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Was versteht man unter dem Begriff Glasionomerzement?

Schönes Lächeln Der Begriff Glasionomerzement stammt aus der Zahnmedizin und bezeichnet ein Material, das zum Füllen und Reparieren der Zähne verwendet wird. Hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus einer Carbonsäure, wie zum Beispiel Polyacrylsäure, sowie anorganische Füllstoffe und destilliertes Wasser, das durch eine Säure-Basen Reaktion für die Aushärtung der Füllung verantwortlich ist. Das Füllmaterial wird hauptsächlich bei Kindern, zur Reparatur von Milchzähnen verwendet. Bei den bleibenden Zähnen jedoch wird Glasionomerzement meist nur für provisorische Füllungen, zum Beispiel in der Schwangerschaft, verwendet.

 

Glasionomerzement wird schon seit über zwanzig Jahren in den Zahnarztpraxen verwendet und findet viele Einsatzgebiete. Da dieses Material über eine sehr gute Haftung am Zahnschmelz verfügt, ist es besonders beliebt bei den Zahnärzten. Eine Füllung aus Glasionomerzement hält zwar nicht so lange wie eine Füllung aus Amalgam, hat aber dennoch viele Vorteile. Das Füllmaterial enthält Fluorid, das ständig an den Zahn abgegeben wird. Die Fluorid Abgabe ist direkt nach einsetzen der Füllung am Größten. Diese soll den Zahn vor weiterem Karies befall schützen. Hierbei bohrt der Zahnarzt den betroffenen Zahn vorsichtig aus und glättet die Ränder. Anschließend wird das Glasionomerzement-Gemisch, das aus einem Pulver und einer speziellen Flüssigkeit angerührt wird, in das vorbereitete Loch eingefügt. Zum Abschluss wird die Füllung mit einer Art Lack überzogen. Dies soll bewirken dass die Füllung ungehindert, vom Speichel, aushärten kann. Aus diesem Grund wird das Material sehr häufig zum Füllen von Milchzähnen bei Kindern verwendet.

 

Unterschiede zwischen Amalgam Füllungen und Glasionomerzement-Füllungen

Über den Zeitraum von acht Jahren wurden im Rahmen einer Studie fünfhundert Amalgam- und Glasionomerzement-Füllungen bei Kindern im Alter zwischen drei und dreizehn untersucht. Bei den Kindern mit den Amalgam Füllungen mussten bei etwa dreißig Prozent der Kinder auch die Nachbarzähne wegen Karies behandelt werden. Die Kinder mit den Glasionomerzement-Füllungen waren lediglich zu circa sechzehn Prozent von Karies an den Nachbarzähnen betroffen. Dies Zeigt eindeutig den Kariesschutz der durch die kontinuierliche Abgabe von Fluorid über die Glasionomerzement Füllung, entsteht.

 

 

 

Vor- und Nachteile, sowie die Anwendungsgebiete der Glasionomerzement-Füllung

Glasionomerzement-Füllungen werden hauptsächlich zum Füllen von Milchzähnen bei Kindern eingesetzt und zum Teil auch zur Versiegelung von Fissuren. Auch für provisorische Füllungen, Zahnhalsfüllungen und Unterfüllungen wird Glasionomerzement sehr gerne verwendet. Des weiteren wird das Material für den Aufbau von Kronen und Brücken eingesetzt. Außerdem dient der Glasionomerzement als Befestigungszement von Kronen und Brücken, sowie für Kieferorthopädische Bänder. Keine Anwendung findet das Material bei endgültigen Füllungen von den Kauflächen der Seitenzähne beim bleibenden Gebiss.

 


 

Eine Glasionomerzement-Füllung bietet viele Vorteile. Durch das Einsetzen einer Glasionomerzement-Füllung wird Fluorid an den Zahn abgegeben, das wiederum den Zahn vor weiterem Befall von Karies schützt. Das Füllmaterial lässt sich sehr gut verarbeiten und haftet ausgezeichnet am Zahnschmelz. Außerdem ist eine Füllung aus Glasionomerzement sehr kostengünstig. Die Kosten für die Behandlung wird von der Gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Haltbarkeit einer Glasionomerzement-Füllung liegt etwa bei drei bis fünf Jahren. Im Vergleich zu den Vorteilen einer derartigen Füllung ist die Liste der Nachteile sehr klein. Lediglich die geringere Abriebsfestigkeit gegenüber anderen Füllungen und die etwas verminderte Ästethik sind ein kleiner Nachteil der Glasionomerzement-Füllung.

 

Eine Glasionomerzement-Füllung wird im allgemeinen sehr gut vertragen und es kommt nur in ganz Seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen. Bei der Verwendung einer reinen Glasionomerzement-Füllung ist das Risiko einer Allergie noch geringer als bei einem Glasionomerzement-Kunststoff-Gemisch. Diese Gemische enthalten Monomere, die als Allergene bekannt sind. Wie schon zuvor erwähnt sind Allergien sehr selten. Mögliche Symptome für eine Unverträglichkeit können unangenehmes brennen im Mund  oder auch Ekzeme im Mundbereich sein.

 

Wer das Glück hat, gesunde Zähne zu besitzen, muss sich im Normalfall nicht sehr oft mit der Wahl der richtigen Füllung auseinandersetzen. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt, sowie eine professionelle Mundhygiene, zwei Mal pro Jahr sind eine gute Prophylaxe vor Karies. Natürlich darf auch die tägliche, gründliche Reinigung der Zähne, mindestens zwei Mal pro Tag nicht fehlen. Sollte es trotzdem zu Karies gekommen sein, wird der Zahnarzt  sehr ausführlich  zum Thema Füllungen informieren und beraten.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© auremar - Fotolia.com

 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  27.06.2011; 17:30:21 Uhr



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