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Jetzt braucht der Mund noch einmal viel Aufmerksamkeit

Zahnarzt Behandlung bei Zahnschmerzen Für die meisten Eltern ist der Zahnwechsel ihres Kindes oft ein Zeichen dafür, dass ihr Kind nun dem Kleinkindalter entwächst. Dass der Zahnwechsel vor allem aber auch in medizinischer Hinsicht für das Kind ein einschneidendes Erlebnis ist, wird oft nicht bedacht. In den nächsten etwa sechs Lebensjahren wird das Kind immer wieder mit offenen Wunden in der Mundhöhle leben. Besondere Sorgfalt bei der Mundhygiene hilft, unerwünschte Infektionen zu verhindern. Denn diese können den gesamten kindlichen Organismus beeinträchtigen. Da Kinder in dieser Wachstumsperiode ohnehin besonders anfällig für Infekte aller Art sind, sollte der Zahnwechsel nicht zu einer weiteren körperlichen Belastung werden.

 

Der Zahnwechsel verläuft in zwei Phasen

Etwa im Alter von sechs Jahren beginnt der erste Zahn zu wackeln. In der Regel handelt es sich dabei um einen unteren mittleren Schneidezahn. Kurze Zeit später folgt der zweite in der unteren Reihe. Erst danach sind die oberen Schneidezähne an der Reihe. Die neuen Zähne wachsen meistens schnell nach. Dadurch kann sich die entstandene Lücke nicht verkleinern. Anfangs wirkt der erste neue Zahn wie ein Fremdkörper, denn seine Größe ist auf die Größe eines erwachsenen Schädels ausgelegt. In einem Kindergesicht wirken sie dagegen völlig überdimensioniert. Erst im Alter von 14 bis 16 Jahren stimmen die Proportionen zwischen Kopf und Zahngröße wieder überein. Ebenfalls im Alter von etwa sechs Jahren wachsen hinter den Seitenzähnen die ersten Backenzähne.

Der Kiefer ist inzwischen größer geworden, es ist also genügend Platz für einen neuen Zahn vorhanden. Er hilft dem Kind, das inzwischen alle Gerichte mitisst, bei der Nahrungszerkleinerung. Erst mit etwa neun Jahren fallen die seitlichen Zähne aus und machen den bleibenden Platz. Mit etwa 12 Jahren ist das neue Gebiss komplett fertig. In dieser mehrjährigen Phase des Zahnwechsels erlebt das Kind durchaus auch schmerzhafte Momente. Wenn zum Beispiel ein Milchzahn noch sehr fest sitzt, der bleibende neue Zahn sich aber kräftig nach oben schiebt, kann es zu einem heftigen Druckschmerz kommen.

 

Auch das Zahnfleisch kann sich dabei schnell entzünden. Schmerzlindernde Tinkturen auf Naturbasis helfen meistens über die schwierigen Tage hinweg. Bei Irritationen des Zahnfleisches sollte der Zahnarzt befragt werden. Nur er kann entscheiden, ob medikamentös einer Infektion vorgebeugt werden muss. Vielleicht empfiehlt er nach der Zahnreinigung auch die Spülung mit einer antibakteriellen Lösung. In jedem Fall ist während des gesamten Zahnwechsels eine einwandfreie Mundhygiene unerlässlich.

 

Die „Neuen" sind nicht so stabil wie sie aussehen

Die Größe betreffend sind die neuen Zähne bereits für ein langes Leben in einem erwachsenen Gesicht angelegt. Nach dem Durchbruch sind sie allerdings noch sehr empfindlich. Ähnlich wie bei den Milchzähnen ist der Zahnschmelz noch nicht vollkommen gehärtet. Das macht die jungen neuen Zähnen sehr angreifbar für Karies.  Alle zuckerhaltigen Speisen und Getränke stellen gezielte Attacken auf den noch schutzbedürftigen Zahn dar. Ernährungsfehler in diesem Stadium können zu ernsthaften und dauerhaften Schäden im Erwachsenenalter führen. Nach dem Genuss von Süßem sollte stets eine Zahnreinigung stattfinden. Bei schmerzhaftem Zahnwechsel sollte auch bei der Gestaltung des Speiseplans ein wenig Rücksicht auf die Kauprobleme des Kindes genommen werden. Am Tag eines Zahnausfalls ist ein saftiges Steak eher schmerzfördernd, ein mildes Kartoffelpurree dagegen gut zu bewältigen. Da sich die Bildung von Zahnbelag dennoch nicht vermeiden lässt, ist besonders gründliches Zähneputzen nach den Mahlzeiten wichtig.

 

Besonders die neuen hinteren Backenzähne bedürfen der Fürsorge. Da man gerade deren seitlichen Bereich an den Wangenknochen nur schwer mit der Zahnbürste erreicht, ist dies ein günstiger Moment, das Kind mit der Zahnzwischenraumbürste vertraut zu machen. Durch ihre handliche Größe lassen sich auch die hintersten Zahnflächen gut säubern. Der Einsatz einer Munddusche hingegen ist nur angebracht, wenn das Kind keine offenen Wunden im Mund hat. Der mit hohem Druck austretende Strahl könnte diese noch vergrößern und eventuell Bakterien durch die Mundhöhle schleudern. Wenn diese dann auf geschwollenes Zahnfleisch treffen, weil an einer Stelle gerade ein neuer Zahn wächst, kann es zu ernsthaften Entzündungen kommen. Bei sorgsamer Mundhygiene verläuft der Zahnwechsel in der Regel aber problemlos.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Werner Dreblow - Fotolia.com




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  27.06.2011; 20:23:23 Uhr



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