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Zahnbehandlungen: Was der Zahnarzt leistet

Zahnbehandlungen So mannigfaltig wie die Patienten bei den deutschen Zahnärzten sind, sind auch die jeweiligen Kombinationen aus Behandlungen. Ständig werden neue, meist effektivere oder schonendere Behandlungen entwickelt und an die Zahnärzte weitergegeben. So entstanden in den letzten Jahren z.B. die Veneers, sehr dünne Verschalungen für die Zähne, die mit einem Spezialkleber aufgebracht werden und bei Verfärbungen oder sehr kleinen, aber gesunden Zähnen verwendet werden, um eine ästhetische Zahnreihe herzustellen. Andererseits wurden „Schnellimplantate" entwickelt, die innerhalb einer Stunde voll belastet werden können. Der Scheu vor dem Zahnarzt wird mittlerweile durch Hypnose oder Dämmerschlaf entgegengewirkt und die psychologische Ausbildung wird schon im Fachstudium der deutschen Zahnärzte wesentlich mehr beachtet als früher. Der Zahnarzt hat viele Aufgaben und muss sämtliche Behandlungsvarianten perfekt beherrschen. Hier einige der üblichen Zahnbehandlungen, die die deutschen Zahnärzte täglich durchführen:

 

 

Zahngesundheit und Zahnbehandlungen beim Zahnarzt

 


In den halbjährlichen Intervallbesuchen, bei denen der Zahnarzt den gesamten Mundraum kontrolliert, einen Kariesbefall an den Zähnen sucht sowie überprüft, ob das Zahnfleisch gesund ist, sich Verfärbungen gebildet haben oder sich Zahnstein gebildet hat.

 

Bei starkem Kariesbefall und daraus entstandenen Löchern wird der betroffene Zahnschmelz durch ein Abtragen mit dem Bohrer entfernt, damit eine Füllung eingebracht werden kann, die das entstandene Loch auffüllt. Diese Füllungen wurden früher aus Amalgam gefertigt, heutzutage wird dies meist mit Keramik oder Gold durchgeführt. Je nachdem wie tief gebohrt werden muss, wird der betroffene Zahn entweder vereist oder der Bereich durch eine örtliche Betäubung narkotisiert. Das Abtragen ist dringend notwendig, um eine weitere Zerstörung des Zahnes zu verhindern und die volle Brauchbarkeit des Gebiss' wieder herzustellen.

Auch ist die Aufgabe des Zahnarztes, erkrankte oder überflüssige Zähne zu entfernen. Meist ist dies im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlungsserie nötig, da die Zähne oft zu groß für den Kiefer sind. Viele Zahnärzte sind auch im Rahmen der Oralchirurgie spezialisiert und entnehmen Weisheitszähne, die durch Verwachsungen nicht vollends aufgebaut wurden oder schräg liegen.

 

Als sehr unangenehm bekannt ist eine Wurzelbehandlung, entgegen dieser Annahme ist die Behandlung jedoch schmerzfrei wenn der Arzt die Spritze richtig setzt. Falls ein Zahn starke Schmerzen verursacht, liegt oft eine kariös verursachte Entzündung des Zahnmarkes vor.  Durch die Wurzelbehandung versucht man die Leistung des Zahnes - zumindest noch einige Zeit - zu erhalten, indem man nur den Nerv zieht. Hierfür wird der Nerv um den Zahn betäubt und ein Loch in den betroffenen Zahn gebohrt, durch das der Nerv und die blutversorgenden Gefäße ausgeschabt werden. Anschließend wird das Loch mit Füllmasse verschlossen und die Oberfläche abgeschliffen, um keine Reibstellen zu hinterlassen. Auf diese Weise tötet der Zahnarzt den anders nicht behandelbaren Zahn ab, damit dieser keine weiteren Schmerzen auslöst, zieht ihn jedoch nicht, um die Kauleistung ohne Zahnersatz zu erhalten. Auch bei Zahnbrüchen durch Unfälle werden oft Wurzelbehandlungen durchgeführt. Wenn irgendwie möglich ist das Töten eines Zahns jedoch zu verhindern.

 

Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt

 


Ähnlich wird bei einer Wurzelspitzenentzündung verfahren. Das Zahnfleisch rund um die betroffene Stelle wird entfernt, notfalls der Knochen aufgebohrt und das entzündete Gewebe an der Wurzelspitze ausgeschabt. So kann der Arzt das Zerfressen des Zahnes und eine dann nicht mehr zu verhindernde Wurzelbehandlung aufhalten. Wird eine Wurzelspitzenentzündung nicht behandelt, kann sie zum Befall der nebenliegenden Wurzeln, zum Absterben einer oder mehrerer Zähne sowie zur Auflösung des Kieferknochens führen.

 

Neben akuten Entzündungen ist der Zahnarzt auch für das Setzen von Zahnersatz wie Implantate, Brücken und Kronen verantwortlich. Meist ist ein Ersetzen des natürlichen Zahnapparats durch „falsche" Zähne eine Prozedur, die in mehreren Sitzungen von Statten geht. Dabei werden noch lebendige, gesunde Zähne erhalten und dienen als Stützpfeiler für lückenübergreifende Prothesen genutzt oder teilerhaltene Zähne überkront, um wieder ästhetisch zu wirken. Sind keine nutzbaren Stützzähne mehr vorhanden, werden Implantate in den Kiefer geschraubt, die als Pfeiler dienen. Die meisten Zahnersatzbehandlungen werden unter örtlicher Narkose oder im Dämmerschlaf durchgeführt.

Außerdem bietet ein Facharzt für Zahnheilkunde auch professionelle Zahnreinigungen mit Zahnsteinentfernung sowie rein schönheitsbedingte Behandlungen wie Bleaching (Bleichen) und das Anbringen der neuartigen, aufklebbaren Veneers an.

Auch die Prophylaxe, also die Verhinderung von Erkrankungen durch eine gute Mundhygiene und Behandlungen, die eine fortschreitende Krankheit im Mundbereich aufhält fallen in sein Betätigungsfeld.

Um die Bevölkerung weitestgehend über Risiken schlechter Mundhygiene aufzuklären und einer Angst der Patienten vor einem Zahnarztbesuch von Anfang an entgegenzuwirken, bieten Zahnärzte schon für Kinder Aufklärung und eine angstfreie Annäherung an sein Fach an. Mit Färbetabletten lernen diese, wie einfach aber nötig richtiges und häufiges Zähneputzen ist und wie viele Krankheiten dies verhindert.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Sandor Kacso - Fotolia.com



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  28.03.2010; 16:26:55 Uhr



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