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Diagnose und Geräte – Was verwendet der Zahnarzt bei verschiedenen Behandlungen?
Der moderne Zahnarzt hat ein breites Spektrum an Instrumenten, um schonend und gezielt diagnostizieren und behandeln zu können. Besonders wichtig durch den direkten Kontakt mit den empfindlichen Schleimhäuten und offenen Behandlungsstellen im Mundraum sind die Hygiene in der Zahnarztpraxis selbst und die absolute Sterilität der Instrumente. Der Zahnarzt kann somit Einmalinstrumente verwenden und nach der Behandlung entsorgen, oder umweltfreundlicher, hochwertige Edelstahlinstrumente, die nach jeder Behandlung sterilisiert werden. Diese Keimfreiheit garantiert keine Übertragung von Krankheiten und ist ein absolutes Muss für jeden professionellen Zahnarzt. In den Sterilisator werden die Instrumente eingegeben und mit Wasserdampf und sehr hoher Temperatur gereinigt. Dies garantiert eine anschließende Keimfreiheit. Die Praxis selbst wird mit speziellen Reinigern und Sprays weitestgehend keimfrei gehalten. Ein zusätzlichen Sterilisationsspray dient außerdem der Reinigung des Stuhls und der Lampe zwischen, nach und vor den Behandlungen. Für die Reinigung der Hände muss in der Praxis ein Handwaschbecken mit Sterilisationslösung zur Verfügung stehen.
Bei jeder Behandlung kommen der Zahnarztstuhl und die Tageslichtlampe zum Einsatz. Auch das Spuckbecken und der Wasserspender zum Ausspülen neben dem Behandlungsplatz sind jedem bekannt. Die Lampe ist ein sehr hochwertiges Gerät, da sie keine Hitze abstrahlen darf und dennoch sehr gebündeltes und helles Licht abgeben. Zur Diagnose, also der Überprüfung des Gebisses und Feststellung eventueller Erkrankungen oder Schädigungen, verwendet der Facharzt meist einen Mundspiegel. Dieses Instrument besteht aus einem Haltegriff und einer Spitze mit einem - möglichst wenig reflektierenden -Rundspiegel daran. Das typische Zahnarztinstrument kann aus Kunststoff oder Edelstahl bestehen. Ausführungsvarianten sind konkave, also vergrößernde Spiegel, beidseitige Spiegel sowie ein gerader oder leicht angewinkelter Spiegelkopf, um bequem auch die Rückseite der Zähne inspizieren zu können. Hierbei und bei vielen weiteren Untersuchungen und Behandlungen kommt auch der Scaler zum Einsatz, ein spitzes Werkzeug, mit dem z.B. Zahnstein entfernt werden kann.
Diagnose beim Zahnarzt
Sämtliche Bohrapparaturen werden von einem Mikromotor angetrieben, der eine sehr schnelle Kraftübertragung auf das Winkel- oder Handstückstück ermöglicht, auf dem der Bohrkopf eingespannt sitzt. Das Handstück ist der Teil der Bohrapparatur, den der Zahnarzt festhält. Meist bedient der Zahnarzt den Bohrer mit einem Fusspedal, um die Hände für das Bohren und die Behandlung frei zu haben. Einige Zahnärzte verwenden auch Handstücke mit integriertem Bohrmotor.
Die so genannten Arbeitsenden oder Bohrköpfe können aus sehr verschiedenen Materialien wie Metall, Diamant oder Keramik bestehen, die meist mit Stahl kombiniert werden.
Außerdem stehen viele verschiedene Formen wie Rundbohrer, Fräsen oder Finierer in zahlreichen Größen zur Verfügung. Jedes Material sowie jede Form wird dabei für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Zum Polieren der Zähne werden Kunststoffköpfe verwendet, die mit dem gleichen Hand- oder Winkelstück betrieben werden.
Für das entfernen von erkrankten oder überflüssigen Zähnen sind rutschfeste und gut greifende Zangen in der Verwendung von Zahnarztfachpraxen.
Besonders bei Wurzelbehandlungen und knochenaufbauten kommt auch in der Zahnarzt- bzw. Oralchirurgenpraxis Skalpelle vor, um Zahnfleischlappen zu präparieren und so an den Knochen oder die Wurzel des Zahnes zu gelangen.
Implantate und Zahnersatz beim Zahnarzt
Zu den Wurzelbehandlungsinstrumenten zählen die so genannten Hedströmfeilen. Diese werden für das Ausfeilen und damit Säubern der Wurzelkanäle benutzt, damit diese gefüllt und wieder verschlossen werden können. Die ähnlich wie ein Bohrkopf aussehenden Feilen ermöglichen den unkomplizierten Abtransport des Zahninneren nach außen. Ebenso unverzichtbar bei der Behandlung der Zahnwurzeln sind die Exstirpationsnadeln zum Ziehen des Zahnnervs. Sie sind elastisch und mit Widerhaken ausgestattet, werden in den ausgefeilten Behandlungskanal eingeführt und durch den Nerv gestochen, der dann herausgezogen werden kann. Früher aus Edelstahl gefertigt, werden diese heute aus Nitinol, einer Legierung aus Nickel und Titan, hergestellt. Zum Ausschaben von Knochenhöhlen verwendet der Zahnarzt den scharfen Löffel, ein Instrument mit scharfen Löffelkanten.
Für die Betäubung benötigt der Zahnarzt Kanülen (Nadeln) und Spritzen, auf die er diese aufstecken kann.
Für das Aushärten von Kompositfüllungen wird außerdem eine Polymerisationslampe benötigt, die durch die Lichtstrahlung die einzelnen Komponenten verbindet und die Füllung so haltbar macht. Füllungen bestehen meist aus Amalgam, Gold, Keramik oder Kunststoff.
Zusätzlich verwendet die Zahnmedizin auch verschiedene Sonden. Die Knopfsonde ist stumpf und wird verwendet, um Kanäle zu untersuchen. Die Miller-Nadel hat ein sehr feines, spitzes Ende und dient der Untersuchung z.B. von Wurzelkanälen oder Kronenkanten. Auf dieses Gerät kann auch eine kleine Menge Watte aufgebracht werden, das mit Medikamenten für die Wurzelkanäle getränkt wird und diese so direkt an entzündete Stellen transportiert.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 28.03.2010; 18:35:25 Uhr