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Schnell verlaufende Parodontitis braucht eine sofortige gründliche Behandlung

Frauen sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die Schnell verlaufende Parodontitis, eine besonders aggressive Form der Zahnfleischerkrankung, befällt besonders junge Erwachsene von der Pubertät bis etwa 30 Jahren. Differenzialdiagnostisch ist diese folgenschwere Erkrankung jedoch nicht immer gleich zu erkennen, da sie durchaus Ähnlichkeiten mit einer chronischen Zahnfleischentzündung haben kann. Einige Hinweise sollten Betroffene allerdings sofort hellhörig werden lassen. Denn je eher sich ein Parodontologe mit der Zahn bedrohenden Erkrankung befasst, desto größer ist die Chance, die Zähne zu retten. Ohne Behandlung werden sie schon innerhalb kurzer Zeit ausfallen. Der darunter liegende Kieferknochen wird zerstört.

 

Die Krankheit verläuft in Schüben

Zwar tritt die Schnell verlaufende Parodontitis nur selten auf.  Nur in zwei bis fünf Prozent aller Fälle von Zahnfleischerkrankungen handelt es sich um diese aggressive Form.  Der Laie, also auch der betroffene Patient, kann dies aber nicht unterscheiden und gehört deshalb in Hände des Fachmannes.  In der Regel verspürt der Patient - für ihn wie aus heiterem Himmel - Schmerzen am Zahnfleisch. Meistens weiten sich diese Schmerzen in nur kurzer Zeit auf das gesamte Zahnfleisch aus, sodass innerhalb kürzester Zeit die meisten oder sogar alle Zähne betroffen sind. Aggressiv nennen die Zahnmediziner diese Form der Zahnfleischerkrankung, weil sie in auch die Knochen des Zahnhalteapparates zerstört. Ein jährlicher Schwund des Knochens von etwa acht Prozent ist bei der Schnell verlaufenden Parodontitis keine Seltenheit. An den Zähnen löst sich das Zahnfleisch nach und nach vom Zahn und bildet offene Taschen.

 


 

 

Die aggressiven Bakterien, die diese Veränderung ausgelöst haben, können immer weiter in das Kieferinnere vordringen und dort mit dem Zerstören des Kiefers beginnen. Bei schwerem Verlauf kann es zu schwerwiegenden Entzündungen mit Eiterbildung kommen. Wird das Zahnfleisch nicht umgehend behandelt, so dass es seine Haltefunktion für die Zähne schnell wieder wahrnehmen kann, droht auch gesunden Zähnen binnen kurzer Zeit das Aus. Sie sind nicht mehr zu retten. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, mit derartigen Beschwerden  den Zahnarzt aufzusuchen. Die im Zahnfleisch und möglicherweise bereits im Kiefer sitzenden Bakterienstämme können zu erheblichen und folgenreichen Wechselwirkungen mit dem gesamten Organismus führen. Nicht selten wurden als Folgen der Schnell verlaufenden Parodontitis Entzündungen des Herzens, der Atemwege oder anderer Organe beobachtet. Ist das Immunsystem durch einen solchen intensiven Bakterienbefall und weitere entzündliche Erkrankungen erst einmal belastet, bedarf es oft intensiver medizinischer Betreuung, um die Stabilität der Gesundheit wieder herzustellen. Besonders Schwangere sollten bei den ersten Anzeichen für eine Entzündung des Zahnfleisches umgehend den Arzt aufsuchen. Die krank machenden Bakterien können zu einer Frühgeburt führen.

Die Therapie muss gründlich und umfassend geschehen

Der Zahnarzt wird zunächst einmal eine akribisch gründliche professionelle Zahnreinigung vornehmen. Besonders oberhalb des Zahnfleischrandes müssen Belege entfernt werden. Nur ein absolut belagfreier Zahnschmelz verhindert, dass sich ständig noch Bakterien dort ansiedeln. In einem zweiten Schritt behandelt der Zahnarzt das Zahnfleisch selbst. Abgestorbene Gewebeteile müssen entfernt und die entstandenen von Bakterien befallenen Zahntaschen müssen gründlich gesäubert werden. In schwereren Fällen muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Sollte die Entzündung bereits sehr weit fortgeschritten sein, wird der Zahnarzt seinem Patienten zusätzlich auch noch ein Antibiotikum verschreiben, um eine Superinfektion im Körper zu verhindern. Der letzte Schritt der Akutbehandlung ist das Erstellen eines intensiven häuslichen Pflegeplans. Diese „Erste-Hilfe-Maßnahmen" führen in der Regel bereits nach wenigen Tagen zu einem spürbaren Erfolg.

 

 

 

Eine engmaschige Kontrolle des Heilungsverlaufs ist unerlässlich. Denn der Patient selbst ist nicht in der Lage zu beurteilen, ob diese ersten Maßnahmen auch wirklich alle Bakterienstämme vernichtet haben. Es reichen schon winzige Restherde, um die Krankheit sofort wieder großflächig ausbrechen zu lassen. Auch nach vollständiger Ausheilung müssen die Patienten regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt einplanen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Krankheit, sollte sie wieder ausbrechen, frühzeitig erkannt und gestoppt werden kann. Die beste vom Patienten selbst zu leistende Prophylaxe gegen die Schnell verlaufende Parodontose ist auch weiterhin eine äußerst gewissenhafte Pflege der Zähne, des Zahnfleisches und der gesamten Mundhöhle. Hier helfen zusätzlich zur Zahnbürste Zahnzwischenraumbürsten und ein Zungenschaber. Auch desinfizierende Gurgellösungen halten die Mundhöhle sauber.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  28.06.2011; 23:39:36 Uhr



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