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Zahnkaries - Erkrankung der Zahnhartgewebe

Karies behandeln

Bei der Zahnkaries handelt es sich um eine weit verbreitete Erkrankung der Zähne. Jeder Zweite ist davon betroffen und man sagt, es ist die Volkskrankheit Nummer eins.

 

Durch die veränderten Nahrungsgewohnheiten der Menschen breitet sich diese Zahnerkrankung immer rascher und schneller aus. Bei der Zahnkaries werden Dentin und Zahnschmelz, also die Zahnhartsubstanz durch Bakterien zerstört. Es handelt sich dabei um den Bakterienstamm der Streptokokkus Mutans.

 

 

Formen der Zahnkaries

Die Zahnkaries ist eine Zahnfäuleerkrankung, die verschiedene Stadien durchläuft.

Die Krankheit beginnt oft unbemerkt mit der Initialkaries. Dabei sieht man lediglich einige helle Flecken auf den Zähnen, sogenannte White Spot die durch Entkalkungen der Zähne entstehen. Bemerkt und behandelt man die Zahnkarieserkrankung schon zu diesem Zeitpunkt kann sie durch eine Ernährungsumstellung und Fluoridbehandlung (Remineralisierung) gestoppt und weitere Schädigungen des Zahnes verhindert werden. Da in diesem Stadium der Krankheit aber keinerlei Beschwerden auftreten, wird sie oft noch nicht entdeckt und die Karies schreitet weiter fort.

Bald ist dann nicht mehr nur der Zahnschmelz betroffen, sondern die Karies dringt tiefer ein und befällt das Dentin. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Dentinkaries. Da Dentin viel weicher als Zahnschmelz ist, kann sich die Karies schnell immer tiefer ausbreiten. In der Folge brechen dann die Zahnränder weg und auch Schmerzen können auftreten. Spätestens dann wird die Zahnkaries auch vom Patienten bemerkt. Ist die Karieserkrankung schon in mehr als 2/3 der Dentinschicht vorgedrungen, spricht der Zahnarzt von einer Caries Profunda oder auch tiefen Zahnkaries. Durchdringt dann die Karies die Dentinschicht und befällt die Pulva liegt eine Caries penetrans vor. Die Pulva ist das Zahnmark oder laienhaft auch Zahnnerv genannt. Die Zahnschmerzen werden heftiger und andauernder. Nicht immer kann der Zahnarzt jetzt den Zahn noch erhalten.

 

Entstehung von Zahnkaries

Bei der Entstehung von Zahnkaries spricht man von einem multifunktionalen Prozess, da hier verschiedene Einflüsse eine Rolle spielen. Die Zahnfäuleerkrankung kann nicht vererbt werden, aber falsche Essgewohnheiten oder falsches Zähneputzen wir oft auch innerhalb der Familie weitergegeben.

 

In der Frühzeit der menschlichen Entwicklung gab es diese Form der Zahnerkrankung so gut wie gar nicht. Je weiter entwickelter die Menschheit wurde, desto mehr breitete sich die Karies aus. Ein Grund dafür sind die Nahrungsmittel, die oft mit Zucker versetzt, dem Zahn schaden. Zuckerhaltiges Essen haftet an den Zähnen und so vermehren sich Bakterienstämme rasant und schädigen die Zahnsubstanz.

 

Auch die Menge und die Zusammensetzung des Speichels spielt bei der Zahnkaries eine Rolle. Eine große Speichelmenge spült auch viele Nahrungsreste weg oder verdünnt sie.

 

Karieserkrankungen entwickeln sich nur langsam, oft über Monate hinweg.

Ständig wiederkehrende pochende Zahnschmerzen deuten auf einen fortgeschrittenen Befall hin und ein Zahnarztbesuch wird unumgänglich.

 

 

Kariesbehandlung

Die Behandlungsmethoden der Zahnkaries sind sehr unterschiedlich und richten sich nach dem Krankheitsbild, welches sich dem Zahnarzt bietet. Er wird nach einem Patientengespräch die geeignete Methode auswählen und den Zahn entsprechend sanieren. Nicht zwangsläufig muss es dabei zum Einsatz des, vom Patienten oft gefürchteten, Bohrers kommen. Ziel der Behandlung ist es immer, soviel wie nötig aber auch so wenig wie möglich, von der Zahnsubstanz zu entfernen.


So kann er beispielsweise kleinere Schäden chemisch entfernen, mit der sogenannten Carisolv Gel Methode. Das Gel wird auf den kariösen Zahn  aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit kann der Zahnarzt die befallene Zahnsubstanz dann abkratzen.

 

Die meisten Zahnarztpraxen bieten auch das Bohren mittels Laserbohrer an. Dies ist eine schmerzarme Variante des Bohrens bei der auch schwer zugängliche Stellen erreicht werden können. Die Behandlung ist schonend für den Zahn und das umliegende Gewebe und es werden eine Vielzahl von Bakterien dabei gleich mit abgetötet.

 

Ist der Zahn aber stark befallen und ein herkömmliches Bohren kann nicht vermieden werden, kann der Zahnarzt mittels einer örtlichen Betäubung den Schmerz des Bohrens ausschalten. Dann bohrt er den Zahn so weit aus, bis alle kariösen Stellen entfernt sind und verschließt das entstandene Loch im Zahn mit einer speziellen Füllung. Hierzu stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Ist die Zahnkaries sehr tief vorgedrungen ist eine Wurzelbehandlung manchmal unabdingbar. Damit der Patient keine Zahnschmerzen mehr verspürt füllt dabei der Arzt die Wurzelkanäle wieder auf. Ihr Zahnarzt wird bei einem Beratungsgespräch und einer Untersuchung die für sie geeignete Behandlungsmethode finden.

 

 

Fazit

Man kann eine ganze Menge zur Kariesvorbeugung tun und es sollte bereits im Kleinkindalter damit begonnen werden. Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen ist sehr wichtig, genauso wie die Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt.

 

Natürlich trägt auch eine gesunde Ernährung zur Zahngesundheit bei. Auf zuckerhaltige Nahrungsmittel sollte verzichtet werden. Obst und Gemüse ist Süßigkeiten vorzuziehen. Nur gesunde Zähne bleiben bis ins hohe Alter erhalten.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Lucky Dragon - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.05.2011; 08:07:45 Uhr



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