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Angst vor dem Zahnarzt - Hilfe gegen Zahnarztangst

Kinder beim Zahnarzt Angst ist ein lebenswichtiger Schutzmechanismus, um Gefahren ausweichen zu können und gefährliche Situationen zu vermeiden. Das Extrem der Angst ist die Angststörung. In einem solchem Fall kann sich normale Angst verselbstständigen, sodass der Menschen Situationen ausweicht, die nicht gefährlich, sogar hilfreich sind.

Die Angst vor Zahnärzten ist weit verbreitet. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft war der Auslöser ein negatives Erlebnis in der Kindheit oder Jugend. Da heutzutage Zahnbehandlungen bei Kindern sehr einfühlsam vorgenommen werden, eine frühe Aufklärung über Zahngesundheit und zahnmedizinische Hilfe, wenn nicht im Elternhaus, so doch durch die Schule und Schulzahnärzte, geleistet wird, ist bei sehr jungen Leuten, die in Deutschland aufgewachsen sind, selten die übersteigerte Angst auf solche Erlebnisse zurückzuführen.

 

Bei Menschen älterer Generationen spielen häufig frühe Erlebnisse, wie das Ziehen von Zähnen ohne Betäubung, eine sehr grobe Behandlung, lange Schmerz- und Entzündungszustände nach Zahnbehandlungen, eine große Rolle. Kinder und Jugendliche mit anderem nationalen Hintergrund haben oft ebenfalls solche Erfahrungen gemacht. Vielfach werden dann lieber langjährige Schmerzen und Zahnausfall in Kauf genommen, statt den Zahnarzt aufzusuchen. Es werden über lange Zeit Schmerztabletten genommen, ungeachtet der Nebenwirkungen, oder unwirksame, ja schädliche Hausmittel ausprobiert. Menschen mit Zahnarzt Angst leiden nicht selten unter fortgeschrittener Parodontitis mit hochgradigem Befall des Kiefers.

 

Selbstbehandlung ist keine Lösung


Es gibt heute viele Möglichkeiten der Angst vor dem Zahnarzt medizinisch zu begegnen und sie erfolgreich zu bekämpfen. Vielfach können in zahnärztlichen Praxen sehr ängstliche Patienten von ihrer schädlichen und unbegründeten Angst befreit werden. In anderen Fällen ist eine psychotherapeutische Behandlung notwendig, um einer schweren Angststörung zu begegnen. In jedem Fall ist die dauerhafte Selbstbehandlung der schmerzreichere und falsche Weg. Menschen mit einer Angststörung betreffs zahnärztlichen Behandlungen oder übersteigerter Angst, sollten sich einem Zahnarzt oder Therapeuten schnellstens anvertrauen.

 

Die Alternative sind langes Leiden, Zahnverlust, eventuell spätere größere Operationen am Kiefer. Die dauerhafte Medikamenteneinnahme hat nicht voraussehbare Nebenwirkungen. Entzündungen und Vereiterungen im Mundbereich können weitere Erkrankungen im Körper verursachen, wenn die ursächlichen Bakterien im Blutkreislauf zu wandern zu beginnen. Je länger ein Zahnarztbesuch aufgeschoben wird, desto umfangreicher und schwieriger und auch teurer wird die Behandlung. Ständige Zahnschmerzen mindern Konzentration und Leistungsfähigkeit.

 

Die Ursachen der Angst finden

Bei jeder Angststörung oder übersteigerter Angst ist es wichtig, die Ursachen festzustellen. Jeder Zahnarzt wird erst einmal bereit sein, mit einem übersteigert ängstlichen Patienten das Gespräch zu führen, ihn über notwendige Behandlungen und die Möglichkeiten schmerzfreier Behandlung aufzuklären. In dem Fall werden oft einige Termine gemacht, die dem Gespräch über die Angstursachen dienen und dem Bemühen, falsche Vorstellungen über die zahnärztliche Behandlung auszuräumen.

Viele Zahnärzte und Therapeuten verfügen über Fragenbögen, die Ursachen und Angst erregende Situationen eingrenzen können und dem Patienten gleichzeitig so zusagen den Spiegel der Auslöser seiner Angst vorhalten.

Solche Fragenbögen gibt es auch online, wo sie erst einmal zu Hause, fern einer Praxis ausgefüllt werden können. Sind schmerzhafte Erfahrungen die Ursache, können Behandlungen unter Vollnarkose angeboten werden. Eine andere Möglichkeit der Angst vor dem Schmerz zu begegnen ist die Behandlung unter Hypnose, die jedoch die Bereitschaft des Patienten voraussetzt.

 

Manchmal sind es aber weniger reale Schmerzen, die die Angst auslösen, sondern die vielen unbekannten Geräte und die Geräusche, die das Bohren, Schleifen und andere Behandlungen begleiten. Der ängstliche Patient darf und soll den Arzt nach der Bedeutung der Geräte und nach den nächsten Behandlungsschritten fragen. Wer die Geräusche fürchtet, kann mit Musik aus dem Kopfhörer abgelenkt werden. Gerade die ängstlichen Patienten wird der Zahnarzt ganz besonders darauf hinweisen, dass sie durch Handzeichen jederzeit eine kurze Behandlungspause oder ein Druck- oder Schmerzgefühl anzeigen können.

 

Wer unter ausgesprochenen Angststörungen vor dem Zahnarzt leidet, kann einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Behandlung der Angststörung wird ihn nicht vor dem Zahnarzt bewahren oder den Besuch endlos aufschieben. Vielmehr wird der Therapeut, eventuell durch Kontakt mit dem Zahnarzt, einen Weg finden. Zahnbehandlungen können heute schonend und schmerzfrei durchgeführt werden. Ein guter Zahnarzt ist immer bereit, besonders den ängstlichen Patienten gut zu informieren und die schmerzfreie bis sehr schmerzarme Methode anzubieten.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© drubig-photo - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  21.06.2011; 11:26:13 Uhr



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