. Temperaturen bis zu 180°C können dem Vitamin nichts anhaben. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten zwar kein Vitamin D, jedoch das Provitamin Ergosterol. Aus diesem Grund lohnt es sich, seiner Ernährung etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Im Rahmen einer gesunden Ernährung, die abwechslungsreich und gesund ist, kann man das Risiko eines Vitaminmangels minimieren. Außerdem sind lange Aufenthalte im Freien, insbesondere bei Sonnenschein förderlich für die Bildung von Vitamin D.

 

Hajnalka Prohaska

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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  22.06.2009; 21:03:03 Uhr





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