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Zahnersatz: Mit den „Dritten“ wieder richtig zubeißen

zahnersatz Durch viele Faktoren unserer heutigen Ernährung werden die Zähne angegriffen und nicht mehr so stark vom Körper selbst erhalten wie zu Urzeiten. Damals hatte der Mensch zum Beispiel wesentlich mehr Speichelflüssigkeit, da er teils rohes Fleisch oder hartes Brot zu kauen hatte, Früchte waren noch nicht in Saft und Smoothies verarbeitet - die Zähne hatten noch wesentlich mehr zu beißen und zu kauen als bei der weichen Nahrung von heute.

Der Speichel wurde vom Körper zum auflösen und geschmeidig machen hinzu gegeben, damit hatte er auch eine spülende Funktion und wusch die Zähne schon während der Nahrungsaufnahme wieder grob sauber. Die weiche Nahrung von heute bietet dem Zahnschmelz weniger Abriebmöglichkeit, um kleinere Vertiefung abzuschleifen, bevor sich Bakterien darin sammeln konnten. Dies sowie erbliche Veranlagung, mangelnde Mundhygiene, verschiedenste Krankheiten oder Unfälle, bei denen Zähne abbrechen oder ganz ausgeschlagen werden, führen zum nicht nur altersbedingten Nötigwerden von Zahnprothesen.

 

 

Zahnersatz und Implantate bei Zahnverlust

 


 

Um die Funktion des Gebisses zu erhalten oder wieder zu gewinnen sowie zu ästhetischen Zwecken kommt dann ein Zahnersatz ins Spiel. Problem Nummer eins sind dabei nicht die Möglichkeiten, einen perfekt sitzenden und voll funktionsfähigen Ersatz zu bekommen. Die deutschen Zahnärzte sind perfekt ausgebildet und halten sich selbständig auf dem Laufenden über neue Methoden. Nein, der Faktor Geld spielt hier für viele eine große Rolle, da Zahnersatz nur von privaten Kassen und auch dort nur teilweise übernommen wird. Nähere Auskünfte gibt hier die Krankenkasse, die die Prophylaxe übernimmt, nicht jedoch die sehr teure Zahnersatzbehandlung. So splitten sich die Möglichkeiten in zwei grobe Linien - den fest sitzenden Zahnersatz und die herausnehmbare Zahnprothese. Letztere hat den klaren Kostenvorteil im ersten Moment.

Die Anfertigung einer losen Prothese, die beispielsweise einen Kunstzahn zwischen zwei echte Zähne klemmt oder sich als Vollprothese mit Unterdruck am Kiefer festsaugt, wenn kein Echtzahn mehr zur Befestigung vorhanden ist, ist wesentlich einfacher, schneller und kostengünstiger. Ist jedoch zu erwarten, dass der haltende Zahn auf kurze oder lange Sicht nicht zu erhalten ist, muss jedes Mal eine neue Prothese angefertigt werden. Dies führt zu erhöhten Kosten gegenüber dem Einsatz eines Implantats. Außerdem schwindet unter einer Zahnlücke, die nur mit einer herausnehmbaren Teilprothese abgedeckt wird, der Kieferknochen, da er an dieser Stelle nicht beansprucht wird. Möchte der Patient später auf ein festsitzendes Zahnersatzteil zurückgreifen, ist eventuell ein Knochenaufbau an dieser Stelle vorab nötig, was ebenfalls die Behandlungskosten erhöht.

 

 

Zahnbehandlungen durch den Zahnarzt

Die zweite, wesentlich langlebigere Variante ist der Einsatz von festsitzenden Prothesen. Bei dieser Methode ist zu betonen, dass immer versucht wird, die Echtzahnwurzel oder Teile des Zahns weitestgehend zu erhalten, da kein Implantat so stabil sein kann wie ein gewachsener Zahn. Ist ein Zahn beispielsweise ausgehöhlt, erhält dieser ein Inlay, das sich mit einer Füllung vergleichen lässt. Diese bestehen meist aus Gold, Keramik oder einem Gemisch daraus, da Gold an Langlebigkeit und Eignung für alle Arten von Zahnersatz perfekt geeignet ist. Ist eher die Außenseite eines Zahnes beschädigt oder kariesbefallen, die Wurzel und ein Rest des Zahnes jedoch lebendig, wird dieser überkront. Auch Teilkronen oder Komplettkronen können aus Gold gefertigt sein. Im Frontzahnbereich wird jedoch meist Keramik verwendet. Bei einer einzelnen Zahnlücke oder mehreren erkrankten oder fehlenden Zähnen, die jedoch zwischen zwei gesunden Zähnen oder zwei Kronen liegen, wird eine Brücke angefertigt. Die erhaltenen Zähne oder Zahnstümpfe, die von Kronen bedeckt waren, werden zu Pfeilern für die Zahnbrücke abgeschliffen. Vorab wird eine Prothese erstellt, die in Zahnfarbe erhaltener Gebissteile und in der Größe passend zum Kiefer gefertigt wurde.

 

 

Diese wird auf die Haltestümpfe aufgesteckt und mit Spezialklebern fest mit diesem verbunden. Sogar eine halbe Kieferseite kann so mit nur zwei Haltezähnen und einer Brücke wieder zu einem funktionierenden Gebiss werden. Sind jedoch keine gesunden Echtzähne oder überkronte Stümpfe vorhanden, muss ein Implantat gesetzt werden. Dies ist ein Metallstift, der die Aufgaben des Echtzahnstumpfes übernimmt und in den Kieferknochen fest eingeschraubt wird. Hierfür ist vor allem ein gut erhaltener Kieferknochen von Nöten. Unter lange frei gelassenen Zahnlücken bildet sich der Knochen zurück.

 

Um eben an dieser Stelle ein Implantat zu setzen, muss vorab der Knochen aufgebaut werden oder eine andere Position für das Implantat gefunden werden. Durch eine Röntgenaufnahme kann der Zahnarzt dies allerdings schon bei Erstgespräch feststellen. Eine gute Mundhygiene kann jedoch den Verlust von gesunden Zähnen lange heraus zögern bis zu ganz verhindern.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Kristian Peetz - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  28.03.2010; 18:03:57 Uhr



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