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Zähneknirschen - nächtliche Geräusche

Zähneknirsche im Schlaf Zähneknirschen geschieht häufig nachts und ist vielen schon als „ Volkskrankheit “ bekannt. Jeder Dritte knirscht bereits mit den Zähnen und stört damit häufig seinen Partner. Zähneknirschen kann auch am Tag vorkommen, wobei es hier meist nur durch Aufeinanderpressen der Zähne zum Ausdruck kommt und nicht wirklich laut geknirscht oder geknackt wird. Natürlich ist beides nicht gerade förderlich für die Gesundheit der Zähne.

 

Als Ursache wird Stress gesehen, da besonders überforderte und ständig unter Strom stehende Leute anfangen mit den Zähnen zu knirschen. Auch eine Fehlstellung der Zähne kann das Zähneknirschen hervorrufen. Zahnlücken und schlecht angepasste Füllungen begünstigen es ebenfalls.

 

Zu den Risikofaktoren zählen besonders Schlafstörungen und große Müdigkeit während des Tages. Chronischer Stress oder große Angst sind ebenfalls als Auslöser bekannt. Ob es sich nun um Angst vor einem bestimmten Event oder Existenzangst handelt, Stress bei der Arbeit oder nur ein kleiner Streit im Privatleben, der sich im Unterbewusstsein viel mehr niederschlägt als uns bewusst ist, all das kann für nächtliches Zähneknirschen sorgen, und ist uns mitunter gar nicht bewusst.

 

Auch Rauchen, Koffein und Alkohol können Zähneknirschen begünstigen, ebenso die Einnahme bestimmter Medikamente.

 

Folgen der Zähneknirschens

Obwohl man Zähneknirschen selbst kaum bemerkt, kann es sehr gravierende Folgen haben. Die Zähne werden abgenutzt und dadurch muss der Kiefer zum Kauen weiter geschlossen werden. Die Zähne bekommen auch Risse, besonders im Zahnmark, aber auch manchmal am Zahnschmelz, was auch Schmerzen verursachen kann. Der Kieferknochen und die Zahnwurzeln werden stark überlastet und auch das Kiefergelenk kann abgenutzt werden. Dadurch kann es zu Knackgeräuschen beim Kauen bis hin zum „Ausrenken“ des Kiefergelenks kommen.

 

Auch die Kaumuskeln werden stark belastet und dadurch zum Teil geschädigt. Die Verspannungen ziehen sich bis in den Nacken und verursachen auch starke Kopfschmerzen, die sich zur Migräne entwickeln können. Zudem werden Schwindelgefühle, Übelkeit und Sehstörungen beobachtet. Die Verspannungen im Nackenbereich können sich entlang der Wirbelsäule nach unten ziehen und Verspannungen im ganzen Rücken verursachen. Beckenfehlstellungen und „ausgerenkte“ Wirbel sind hier die Folge. Selbst Ohrgeräusche können vom Zähneknirschen herrühren, wobei diese oft auch direkt der Ursache Stress zu verdanken sind.

 

Da die Zähne abgenutzt werden, entsteht bei normal geschlossenem Kiefer eine Lücke zwischen den oberen und unteren Zähnen, die man automatisch durch stärkeres Zusammenbeißen schließt. Aber auch eine natürliche oder von anderer Ursache kommende Abweichung der Bisslage kann dazu führen, dass überhaupt mit dem Zähneknirschen angefangen wird. Teilweise kann also ein Teufelskreis entstehen, dem auf natürliche Weise nicht zu entrinnen ist. Alles in allem sind schwere Schmerzen die Folge und auch das Anzeichen, an dem man selbst erkennt, was man unbewusst nachts seinen Zähnen zumutet.

 

 

Wie man das Zähneknirschen los wird


Da Zähneknirschen meist von Stress verursacht wird, empfiehlt es sich, zunächst nach den möglichen Stressquellen zu suchen. Sobald man bewusst weiß, wo der Schuh drückt, ist es oft einfacher damit umzugehen. Auch gezielte Entspannungstechniken helfen, die Muskeln zu entlasten und so ein Entladen der Anspannung im Zähneknirschen zu verhindern. Auch Massagen und das bewusste Nehmen kleiner Auszeiten während des Tages sind hier ganz hilfreich. Bei größeren Problemen oder wenn man selbst die Ursachen nicht finden kann, hilft auch eine Psychotherapie weiter.

 

Eine Aufbiss-Schiene vom Zahnarzt hilft, den Verschleiß der Zähne zu verhindern und kann auch das Kiefergelenk entlasten, in dem sie die Gleitfunktion des Gelenks wieder herstellt. Dadurch verhindert man weiteres Abnutzen, kann aber die Ursache selbst meist nicht bekämpfen.

 

Der Zahnarzt kann außerdem Zahnfehlstellungen beheben, die eventuell erst zum Zähneknirschen geführt haben. Sind die Zähne zu hoch, werden sie abgeschliffen, um die Kauebene in die richtige Position zu bringen. Bei zu kurzen Zähnen oder bereits stark abgenutzten kann der Zahnarzt durch Aufbauten die ursprüngliche Höhe wieder herstellen, womit sich in manchen Fällen das Problem beheben lässt. Auch eine Zahnspange kann eventuelle Zahnfehlstellungen beheben.

 

Zur Selbsterkennung hilft auch das Messen der Kaumuskelspannung mit einer Sonde. Dadurch sieht der Patient sofort, wenn die Spannung zu groß ist und die Belastung für Zähne und Kiefer gefährlich wird. Durch die bewusste Reduzierung der Kaumuskelspannung kann dies dann auch im unbewussten Zustand geschehen, was die Zähne entlastet und eventuell ganz zur Behebung des Problems beiträgt.

 

Auch Hypnotherapien können helfen, indem man die Spannung vom Kiefer in beispielsweise die Hand überträgt. Zudem kann der Patient jedes Mal aufgeweckt werden, wenn er mit dem Zähneknirschen beginnt, was hilft, sich bewusst zu werden, dass und wann man es tut. Zahnbehandlungen sollten möglichst bis nach Behebung des Problems warten.

 

Bei Kindern allerdings ist das Zähneknirschen absolut unproblematisch, da es bei ihnen dazu dient, die Zähne einzuschleifen und aufeinander abzustimmen. Bei länger andauerndem, ständigem Knirschen bis hin ins Erwachsenenalter sollte aber ein Zahnarzt aufgesucht werden.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© bonnpixel - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.05.2011; 08:02:18 Uhr





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