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Vitamin H (Biotin)
Vitamin H ist gut Haut und Haare. Aus diesem Grund nennt man Biotin also auch Vitamin H. Entdeckt wurde Vitamin H im Jahr 1930. An sich wird Vitamin H eigentlich als B-Vitamin angesehen. Der Grund dafür ist, dass Biotin stark am Fett-, Eiweiß und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt ist. Biotin kann vom Körper nur in sehr geringen Mengen gespeichert werden, deshalb ist es zwingend notwendig, Vitamin H regelmäßig, mit der täglichen Nahrung, dem Körper zuzuführen. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung tritt Biotinmangel eher selten auf. Biotin trägt viel zur Gesundheit von Haut, Haaren und Nägel bei. So schützt es die Haare vor vorzeitigem Ergrauen. Für die Haut ist sein Schutz gegenüber Ekzemen erwähnenswert. Vitamin H ist Bestandteil vieler Präparate zur Behandlung von Akne. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin H trägt zu gesundem Haarwachstum bei, die Haare sind gesund, glänzend und nicht brüchig. Ebenso die Fingernägel. Besonders bei Veränderungen an der Fingernagelstruktur kann man einen Biotinmangel als Ursache in Erwägung ziehen. Zellen, Blutzellen, Nervenzellen und -gewebe, sowie Talgdrüsen kommen ohne Biotin ebenfalls nur schlecht aus. Biotin kommt in tierischen, wie pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Täglicher Bedarf an Biotin
Die täglich benötigte Menge an Biotin ist abhängig vom Alter, Geschlecht und Lebensumständen. So benötigen Säuglinge bis zu ihrem ersten Geburtstag 5-10 Mikrogramm Biotin, Kinder von 1 bis 15 Jahren 10 bis 35 Mikrogramm, steigend mit zunehmendem Alter. Gesunde Erwachsene benötigen 30-60 Mikrogramm Biotin. Raucher, Alkoholiker, Leistungssportler, Schwangere und Stillende haben einen leicht erhöhten Bedarf. Eine Aufnahme kann gestört sein bei Erkrankungen, die das Verdauungssystem betreffen. Auch Stress ist ein Faktor, der die Aufnahme von Biotin stört. Im Rahmen einer gesunden und vor allem abwechslungsreichen Ernährung braucht man einen Vitamin-H-Mangel nicht zu befürchten.
Hypovitaminose H
Ein Mangel an Vitamin H kommt sehr selten vor. Im Allgemeinen kann man den täglichen Bedarf mit der Nahrung decken. Biotin ist in rohen Eiern in gebundener Form vorhanden. Allerdings ist der Körper selbst nicht in der Lage, das Biotin von Avidin zu trennen, demzufolge eine Aufnahme gestört ist. Biotin lässt sich vom Avidin nur durch Erhitzen (min 100°C) lösen. Eine zu einseitige Ernährung kann jedoch einen Vitaminmangel hervorrufen. Mögliche Symptome sind entzündliche Reaktionen der Haut, wie Ekzeme, oder Akne, Dermatitis, Entzündungen der Zunge, Blutarmut (Anämie), Depressionen, oder depressive Stimmung, Übelkeit, Probleme mit Haaren und Nägel, hier treten Haarausfall und brüchige Fingernägel auf. Eine Herzfunktionsstörung, sowie erhöhte Cholesterinwerte können ebenfalls die Folge von Vitamin-H-Mangel sein.
Hypervitaminose H
Eine Überdosierung des Vitamins ist eigentlich nicht möglich. Überschüssiges Vitamin H wird über die Nieren ausgeschieden.
Lebensmittel, die Biotin enthalten
Biotin kommt in vielen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Rinderleber ist besonders reich an Biotin, aber auch in der Leber anderer Tiere (Schwein z.B.) kommt das Vitamin in größerer Konzentration vor.
Weitere nennenswerte Lebensmittel sind:
- Blumenkohl
- Sojamehl
- Vollmilch
- Hering
- Erdbeeren
- Hühnerei (gekocht)
- Tomaten
- Erbsen
- Bananen
Biotin ist wasserlöslich. Aus diesem Grund sollten Nahrungsmittel, die Biotin enthalten nicht schwimmend gewaschen werden. Besser nur kurz unter fließendem Wasser abspülen und anschließend trockentupfen. Beim Kochen auf eine kurze Kochzeit achten. Nach Möglichkeit sollte das Kochwasser ebenfalls verwendet werden. Aus pflanzlichen Lebensmitteln kann der Körper das Vitamin direkt aufnehmen. Bei tierischen Nahrungsmitteln muss das Vitamin zunächst durch den Verdauungsvorgang aus der Nahrung gelöst werden.
Hajnalka Prohaska
© Christoph Hähnel - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 23.06.2009; 18:13:03 Uhr